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Capitaine Thomas Sankara

Das ausschließlich aus Archivmaterial zusammengestellte Porträt von Thomas Sankara, Präsident Burkina Fasos vom 4. August 1983 bis zu seiner Ermordung am 15. Oktober 1987, ist eine Hommage an den außergewöhnlichen Staatsmann, der durch seine weitsichtigen und mutigen Reformen und seine resolut anti-imperialistische Politik die Geschichte seines Landes und des afrikanischen Kontinents nachhaltig beeinflusst hat. Mit diesem Dokumentarfilm, der mit der Energie eines zwischen Idealismus und Ironie schwankenden Punk-Manifests daherkommt, gibt uns Filmemacher Christophe Cupelin einen ganzheitlichen Überblick über das intellektuelle und politische Erbes dieses untypischen Staatschefs, der sowohl mit seinen Worten als auch mit seinen Taten Anstoß erregte.

Produktionsdetails

Christophe Cuppelin, Schweiz/BF, 104 min., 2012
Französisch mit Englischen oder Deutschen Untertiteln
Production: Laïka Films, Akka Films, RTS Radio Télévision Suisse   
Producer: Christophe Cupelin, Nicolas Wadimoff, Fayçal Hassairi
Executive Producer: Christophe Cupelin
Cinematography: Caroline Cuénod, Abel Sankara
Editing: Christophe Cupelin
Location Sound Mix: Philippe Ciompi
Sound Editing: Christophe Cupelin, Philippe Ciompi
Sound Design: Philippe Ciompi
Rerecording Sound Mix: Philippe Ciompi
Music: The Ex

Verleihinfos

Verleih: Deutschland
Format: DVD
Sprachen: Französisch mit Deutschen oder Englischen Untertiteln
Poster/Fotos: digital vorhanden
Kontakt: info(at)africavenir.org

Vertrieb und Verleih in anderen Ländern: Laïka Films

Ausführliche Synopsis

Dieses Archivporträt von Thomas Sankara konzentriert sich auf seine Amtszeit als Präsident von Burkina Faso (Obervolta) vom 4. August 1983, Zeitpunkt seines Putschs und Beginn der „sankaristischen Revolution“, bis zu seiner noch heute nicht aufgeklärten Ermordung am 15. Oktober 1987.

Vier Jahre, in denen Sankara, dem bewusst war, dass er nicht viel Zeit haben würde, versuchte, so viele Reformen wie möglich durchzuführen und anzustoßen, so viele Herausforderungen wie möglich anzugehen und die Mentalität der BurkinerInnen langfristig und nachhaltig zu verändern: Abschaffung der Privilegien der MinisterInnen, Anstreben der Ernährungssicherheit, Förderung der einheimischen Produktion, Impfkampagnen, Ausbau des Bildungswesens, Kampf gegen Korruption sowie gegen die vorrückende Wüstenbildung und vor allem auch Kampf für die Emanzipation der Frauen...

Vier Jahre, in denen er sich gegen die Machtverhältnisse auf der Welt auflehnte, die Macht- und Herrschaftsverhätnisse klar und deutlich in Frage stellte, versuchte, den Einfluss der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich zu beenden und vor der Versammlung der Afrikanischen Union dazu aufrief, die Staatsschulden, die er als koloniale Schulden ansah, nicht zurückzuzahlen....

Vier rastlose Jahre voller Veränderungen, die die Geschichte Burkina Fasos und des afrikanischen Kontinents prägten und abrupt mit seiner Ermordung während des von seinem langjährigen Weggefährten Blaisé Compaoré durchgeführten Putschs endeten...

Vier Jahre, die dazu geführt haben, dass er bis heute AktivistInnen in ganz Afrika und seiner globalen Diaspora inspiriert. Denn, wie er sagte: „Man kann einen Menschen töten, nicht jedoch seine Ideen.“

Pressestimmen

"Ein Film, wie ein Faustschlag." Tribune de Genève

„Brutal und bewegend.“ Le Monde

„Sankara hatte die richtigen Worte, den Mut, die Einfachheit, die Integrität und die Persönlichkeit, um seinen Ideen Gewicht zu verleihen. Er kämpfte für die Autonomie seines Landes angesichts untragbarer externer Abhängigkeiten und für eine endogene Entwicklung. Eine echte Faszination geht daher von dieser großen Persönlichkeit aus, die an das glaubte, was sie tat und wusste, was sie damit riskierte. Cupelin macht daraus ein faszinierendes Porträt (...)“ Africultures, Olivier Barlet

„25 years after his unsolved assassination in 1987 this movie makes it possible to see and hear this atypical head of state again who certainly counts to the greatest African personalities of the 20th century.” Voix d’Exils

„Almost a quarter of a century ago, on 15 October 1987, Captain Thomas Sankara, President of Burkina Faso, was assassinated at the age of 37. The picture of the political leader as young, good looking, brilliant, intelligent, military hero and guitarist was nearly erased from memory, especially in Europe. Director Christophe Cupelin shows a brutal and moving filmic version of this icon unforgotten in West Africa: Capitaine Thomas Sankara.“ Le Monde, Thomas Sotinel

„Through his meticulous reconstruction of the rarely shown archive materials, Christoph Cupelin presents the biography and the political universe of Thomas Sankara, the atypical revolutionary and head of state.” Télérama

„Christophe Cupelin is turning the tables, taking advantage of the decay of the archive material. The image is decomposing on the screen and the audience slips into the role of a researcher who has to reconstruct the reality from the moving, phantom-like shadows.” Le Monde

„With flamboyance and irony this portrait of Thomas Sankara is a revival of the fate of one of the most important African heads of state of the 20th century who was murdered for his integer and anti-(neo)colonial politics.” SC – Sens Critique

Festivals

  • Festival des Libertés, Bruxelles, Belgien,17.-26. Oktober 2013
  • 22. International Film Festival Innsbruck, Österreich, 28. Mai – 2. Juni 2013
  • Vues d’Afrique, Montréal, Kanada, 26.April - 5. Mai 2013
  • Forum Social Mondial, Tunis, Tunesien 26.-30. März 2013
  • Thessaloniki Documentary Festival, Griechenland, 15.-24. März 2013
  • Solothurner Filmtage, Schweiz , 24.-31. Januar 2013
  • Journée de Soleure, Schweiz , 24.-31. Januar 2013
  • Black Movie, Genf, Schweiz , 18.-27. Januar 2013
  • Festival dei Popoli, Florenz , Italien 10.-17. November 2012
  • DOK Markt, Leipzig, Deutschland, 29.Oktober- 4. November 2012
  • Doc BsAs, Buenos Aires, Argentinien, 18.-28. Oktober. 2012
  • Festival del Film Locarno, Schweiz , 1.-11. August 2012
  • Visions du Réel, Nyon, Schweiz , 20.-27. April. 2012

Preise

Publikumspreis beim Black Movie Festival 2013, Genf, Schweiz

Regisseur: Christophe Cupelin

Christophe Cupelin ist 1966 in Genf geboren. Er ist 19 Jahre jung, als er zum ersten Mal nach Burkina Faso reist, um von Juli bis August 1985 als Freiwilliger in einer schweizer NGO zu arbeiten. Den Fotoapparat in der Hand, entdeckt er als junger Erwachsener ein Land im revolutionären Umbruch. Tief beeindruckt durch diese Erfahrung beschließt er, sich voll und ganz dem Filmemachen zu widmen. Nach Abschluss der École Supérieure d’Art Visuel 1993 übernimmt er die Programmdirektion des Sputnik Kinos in Genf und gründet die Produktionsfirma Laïka Films.

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