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Filmvorführung von “Africa Paradis“ in Anwesenheit des beninischen Regisseurs und Schauspielers Sylvestre Amoussou, (OmEnglU), SO, 25. November 2012, 17 Uhr

africa paradis

Am Sonntag, den 25. November 2012 um 17 Uhr lädt AfricAvenir zur Filmvorführung des Spielfilms „Africa Paradis“ des beninischen Regisseurs Sylvestre Amoussou ins Hackesche Höfe Kino ein. In seinem ersten Langfilm dreht Schauspieler und Regisseur Amoussou den Spieß um und beleuchtet die Flüchtlingssituation zwischen Afrika und Europa aus einer anderen Perspektive: Ein französisches Pärchen versucht angesichts der in Frankreich herrschenden Perspektivlosigkeit illegal in die wohlhabenden „Vereinigten Staaten von Afrika“ einzuwandern und erlebt hierbei die harte Realität des Alltags als illegalisierte Flüchtlinge. 

„Ironie anwenden, ein nicht unterdrückbares Lachen hervorrufen, um das Ausmaß der Tragödie besser zu fühlen – das ist es, was der Film mit Hilfe dieser Umkehrung der Verhältnisse erreichen möchte (…) Die Parodie erlaubt einerseits die implizite Stigmatisierung einer bedrohlichen Situation und andererseits (...) einen therapeutischen, heilenden Prozess.“ Mériam Azizi, Africiné

Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Publikumsgespräch mit dem Regisseur Sylvestre Amoussou statt, gefolgt von einem kleinen Empfang im Kino-Foyer.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) statt.

Synopsis 
Der Film spielt in einer Zeit, in der der afrikanische Kontinent wohlhabend geworden ist, während Europa unter wirtschaftlichen und politischen Krisen, Armut und Unterentwicklung leidet. Olivier, Informatiker und Pauline, Lehrerin leben in Frankreich und finden aufgrund der schlechten Wirtschaftslage keine Arbeit. Die Situation scheint für das Pärchen aussichtslos – Hoffnung auf ein besseres Leben gibt es nur im prosperierenden Afrika. So beschließen sie, ihr Glück in den « Vereinigten Staaten von Afrika » zu versuchen. Da sie kein Visum bekommen, müssen sie mit Hilfe eines Schleppers auf illegalem Wege über die Grenze gelangen. In Afrika angekommen, werden sie jedoch von der Grenzpolizei aufgegriffen und in Abschiebehaft genommen. Olivier gelingt die Flucht und nach einem harten Leben in der Illegalität nimmt er die Identität eines getöteten Weißen an. Pauline hat inzwischen die Arbeit als Bedienstete in einem reichen afrikanischen Haushalt angenommen.



Presse
„Man wird unwillkürlich fortgerissen von der Energie und der Aufrichtigkeit einer Geschichte, die sowohl mit den Techniken eines Thrillers arbeitet als auch mit humorvollen Pointen.“ Olivier Barlet, Africultures 
    
„Es ist erlaubt zu träumen, doch es ist erstaunlich, dass, genau wie im 2006 erschienenen Roman Aux Etats-Unis d'Afrique von Abdourahman Waberi, es die Realisierung des alten panafrikanischen Traumes einer wirtschaftlichen und politischen Einheit ist, welche die Umkehr der Reichtumsverteilung hervorbringt.“ Olivier Barlet, Africultures 
  
„Auf die zyklische Bewegung der Menschheitsgeschichte vertrauend ist klar, dass der Glaube an Veränderung legitim ist.“ Mériam Azizi, Africiné

„Regisseur und Hauptdarsteller Sylvestre Amoussou kreiert in "Africa Paradis" ein Szenario, das in den Zuschauern Entsetzen und Unsicherheit hervorruft. Er bedient sich dabei jedoch keiner phantasievollen Horrorgeschichten, sondern greift lediglich auf Tatsachen und das Vokabular unserer Zeit zurück.“ film.at

Der Regisseur 
Sylvestre Amoussou wurde in Benin geboren und lebt seit mehr als 20 Jahren in Frankreich. Er arbeitete als Schauspieler und Komödiant, entschied sich jedoch, angesichts des Mangels an interessanten Rollen für Schwarze Menschen in Frankreich Regisseur zu werden. Nach mehreren Kurzfilmen hat er mit « Africa Paradis » seinen ersten Landspielfilm gedreht.

Filmographie :
1997: Les Scorpionnes (Kurzfilm)
1999: Achille (Serie mit drei Episoden)
2001: Africa Paradis – Der Kurzfilm
2003: L’Argent Sale
2010 : Un Pas En Avant (long métrage 35mm)

Africa Paradis (Original Französisch mit englischen Untertiteln)
Spielfilm, Benin 2006, 86 Min. 
Regisseur : Sylvestre Amoussou
mit Stéphane Roux, Charlotte Vermeil, Eriq Ebouaney, Sylvestre Amoussou,  Emil Abossolo M'Bo

Sonntag, 25. November 2012
17 Uhr
Eintritt: 7,50€

Ermäßigung über Berlinpass, Gildepass, Heavy User Card, Filmreihe-Pass (Weitere Informationen: www.hoefekino.de/preise-und-rabatte)

Karten und Auskunft
030 283 46 03

Hackesche Höfe Kino
Rosenthaler Str. 40/41
10178 Berlin
S Hackescher Markt
U Weinmeisterstraße

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BLZ 66 09 08 00
Kto 00 16 72 13 03

Weitere Informationen
www.africavenir.org 

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