Berlin-Premiere: "Nothing but the Truth" von John Kani

Nothing but the Truth

Am Donnerstag, 19 August 2010 um 20 Uhr lädt AfricAvenir zur Berlin-Premiere des vielfach preisgekrönten Spielfilms "Nothing but the Truth" (OenglU) von Südafrikas Theater und Film-Ikone John Kani. Basierend auf dem gleichnamigen erfolgreichen Theaterstück beleuchtet der Film einen wichtigen, oft vernachlässigten gesellschaftlichen Konflikt der Apartheid-Ära und gegenwärtigen Realität in Südafrika: Die Thematik der unterschiedlichen gesellschaftlichen Anerkennung der Freiheitskämpfer, die entweder ins Exil gingen, um gegen das Unrechtsregime zu kämpfen oder in Südafrika blieben. Kani hinterfragt mit Nothing But the Truth nicht nur den Mythos der Freiheitskämpfer, er macht auch den Weg für eine Versöhnung frei.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit dem Filmemacher und Gründer von jozi.tv Thabo Thindi statt. Jozi.tv ist ein Online Rundfunk Netzwerk, das afrikanische Inhalte in Europa entwickelt, produziert und dokumentiert, um diese in einem TV Magazin Format zu präsentieren.

Synopsis
Nothing but the Truth erzählt die Geschichte von Sipho, der sein Leben im Schatten seines kürzlich im Exil verstorbenen Bruders, des berühmten Freiheitskämpfers Themba, verbracht hat. Obwohl Sipho jahrzehntelang in einer Bibliothek gearbeitet hat und immer loyal zum ANC stand, wird er nach dem Ende der Apartheid nicht befördert, sein Bruder jedoch wird als Held gefeiert. Während Sipho auf die Überreste des Bruders wartet und die Beerdigung plant, kommen traumatische Geheimnisse aus der Vergangenheit wieder ans Licht.

“A deeply felt portrait that delicately weaves the extraordinary and the ordinary in its characters' lives.” New York Times

“This gripping story is a forthright indictment on the Truth and Reconciliation process in post-Apartheid South Africa, yet also serves as a poignant memoir of a fractured family trying to come to terms with the past and present.” African Film Library



Regisseur
John Kani wurde 1943 in Südafrika geboren. Er gilt als einer der Pioniere des südafrikanischen Theaters und als einer der wichtigsten Filmschauspieler des Landes. 1975 erhielt er einen Tony Award in New York für Sizwe Banzi Is Dead und The Island. 1982 wurde er, weil er im Stück Miss Julie in Kapstadt eine Weiße Frau auf der Bühne geküsst hatte, mit 11 Messerstichen ins Krankenhaus eingeliefert. Nothing but the Truth, die Verfilmung des gleichnamigen erfolgreichen Theaterstücks, das seinem ermordeten jüngeren Bruder gewidmet ist, ist sein Debüt als Filmregisseur.

Preise

  • 2009: Fespaco – Silberner Hengst & Ousmane Sembène Friedenspreis
  • 2009: Milan International Film Festival – Bester Afrikanischer film & Katholischer Friedenspreis
  • 2009: Zimbabwe International Film Festival (ZIFF) – Bester Film, Bester Hauptdarsteller
  • 2009: Yaoundé Film Festival - Bester Film


Nothing but the Truth
R: John Kani, Südafrika, 2008, 118 min., OmEngl.U

Donnerstag, den 19. August 2010, 20 Uhr
Ort: Hackesche Höfe Kino, Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin

Kartenreservierung und Filmauskunft: (030)283 46 03
S Hackescher Markt, U Rosenthaler Platz
Eintritt: 7,50€, Ermäßigungen über Berlinpass, Gildepass und Heavy User Card (Weitere Informationen: http://www.hoefekino.de/preise-und-rabatte)


Dieser Film wird in Kooperation mit dem Hackesche Höfe Kino und der Botschaft der Republik Südafrika in Berlin gezeigt. Gefördert durch InWent, aus Mitteln des BMZ.

© Copyright AfricAvenir 2013 | RSS  Sitemap  Kontakt  Impressum | Français  English