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Interaktive Wanderausstellung schlägt ein neues Kapitel der deutschen Geschichte auf - „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ feiert Premiere in Berlin

Am Dienstag, den 1. September 2009 um 19 Uhr laden wir ein zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ mit dem Historiker, Schriftsteller und Gründer von AfricAvenir, Prof. Kum’a Ndumbe III. aus Kamerun. Musikalische Begleitung: Abdourahmane Diop & Griot Music Company. Ort: UFERHALLEN (achtung Ortswechsel!!) Uferstraße 8 - 11, 13357 Berlin-Wedding, U Pankstraße/ S Humboldthain.

In Europa begann der Zweite Weltkrieg vor 70 Jahren, am 1. September 1939. In Afrika herrschte bereits seit 1935 ein internationaler Krieg um Äthiopien – mit Soldaten aus 17 Ländern dreier Kontinente – , ebenso hatte der japanische Angriff auf China schon 1937 begonnen. Bis 1945 riskierten Millionen Soldaten aus der sog. Dritten Welt ihr Leben, um die Welt vom europäischen Faschismus und japanischen Größenwahn zu befreien. Zu ihnen gehörten Asiaten, Afrikaner, Lateinamerikaner und Pazifikinsulaner – Männer und Frauen, die freiwillig oder zwangsrekrutiert für die kriegführenden Kolonialmächte Militär- und Arbeitsdienste leisteten. Weite Teile der Dritten Welt – von der lateinamerikanischen Küste über Afrika, den Nahen Osten bis nach Indien, Südostasien und Ozeanien – dienten als Schlachtfelder. Nach Kriegsende blieben sie verwüstet zurück. Bei der Befreiung der von Japan besetzten philippinischen Hauptstadt Manila starben mehr Zivilisten als in Berlin oder Dresden. Allein in China gab es mehr Tote als in Deutschland, Japan und Italien zusammen, - Fakten, die in der Geschichtsschreibung bislang kaum Erwähnung finden.

Anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsbeginns in Europa präsentieren AfricAvenir International e.V. und Recherche International e.V. die bisher umfangreichste Ausstellung zum Thema „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ (Dauer: 1. – 20. September, UFERHALLEN achtung Ortswechsel!! Uferstraße 8 - 11, 13357 Berlin-Wedding, U Pankstraße/ S Humboldthain). Ein umfassendes Begleitprogramm mit Vorträgen, Filmen, Lesungen und der Deutschlandpremiere des Hip Hop Musicals „Die vergessenen Befreier – À nos morts“ öffnet den Blick für die globale Dimension des Zweiten Weltkriegs und lädt das Publikum zu einer kritischen Reflektion der Geschichte und Geschichtsschreibung ein.

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