Deutschlandpremiere des Hip-Hop-Musicals "Die vergessenen Befreier - À nos morts" im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals Berlin
Als Höhepunkt und Abschluss des Projekts „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ und des 9. Internationalen Literaturfestivals Berlin präsentiert AfricAvenir International e.V. die Deutschlandpremiere des Hip-Hop Musicals „Die vergessenen Befreier - A nos morts“ am morgigen Sonntag, den 20.09.2009 um 20 Uhr im Haus der Berliner Festspiele. Stark beeinflusst von der Hip-Hop-Kultur französischer Vorstädte erinnert die zeitgenössische Performance mit poetischen Texten, urbanem Sound und einer beeindruckenden Tanzchoreographie vor einem Bühnenbild aus historischen Fotos und Filmausschnitten an die Millionen Soldaten aus den französischen Kolonien, die 1914-18 an vorderster Front für Frankreich kämpften und im Zweiten Weltkrieg mithalfen, die Welt vom Faschismus zu befreien. Heute weitgehend vergessen, erweist ihnen das Projekt "Mémoires Vives" seinen Respekt, indem es ein bedeutendes, aber verdrängtes Kapitel der Geschichte in zeitgenössischer Form auf die Bühne bringt und damit auch für jüngere Generationen lebendig werden lässt. Original Französisch mit deutschen Übertiteln. Im Anschluss findet ein Gespräch mit den Darstellern im Foyer statt. |+| weitere Infos
RE/VISIONEN: Berlin-Premiere des überragenden Spielfilms und diesjährigen FESPACO Gewinners "Teza" von Haile Gerima
Am Sonntag, den 27. September 2009, 17.30 Uhr lädt AfricAvenir International ein zur Berlin-Premiere des FESPACO Gewinners 2009 "Teza" von Haile Gerima. In diesem überragenden Spielfilm über Hoffnung und Desillusionierung, über Fremdheit und Vaterland wirft Gerima "einen ebenso schonungslosen Blick auf den Westen und dessen rassistische (Alltags-)Gewalt wie auf seine eigene Generation, der er vorwirft, sich nicht ausreichend den autoritären Tendenzen widersetzt zu haben.“ „Teza" erzählt die Geschichte von Anberber, eines jungen Äthiopiers, der in den 80er Jahren nach seinem Medizinstudium in Westdeutschland voller Elan in die Hauptstadt Addis Abeba zurückkehrt, dem repressiven marxistischen Regime von Mengistu Haile Mariam jedoch kritisch gegenüber steht. Als er Zeuge eines Mordes wird, schicken ihn die Machthaber nach Ostdeutschland. wo er Opfer eines rassistischen Überfalls wird. Nun, als 60-jähriger, nach dem Fall des Mengistu-Regimes kehrt Anberber erneut nach Äthiopien zurück. Nach der Vorführung findet ein Gespräch mit Dawit Shanko (Listros e.V.) statt. |+| weitere Infos
Special: "Tage des Ruhms - Indigènes" (OmU) im babylon am Mo, 28.9.2009 um 20 Uhr
Wer den herausragenden Spielfilm "Tage des Ruhms - Indigènes" im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg verpasst hat kann dies im babylon am Montag, den 28. September 2009 um 20 Uhr nachholen, in der Reihe LaFrenchConnection. Der Film löste in Frankreich eine nationale Debatte über den Beitrag der Kolonialsoldaten aus. Die Hauptdarsteller erhielten 2007 in Cannes kollektiv den Preis für die beste Hauptrolle. Um Frankreich von den deutschen Besatzern zu befreien, stellt De Gaulle 1943 ein Heer aus 233.000 Kolonialsoldaten auf, vorwiegend aus Afrika. Angeführt von Sergent Martinez marschieren die Algerier Said, Yassir, Abdelkader und Messaoud nach Italien, wo sie in der verlustreichen Schlacht von Monte Cassino ihre Feuerprobe bestehen müssen. Im Rahmen der Operation Dragoon landen sie anschließend in Südfrankreich, wo sie zur Befreiung Marseilles beitragen. Die französischen Ideale von Gleichheit und Brüderlichkeit gelten allerdings für die Nordafrikaner nicht – immer wieder erfahren sie Diskriminierung und Rassismus aus den eigenen Reihen. Als Speerspitze im Kampf um das Reich erleben sie im Elsass das finale Gefecht mit der Wehrmacht. |+| weitere Infos und Trailer
Das Musical wird präsentiert in Kooperation mit:
Das Berliner Programm wird präsentiert in Kooperation mit:
Das Berliner Begleitprogramm wird gefördert von:
Die Ausstellung
Die Ausstellung wurde konzipiert von Karl Rössel (Recherche International e.V./ Rheinischen JournalistInnenbüro) in enger Kooperation mit dem Grafiker Holger Deilke, konzeptionell beraten von Christa Aretz (FilmInitiativ Köln e.V.), Venant Adoville Saague (Köln/Kamerun), dem Künstler Bernhard Lüthi (Portugal), der Fotografin Erika Koch (Düsseldorf).
Die Produktion der Ausstellung wurde gefördert von:
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|+| Haus der Berliner Festspiele Schaperstraße 24, 10719 Berlin U-Spichernstraße, Ausgang Bundesallee; Bus 204/249, Haltestelle Rankeplatz
Karten kaufen/reservieren: Karten 15,- Euro/ Erm. 12,- Euro. Ticketschalter im Haus der Berliner Festspiele – keine Gebühren; Mo - Sa 14-16 Uhr; Telefonisch: +49 (0)30 254 89-100; Gebühr € 3,– pro Bestellvorgang; Mo bis Fr von 10-18 Uhr; Online: |+| berlinerfestspiele.de UFERHALLEN Uferstraße 8 - 11 13357 Berlin-Wedding U Pankstraße/ S Humboldthain
Wed-Fri, 2 - 4/9/2009, 17-22 h Sat, 5/9/2009, 14-22 h Sun, 6/9/2009, 12-18 h Wed-Fri, 9 - 11/9/2009, 17-22 h Sat, 12/9/2009, 12-18 h Sun, 13/9/2009, 12-22 h Tue, 15/9/2009, 9-22 h Wed-Fri, 16 - 18/9/2009, 17-22 h Sat, 19/9/2009, 9-18 h Sun, 20/9/2009, 9-17 h
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