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Vortrag: Alice Cherki über die Bedeutung des Zweiten Weltkriegs für die antikolonialen und antirassistischen Schriften Frantz Fanons

alice cherki

Am Freitag, den 11. September 2009 um 18.30 Uhr lädt AfricAvenir zum Vortrag mit Alice Cherki in die UFERHALLEN (achtung Ortswechsel!!) Uferstraße 8 - 11, 13357 Berlin-Wedding, U Pankstraße/ S Humboldthain. Alice Cherki ist  Psychanalytikerin, Publizistin und Mitstreiterin Frantz Fanons im Unabhängigkeitskampf in Algerien und wird über die Bedeutung des Zweiten Weltkriegs für die antikolonialen und antirassistischen Schriften Frantz Fanons vortragen.

1925 in Martinique geboren, studierte Fanon Philosophie und Medizin in Lyon und meldete sich im Zweiten Weltkrieg im Alter von 17 Jahren freiwillig, um gegen Nazideutschland zu kämpfen.

Wie Cherki beschreibt, hat der Antisemitismus der Nazis und der Rassismus mit dem die Kolonialsoldaten in den französischen Streitkräften konfrontiert waren, seine spätere Analyse des Rassismus entscheidend geprägt. Fanon hat Befreiungskämpfer in der Dritten Welt und Intellektuelle in den Industrieländern gleichermaßen fasziniert und beeinflusst mit seiner ungeschminkten Analyse des europäischen Kolonialismus und Rassismus.

Fanon und Cherki arbeiteten eng zusammen im Befreiungskampf gegen die französische Kolonialmacht in Algerien und Tunesien. 2000 publizierte Cherki eine Biographie über den Theoretiker des antikolonialen Befreiungskampfes, die ein Jahr später unter dem Titel „Frantz Fanon – Ein Porträt“ auch in deutscher Übersetzung erschien.

Alice Cherki ist  Psychanalytikerin, Publizistin und Mitstreiterin Frantz Fanons im Unabhängigkeitskampf in Algerien. Heute lebt die in Algerien geborene Fanon Biographin in Paris. 

Als Kind litt Cherki unter den antisemitischen Gesetzen des französischen Vichy-Regimes. So wurde sie beispielsweise ihres Kindergartens verwiesen, da sie Jüdin war. Ihre Beschreibung dieses Erlebnis wird an einer Hörstation der Ausstellung im Originalton präsentiert.

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