TRANSLATING HIP HOP - Konzerte, Performances, Lectures, Talks, Workshops, Filme, HkW, 10.11. – 12.11.2011

Vom 10. bis 12. November 2011 findet im Haus der Kulturen der Welt das Festival Translating Hip Hop statt. Hier kommt zur Sprache, worum es diesen Hip Hop-Künstlern in ihren Songs geht. Die Konzerte werden gehostet von der deutschen Hip Hop-Größe Prinz Pi. An zwei Abenden bringen die 16 MCs aus fünf Ländern und vier Kontinenten ihre Songs im Original und in den Übersetzungen auf die Bühne. Im Anschluss laden iLLspoKinN und DJ Werd aus den USA die Rapper im Publikum zur Open Stage ein.

FĂĽr die beiden Konzerte am 10. und 11. November jeweils um 20 Uhr verlost AfricAvenir je 5x2 Freikarten an die ersten Emailer/innen an info(at)africavenir.org

In vielen Ländern der Welt ist Hip Hop heute eine besonders wichtige Ausdrucksform einer politisch aktiven und reflektierten Jugend. Hip Hop ist zu einem globalen Phänomen geworden – Rap, DJing, Breakdance und Graffiti findet man auf der ganzen Welt. Gemeinsamkeiten in Körpersprache und Sprachrhythmik ermöglichen Annäherungen über nationale Grenzen hinweg. Durch diese gemeinsame „Sprache“ ist eine virtuelle „Hip Hop nation“ entstanden. Doch haben die lokalen Szenen unterschiedliche Dialekte, Slangs und Codes. Dem internationalen Publikum – und auch den MCs selbst – bleiben die Inhalte der Songtexte aus anderen Ländern deshalb oft unverständlich. Hier setzt Translating Hip Hop an.

Seit einem Jahr arbeiten internationale MCs in dem Projekt Translating Hip Hop zusammen. In Kooperation mit dem Goethe-Institut fanden in Manila, Nairobi, Beirut und Bogotá Workshops mit Rapperinnen und Rappern statt, die aus diesen Städten und Deutschland zusammenkamen. Im direkten Austausch untereinander haben sie ausgewählte Songtexte ihrer Kollegen in die eigene Sprache übersetzt – Tagalog, Sheng, Arabisch, Spanisch, Englisch und Deutsch.

Die MCs entschieden selbst, wie nah sie sich am Inhalt der Vorlage orientieren oder aber ihre eigenen Perspektiven, Erfahrungen und Interpretationen einbringen. So entstand eine Vielzahl neuer Versionen der ausgewählten Songs und gleichzeitig ein nachhaltiges Netzwerk, das für die Musiker über das Festival hinaus als Plattform fungiert. Schon jetzt haben sich zwei eigenständige Projekte daraus gebildet.

Die Performances, Lectures, Talks und Filme bringen internationale Künstler, Aktivisten und Hip Hop-Experten zum Thema Übersetzung und Hip Hop zusammen. Zur Eröffnung etwa sprechen die renommierte Hip Hop-Forscherin Tricia Rose (Africana Studies, Brown University, Providence, USA) und Joe Conzo (Hip Hop-Fotograf erster Stunde, New York, USA). Im Programmteil Babelfish Berlin etwa präsentiert sich die internationale Berliner Szene gemeinsam mit den MCs aus den Workshops in kurzen Talks und Live-Einlagen. In der Poetry-Beatbox werden Gedichte von Chirikure Chirikure durch den Beatbox-Virtuosen Mando aufgegriffen und bei Lost in Translation kommen die Workshop-MCs zusammen und berichten über ihre „Translating Hip Hop“-Erfahrungen. Weitere
Informationen zu diesem Programmteil unter den unten angegebenen Webseiten.

Das Filmprogramm Hip Hop Documentary stellt Hip Hop als internationale Kunstform vor: Filme aus der türkischen, kolumbianischen, marokkanischen und philippinischen Szene, sowie über Berliner Beatboxer, führen den Blick hinter die Kulissen dieser Sprachgebiete. Der Academic Workshop lädt Wissenschaftler ein, „Translating Hip Hop“ vor dem Hintergrund ihrer eigenen Arbeit zu bearbeiten und kommentieren. In den Kulturwissenschaften ist die Übersetzung seit einigen Jahren ein hochaktuelles Forschungsfeld. Insbesondere durch neue Impulse aus den postkolonialen Studien ist Übersetzung als kultureller Transfer bearbeitet worden.

Im Vorfeld des Festivals geben die internationalen und nationalen MCs des Projekts vom 7. bis 9. November Workshops in drei Berliner Schulen, in denen sie über ihre Erfahrung sprechen, ihre Texte erklären und Hintergründe erläutern: am Leonardo-da-Vinci-Gymnasium (Neukölln), der John F. Kennedy School (Zehlendorf) und der Schule an der Windmühle (Neukölln).

Performances, Lectures, Talks, Workshops, Filme: Eintritt frei
Konzerte: 10 €/8 €

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AfricAvenir ist Medienpartner von Translating Hip Hop.

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