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Podiumsdiskussion: "Erneuerbare Energien - Neue Erfolgsaussichten oder Konfliktrisiken?", Mo , 22. April 2013, 18.00 - 20.00 Uhr, BICC Gebäude, Pfarrer-Byns-Str.1, 53121 Bonn

Im Rahmen des Projektes „Paradoxien der Nachhaltigkeit" veranstalten am Montag, den 22. April 2013 das Bonn International Center for Conversion (BICC), in Kooperation mit AfricAvenir International e.V. und dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE), eine Podiumsdiskussion zum Thema „Erneuerbare Energien - Neue Erfolgsaussichten oder Konfliktrisiken?". 

Die deutsche Energiewende und die Förderung von Erneuerbaren Energien in Europa erfordern die Erschließung zusätzlicher Rohstoffe. So ist beispielsweise die Herstellung von Solaranlagen auf Kupfer, Bauxit, Zink Lithium, Seltene Erden und andere Rohstoffe angewiesen. Diese werden zunehmend außerhalb von Europa in Asien, Afrika und Lateinamerika gewonnen. Die Produktion von Biotreibstoff erfordert enorme Landinvestitionen, um Holz und Getreide anzupflanzen. Eines der betroffenen sogenannten „Entwicklungsländer" ist Liberia, aus dem Vattenfall im Jahr 2011 allein 100.000 Tonnen an liberianischem Holz für die Strom- und Wärmeproduktion exportiert hat. 2012 stellte der Konzern seinen Export aus rein ökonomischen Gründen komplett ein.

In dieser Podiumsdiskussion sollen die Konsequenzen der europäischen Energiewende für den afrikanischen Kontinent diskutiert werden. Wer ist in den afrikanischen Ländern genau betroffen von der hohen Nachfrage an Rohstoffen, die für die Herstellung von erneuerbaren Energien benötigt werden? Was sind die weitreichenden sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen? Gibt die Energiewende Anlass für neue Konflikte in den produzierenden Gebieten? Wer muss hierfür die Verantwortung tragen?

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen des Projektes „Paradoxien der Nachhaltigkeit - Wie sozial gerecht sind grüne Technologien wirklich?" statt, initiiert  von AfricAvenir International e.V.. 2012 wurden bereits zahlreiche afrikanische Expert_innen nach Deutschland eingeladen, um die Auswirkungen der deutschen Energiewende auf ihren Kontinent zu diskutieren. Basierend auf dieser Expertise formulierte AfricAvenir Handlungsempfehlungen an Entscheidungsträger_innen in Politik und Wirtschaft. Die drei Diskussionsteilnehmer werden diese Empfehlungen, wie Europas Energiewende fair für Afrika gestaltet werden kann, kommentieren.

Silas Kpanan’Ayoung Siakor

Der liberianische Aktivist für soziale Gerechtigkeit und Umwelt und Gewinner des Goldman Environmental Prize for outstanding environmental achievements in Africa (2006), wird den Fall der Abholzung in Liberia für die Produktion „grüner Energien" in Deutschland diskutieren.

Michael Brüntrup (DIE)

Herr Brüntrup wird die „sozio-ökonomischen Auswirkungen von großflächigem Grunderwerb für Biokraftstoffe" in Afrika präsentieren, sowie  Herausforderungen und (Un)Möglichkeiten für eine lokale, nationale und internationale Lösung

Marie Müller (BICC) 

Frau Müller wird ein umfassendes Bild über „das Ausmaß der Konflikte rund um die Bodenschätze für erneuerbare Energien" vermitteln. Welche Art von Konflikten sind kennzeichnend für eine Ausbeutung von Bodenschätzen?

Es wird um Anmeldung bis zum 18. April 2013 gebeten:

Kontakt:

Susanne Heinke, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BICC, 
0228/911 96 44, 
pr@bicc.de 

Weitere Informationen

http://www.bicc.de/fileadmin/Dateien/pdf/events/2013/Invitation_Roundtable-Renewables_220413.pdf  

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bonn International Center for Conversion (BICC) und dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) statt.

Das Projekt "Paradoxien der Nachhaltigkeit" findet statt mit der finanziellen Unterstützung des BMZ und der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ). 

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