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AfricAvenir Advocacy Revisiting German Colonialism

Revisiting German Colonialism

Yes, Germany has a colonial history, and though it may have been shorter than that of other European countries, German colonialists have been particularly violent and acting within an emerging racist ideology which later formed the basis of the Nazi holocaust. The Berlin Africa Conference organised by Bismarck led to a concentrated attack on African societies and formalised European colonialism in Africa, cruel wars were waged in Tanzania (Maji Maji), mass murder, concentration camps and rape and the first genocide of the 20th century was perpetrated by the Germans in Namibia. Besides the fact that the German Government until today refuse to recognise the genocide against the Herero and Nama as what it was, colonialism has not been revisited on a broad social level yet and is - if it appears in school books at all - belittled or portrayed as an enterprise which also had its "positive" effects for the colonised. Yet, colonialism is not a thing of the past, but translates into the present in manifold ways as demonstrated e.g. by the "Children's Books Debate", common "Blackfacing" practices in German theaters, widespread racial profiling, everyday racism as well as commemorative cultures including colonialist street names etc. AfricAvenir welcomes and supports the many initiatives which have arisen in recent years to strongly claim an earnest revisiting of Germany's colonialist history, some of which will be reproduced on this page.

PM: Wunsch der Herero nach einer...

Wie die Berliner Zeitung am 15.6.17 berichtet, wünschen sich die Opferverbände der Herero aus Namibia und in den USA von Berlin die... |+| read article

Pressemitteilung: Initiative Schwarze...

Video-Release: „No Humboldt 21! Gegenstimmen zum Humboldt Forum“

Als Beitrag zur längst überfälligen Debatte über die... |+| read article

PM: Kritik an namibisch-deutschen...

Regierungsverhandlungen zum Völkermord an den Herero und Nama in Deutschland: Zivilgesellschaft solidarisiert sich mit ausgeschlossenen... |+| read article

Antirassistische Flugblatt-Aktion in...

In der "M*****straße" und Umgebung verbreitete eine Gruppe von Aktivist_innen Flugblätter mit dem Titel "Kein Patz für... |+| read article

Pressemitteilung zum "Afrikanischen...

Im Afrikanischen Viertel sollen zukünftig afrikanische Persönlichkeiten mit Straßennamen geehrt werden. Pressemitteilung vom Zentralrat der... |+| read article

Pressemitteilung von Decolonize Mitte:...

Das NGO-Bündnis „Decolonize Mitte“ kritisiert die CDU von Berlin-Mitte für ihren unehrlichen Umgang mit der deutschen Kolonialgeschichte.... |+| read article

Offener Brief zur Umbenennung...

Seit Jahren setzen sich Vereine und Verbände der Black Community hierzulande für die Umbenennung kolonialer Straßennamen ein. In... |+| read article

Offener Brief nach rassistischer...

Offener Brief des Arbeitskreises Panafrikanismus München, 01.9.2015 An:
Bayerischen Ministerpräsident
Herr Horst...
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AfricAvenir Advocacy Colonialist Street Names

Alliance for the Renaming of Streets with Colonial Reference

The Alliance of NGOs - which consists of AfricAvenir International, Berliner entwicklungspolitischer Ratschlag (BER), Berlin Postkolonial (BePo), Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), Paulo Freire Institut (PFI), Projekt „Unterm Teppich?“ (PUT), Tanzania-Network.de (TNW) and Werkstatt der Kulturen (WdK) - calls for a critical debate about German Colonialism and the traces it has left in the public space. The Alliance has published a dossier that deals with streets in Berlin which have clear colonialist references.

Download the Dossier "Straßennamen mit Bezügen zum Kolonialismus in Berlin" (German, pdf)

lern- und erinnerungsort afrikanisches viertel

Der Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel im Wedding

Unter Einbeziehung von Anwohner/-innen, Schüler/-innen, Jugendlichen und verschiedenen Akteur/-innen der Zivilgesellschaft sowie Expert/-innen aus der Schwarzen bzw. Afrikanischen Community hat das Amt für Weiterbildung und Kultur im Bezirksamt Berlin-Mitte für drei Jahre (2013 - 2016) einen Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel ins Leben gerufen. Am 27. April 2013 fand die Auftakt-Veranstaltung des Projekts Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel statt, mit Teilnehmenden aus der Zivilgesellschaft und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bezirksamts.

