Erinnerung: Einladung zur Studien- und Begegnungsreise in den Senegal vom 2.-15. Mai 2010 anlässlich der 9. DAK'ART
Mit den besten Wünschen für das neue Jahr 2010 melden wir uns mit dieser ersten Ausgabe unseres Newsletters zurück. Ganz herzlich möchten wir alle Interessierten noch einmal zur Studien- und Begegnungsreise nach Dakar vom 2.-15. Mai 2010 einladen, die wir anlässlich der 9. DAK’Art – Biennale für zeitgenössische afrikanische Kunst anbieten werden. Neben dem Besuch zahlreicher Ausstellungen und weiterer Kulturverasntaltungen stehen spannende Begegnungen mit Künstler/innen, Wissenschaftlern, Journalisten und Aktivist/innen auf dem Programm. Wir bitten um Anmeldung bis spätestens 1.2.2010. Weitere Informationen |+| hier.
Rückblick 2009
Das AfricAvenir-Jahr 2009 war geprägt von der spartenübergreifenden Veranstaltungsreihe „RE/VISIONEN – Zeitgenössische Kunstperspektiven aus Afrika in Film, Literatur, Tanz und Videokunst“. Präsentiert wurden aktuelle afrikanische Spiel- und Dokumentarfilme, Poetry-, Tanz- und Musikperformances. Zum Abschluss zeigte AfricAvenir in offizieller Kooperation mit der DAK'ART, Biennale für zeitgenössische afrikanische Kunst, die von Dr. Youma Fall kuratierte Ausstellung „Eine Tür, so schmal?“ im Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien. Diese Ausstellung bestand aus aktuellen Videoinstallationen von fünf west- und zentralafrikanischen Künstlern und wurde ebenfalls von Vorträgen und Performances begleitet. Auf unserer Website finden sich eine Reihe von interessanten Interviews mit den Künstler/innen und Aktivist/innen, die an RE/VISIONEN teilnahmen zum Nachhören unter: |+| RE/VISIONEN
Anlässlich des 70. Jahrestages des Beginns des 2. Weltkriegs (in Europa!) präsentierte AfricAvenir die Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ in den Berliner Uferhallen und organisierte ein umfangreiches Begleitprogramm mit dem Schwerpunkt „Afrika im Zweiten Weltkrieg“. Dieses Programm bestand aus Vorträgen, Spiel- und Dokumentarfilmen, Konzerten und der Deutschlandpremiere eines Hip Hop Musicals über die französischen Kolonialsoldaten. Damit thematisierten die Veranstaltungen vor allem die Verdienste afrikanischer Kolonialsoldaten im Kampf gegen den Faschismus und die spätere Weigerung der Kolonialmächte, ihnen den angemessenen Sold bzw. die Soldatenrenten zu zahlen. Der geringschätzige und demütigende Umgang der Kolonialmächte mit den afrikanischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg gab demnach in einigen Ländern (z.B. Algerien, Senegal) einen wichtigen Anstoß für die antikoloniale Bewegung.
Zur kontrovers geführten Auseinandersetzung um das Projekt „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ haben wir eine |+| Debattenseite auf unserer Website eingerichtet, auf der ausgewählte konstruktiv-kritische Beiträge veröffentlicht werden, so z.B. der |+| Beitrag von Prof. Dr. Maisha Eggers. Desweiteren verweisen wir auf die Debatte um die Ausstellung im aktuellen iz3w Heft Nr. 316 und sicher auch in folgenden Ausgaben, zu bestellen unter |+| iz3w.
Dank Wir möchten uns hier auch bei unseren Förderern und Projektpartnern bedanken, die unsere Aktivitäten finanziell und ideell unterstützt und stets mit großem Engagement begleitet haben. Dazu zählt das Auswärtige Amt, der Hauptstadtkulturfonds, die Stiftung EVZ, die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit, InWent, die Stiftung Umverteilen, die Aktion Mensch, als Partner sind zu nennen das EPIZ, das Haus der Kulturen der Welt, das Haus der Berliner Festspiele, das internationale Literaturfestival (ilb), das Hackesche Höfe Filmtheater, die Firma Zenobi, die uns einen unermesslichen Techniksupport gewährleistete, unsere Graphikerin Nayeli Zimmermann sowie unser Webadministrator Patrick Gschwind von ric-media.
Nach der Auszeichnung durch die UNESCO im Jahre 2008, erhielt AfricAvenir International e.V. im September 2009 in Brüssel den Condorcet-Aron Preis für „besondere Leistungen zur Stärkung humanistischer Werte und der Demokratie“, worüber wir uns sehr gefreut haben.
Aus Sicht des Teams von AfricAvenir, in dem sich im vergangenen Jahr viele Menschen mit enormem ehrenamtlichen Einsatz engagierten, fällt die Jahresbilanz sehr positiv aus, konnten wir doch mehr als 3.500 Personen für unsere Veranstaltungen begeistern. Auch unsere grundlegend überarbeitete – jetzt dreisprachige – Website www.africavenir.org erfreut sich steigender Besucherzahlen.
Vorschau: 50 Jahre afrikanische Un-Abhängigkeiten - Eine (selbst)kritische Bilanz
Im Jahr 2010 heißt unser Jahresthema „50 Jahre afrikanische Un-Abhängigkeiten – eine (selbst)kritische Bilanz“, ein Thema, das wir in vielen Facetten beleuchten möchten. Im Jahr 2010 begehen 17 Länder Afrikas den 50. Jahrestag ihrer formellen Unabhängigkeit von den europäischen Kolonialmächten. Zugleich jährt sich die Berliner „Kongo-Konferenz“ zum 125. Mal, bei der die europäischen Kolonialmächte auf Einladung Bismarcks zusammenkamen, um den afrikanischen Kontinent unter sich aufzuteilen. Diese aktuellen Jahrestage bieten sich als Ausgangspunkte für eine (selbst-)kritische Bilanz des Prozesses der Dekolonisierung an. Was kann heute zum Stand der errungenen Unabhängigkeiten und noch bestehenden Abhängigkeiten der afrikanischen Gesellschaften in Wirtschaft, Politik und Kultur resümiert werden? Und was können wir 50 Jahre nach der offiziellen Verkündung der Unabhängigkeiten zur Entwicklung der Beziehungen zwischen Afrika und Europa sagen?
Ergänzend zu einem umfangreichen Programm aus Filmen, Diskussionsveranstaltungen, Lesungen und Performances möchten wir auch künstlerisch-ästhetische Zugänge zu dem komplexen Themenfeld der afrikanischen Un-Abhängigkeiten eröffnen. Damit werden wir sowohl an unsere „historische“ Arbeit in 2009 als auch an unsere Aktivitäten im Bereich der Kunst in diesem Jahr anknüpfen. Keine Artikel in dieser Ansicht.
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