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Dialogforum mit Nnimmo Bassey (Friends of the Earth) über „Green Economy on the move - Wie kann Afrika von der `Energiewende` profitieren?“, MO, 03. Dezember 2012, 19.00 Uhr, GLS Sprachenzentrum

Im Rahmen des Projekts „Paradoxien der Nachhaltigkeit - Wie sozialgerecht sind 'grüne' Technologien wirklich?“ lädt AfricAvenir am Montag, 03. Dezember 2012 um 19.00 Uhr, zum Dialogforum mit dem nigerianischen Umweltaktivisten und Preisträger des alternativen Nobelpreises Nnimmo Bassey zum Thema „Green Economy on the move - Wie kann Afrika von der `Energiewende` profitieren?“.
Natürliche Ressourcen an sich sind ein Segen, der sich schnell in einen Fluch wandeln kann. Afrika ist noch immer und in wieder verstärktem Maße in erster Linie Rohstofflieferant für den Globalen Norden. Ändert sich diese neo-koloniale Ausbeutung durch die „Energiewende“? Sind erneuerbare Energien per se die Lösung für Umweltprobleme, Energiekrise und Klimawandel in Afrika und weltweit? 

Diese Fragen diskutiert der Träger des Alternativen Nobelpreises Nnimmo Bassey und präsentiert Lösungen aus afrikanischer Perspektive: Bieten die sogenannte „Green Economy“, Agrotreibstoffe und Instrumente wie REDD+ („Reducing Emissions from Deforestation and Forests Degradation“) wirkliche Alternativen? Was kann Afrika tun um einen erneuten neo-kolonialen Wettlauf um seine Ressourcen für die sogenannten 'grünen' Technologien zu verhindern und was passiert bereits? Welche Konsequenzen lassen sich aus der bisher als Raubbau an Natur und Mensch organisierten extraktiven Industrie und speziell dem Ölsektor ziehen und welche Rahmenbedingen benötigen wir auf nationaler und internationaler Ebene, um eine weitere  Ausbeutung der Ressourcen des afrikanischen Kontinents unter dem Vorwand der „Energiewende“ zu verhindern?

Nnimmo Bassey ist Aktivist und Poet, Vorsitzender von Friends of the Earth International (FOEI) zwischen 2008 und 2012 und Geschäftsführer von Environmental Rights Action (ERA) / Friends of the Earth, Nigeria. FOEI widmet sich Umweltfragen und sozialen Belangen und stellt das aktuelle Modell der an Unternehmensinteressen orientierten Globalisierung in Frage. FOEI hat es sich zur Aufgabe gemacht, zum Aufbau einer nachhaltigen und sozial gerechten Gesellschaft beizutragen. Bassey ist einer der vom 'Time Magazine' ausgezeichneten „Helden der Umwelt“ 2009. 2010 wurde ihm als Vize-Preisträger der 'Right Livelihood Award' (Alternativer Nobelpreis) verliehen. Die Jury ehrte hiermit seinen jahrelangen Einsatz für die Umweltbewegung in Nigeria und weltweit sowie seine Arbeit, die die ökologischen und menschlichen Kosten der Ölforderung aufzeigt. 

Im November 2012 erhielt er den Rafto Prize für Menschenrechte für seinen Einsatz gegen die Machenschaften multinationaler Unternehmen und Umweltschäden die sie ohne Rücksicht auf die Rechte der lokalen Bevölkerung verursachen. Nnimmo Bassey gehört zu den führenden AktivistInnen für Umweltschutz und Menschenrechte in Afrika. 

Publikationen

Bücher 

2012: To Cook A Continent: Destructive Extraction and Climate Change in Africa, Pambazuka Press
2009: Knee Deep in Crude, ed., Environmental Rights Action
2004: Genetically Modified Organism: the African Challenge, Environmental Rights Action
1997: Oilwatching in South America, Kraft Books

Poesie 

2011: I Will Not Dance To Your Beat, Kraft Books
2002: We Thought It Was Oil But It Was Blood, Kraft Books
1998: Intercepted, Kraftgriots
1994: Poems on the Run, Kraft Books
1992: Patriots and Cockroaches, Kraft Books


Das Dialogforum findet in Kooperation mit dem Otto-Suhr-Institut (OSI), der Initiative Schwarze Deutsche (ISD), Afrotak/Cybernomads, Adefra und jozi.tv statt und wird in Englisch gehalten. 

Das Projekt "Paradoxien der Nachhaltigkeit" findet statt mit der finanziellen Unterstützung des BMZ und der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ).


Montag, 3.Dezember 2012, 19 Uhr
Eintritt : Spende

GLS Sprachenzentrum

Kastanienallee 82
10435 Berlin
U2 Eberswalder Str.
U8 Rosenthaler Platz
M1 Schwedter Str.

Kooperation: Vortrag von Nnimmo Bassey im Rahmen der Ringvorlesung "Afrika: radikal neu denken?" des OSI-Club: "Thinking the environmental crisis in a radically new way - an African Perspective"4. Dezember 2012, 18 Uhr, Henry-Ford-Bau (Horsaal C), Garystr. 35, U 3 Thielplatz; |+| weiter lesen

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