In Weiterentwicklung der bisherigen Projekte zum Thema soll das Projekt des Amtes für Weiterbildung und Kultur zusammen mit der Schwarzen Community und unter Einbeziehung von Institutionen und Gruppen im Quartier sowie mit Beratung wissenschaftlicher Experten gestaltet werden. Die Einbeziehung der Institutionen vor Ort soll den sozialen Zusammenhalt in der Nachbarschaft stärken und das quartierbezogene Image qualifizieren.

Beim Erinnern an die koloniale Vergangenheit geht es im Kern also nicht einfach nur um die Frage einer Aufarbeitung von Geschichte, sondern darum, Deutschlands Kultur zu dekolonialisieren und das hängt nicht zuletzt „von der Struktur der deutschen Kultur- und Wissenschaftslandschaft ab. Solange ihre Institutionen noch am Anfang interkultureller Öffnungsprozesse stehen, ist die Antwort absehbar.“ Die Perspektiven von Schwarzen Menschen errreichen bisher „im Regelfall nur Amateur- oder Betroffenenstatus.“

Ebendies soll in diesem Projekt aufgebrochen werden, indem Partizipation in Richtung Schwarzer Community und in Richtung zivilgesellschaftlicher Akteure vor Ort gelebt werden soll. Daher gilt für dieses Projekt: Dekolonialisierung ist Ziel und Weg zugleich.

Koordiniert wird das Projekt LEO-AV von Yonas Endrias, Experte in den Bereichen Migration, Diskriminierung, Rassismus sowie Kolonialismus. Gegenwärtig ist er u.a. Mitglied des Landesbeirats für Integrations- und Migrationsfragen, des Landesschulbeirats sowie der Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus.

Freedom Roads Exhibition
freedom roads

freedom roads! koloniale straßennamen · postkoloniale erinnerungskultur Geschichte, Kunst und Beteiligung

Europas Stadtlandschaften sind geprägt von Spuren der Kolonialvergangenheit, Straßennamen erinnern bis heute an einst eroberte Gebiete und ehren koloniale Akteure. Doch inzwischen engagieren sich mehr und mehr Initiativen auf lokaler Ebene für die kritische Auseinandersetzung mit diesen kolonialen Benennungen. In den letzten Jahren haben sich zahlreiche Organisationen und Einzelpersonen aus Wissenschaft, Kunst und Politik für die kritische Kommentierung und - in besonderen Fällen - auch für Umbenennungen von Straßen mit Kolonialbezug ausgesprochen. So wurde in München 2006 die Von-Trotha-Straße in Hererostraße umbenannt, und 2009/2010 erhielt das Berliner Gröbenufer den Namen der afrodeutschen Aktivistin und Dichterin May Ayim. Die Ausstellung "freedom roads" möchte diesen Prozess begelietn und fördern.

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125 jahre berliner afrikakonferenz

125th Anniversary of the Berlin Africa Conference

125 years ago, in the winter of 1884/85, the Chancellor of the German Reich, Otto von Bismarck, invited representatives of the then-world powers to the Berlin Conference. In the name of progress and humanity, and against the background of European racist ideology, the representatives of twelve European states, the Ottoman Empire, and the USA, convened to decide on the further colonial partitioning and exploitation of the African continent. In addition, the Berlin Conference marked Germany's accession into the circle of imperial powers. In the following thirty-years, Germany was able to establish hegemony over the areas nowadays known as Namibia, Togo, Cameroon, Tanzania, Burundi and Rwanda. However, the history of colonialism is marginalized and rarely publicly discussed in this country. At first imbued with nostalgic sentiment, afterwards ignored and supressed, the German colonial history is today perceived as harmless, as not relevant, as something that happened in the past. On the occassion of the 125th anniversary of the Berlin Africa conference, AfricAvenir as part of an alliance of NGOs call for a fundamental change regarding Germany's approach towards its colonial past.

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