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Revolution mit bloßen Händen. La trajectoire d'un peuple. Le Burkina Faso

«Revolution mit bloßen Händen. Le trajectoire d'un peuple. Le Burkina Faso” ist ein filmi-sches Dokument der Erinnerung an den Volksaufstand am 30. und 31. Oktober 2014 in Burkina Faso, der den Sturz des diktatorischen Regimes von Blaise Compaoré herbeigeführt hat. Der Film nähert sich unterschiedlichen ProtagonistInnen des Aufstandes an und besucht symbolkräftige Orte des Geschehens. Er stellt die Frage nach Motivationen und Gründen in den Lebensbedingungen der Bevölkerung sowie in den Erinnerungen an vorausgegangene Kämpfe der letzten Jahrzehnte.

Die Erzählungen beteiligter Personen sprechen davon, wie Frauen, Männer, Jugendliche, sich ohne Waffen zu einem Nein gegen ein diktatorisches und militarisiertes Regime erhoben haben, in der Überzeugung, dass eine entschlossene Bevölkerung im Stande ist, gegen jede noch so große Über-macht zu siegen. Darüber hinaus fragt der Film nach Hoffnungen und Erwartungen der verschiedenen ProtagonistInnen des Aufstands für eine zukünftige Gesellschaft: Eine Diktatur wurde gestürzt, aber welche politischen und sozialen Veränderungen müssen erst noch erreicht werden? 

Nicht zuletzt möchte “Revolution mit bloßen Händen. Le trajectoire d'un peuple. Le Burkina Faso” Erfahrungen, die in Burkina Faso gemacht wurden, mit denjenigen teilen, die in Afrika und anderwo auf der Welt nach einer wirklichen demokratischen und gerechten Veränderung streben.

Produktiondetails

Regie: Moussa Ouédraogo, Hans-Georg Eberl
Skript: Nouroudine Salouka, Moussa Ouédraogo, Hans-Georg Eberl
Protagonist_innen: Safianatou Lopez-Zongo, Zeinabou Compaoré, Vivianne Nikiéma, Saran Séré Sérémé, Serge Bambara aka Smockey, Karim Sama aka Sams'k le Jah, Yssoufou Niamba aka la Fouine, Hervé Moyenga, Aziz Sana, Moussa Ouédraogo, Arouna Natambo, Justine Bationo, André Tibiri, Tapsoba Mariétou, Seidou Traoré, Siacka Coulibaly, Fatoumatou Sourabier, Capitaine Thomas Sankara, Chryzotone Zoungmoré, Halidou Ouédraogo, Maître Bénéwende Sankara
Dauer: 70 Min.
Produktion: 2016, Burkina Faso / Österreich
Projektpartnerinnen: Rosa Luxemburg Stiftung / Regionalbüro Westafrika; GRADES; Afrique-Europe Interact; Frauen für das Recht auf Wohnen; Organisation Démocratique de la Jeunesse (ODJ); Balai Citoyen; Africavenir u.a.
Produktionsteam: Moussa Ouédraogo, Hans-Georg Eberl, Abdoulaye Soré, Bernard Ngassa, Mohammad Numan, Aylin Basaran, Nouroudine Salouka, Simon Badénie, Assami Ouédraogo, Oumar Coulibaly, Laurent Ouédraogo/ODJ, Rokia Batango, Stéphane Sawadogo, Yabré Zoungrana, Zeinabou Compaoré, Dominique Zoungrana

Distribution

Verfügbar: Weltweit
Kontakt: verleih(at)africavenir.org
Format: MP4 HD; Bluray
Sprachen: Französisch / Morée
Untertitel: Deutsch, Französisch, Englisch
Poster/Bildmaterial/Presseinfos: Können digital geschickt werden

Regisseure

Moussa Ouédraogo, geboren 1974 in Ouagadougou, war Teilnehmer des Volksaufstandes gegen das Regime Blaise Compaoré in Burkina Faso im Oktober 2014 und verbeitet Erfahrungen und Reflexionen zum politischen Aufbruch in seinem Heimatland in Texten und Filmarbeiten. Er hat seine Kindheit und Jugend an wechselnden Orten in Burkina Faso und Elfenbeinküste verbracht und viele Jahre im Bereich Bauplanung und Bautechnik gearbeitet. 2013 war er vor dem Hintergrund drohender politischer Verfolgung ein halbes Jahr als Asylsuchender in Deutschland, entschloss sich aber nach Burkina Faso zurückzukehren, um aktiven Anteil an den sich abzeichnenden Umwälzungen zu nehmen. Neben seinen Tätigkeiten als Filmemacher und Bautechniker engagiert er sich in der Bewegung gegen Landraub und für Recht auf Wohnraum. Moussa Ouédraogo und Hans-Georg Eberl sind gemeinsam aktiv im transnationalen Netzwerk „Afrique Europe Interact“.

Hans-Georg Eberl, geboren 1975 in Altötting/Bayern, hat über langjährige Zusammenarbeit mit geflüchteten Menschen in Europa und mit Basisaktivist_innen in afrikanischen Ländern mit der Produktion von Dokumentar- und Kurzfilmen begonnen. Seine Schwerpunkte sind Thematiken rund um Flucht, Migration und globale Bewegungsfreiheit sowie Annäherung an soziale Bewegungen und Kämpfe für gesellschaftliche und politische Emanzipation im Globalen Süden. Zu seinen bisherigen Arbeiten zählen u.a. der 2013 mit Aylin Basaran produzierte Dokumentarfilm „Da.Sein“ über die Geschichte von Menschen, die aus Europa nach Togo und Nigeria abgeschoben wurden, sowie   Kurzfilme des „Protest Productions Collective“.

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