Feierlicher Appel von Prince Kum’a Ndumbe III. zur Bewahrung und Festigung unseres Erbes

Vor zahlreichen Medien richtete Prince Kum'a Ndumbe III. einen Appell an die Mitbürger Afrikas, der Diaspora und an Menschen aller Kontinente, ein seit 45 Jahren konstituiertes, aber gefährdetes Erbe dringend zu retten. Die Notwendigkeit der totalen Befreiung Afrikas, die Festigung der Würde des Schwarzen Menschen und die Wahrnehmung des gemeinsamen Schicksals der Menschheit sind Grundzüge des von ihm konstituierten Erbe. 150 internationale Veröffentlichungen, eine Bibliothek, ein Verlag, eine Buchhandlung, ein Schriften- und Filmarchiv, ein Begegnungsort für kreativen Austausch, eine Stiftung mit internationalen Zweigen brauchen dringend engagierte Unterstützung.

Vielen Dank, dass Sie sich 30 Minuten Zeit nehmen, den Werdegang eines Lebens zur Kenntnis zu nehmen, zu verstehen und zu handeln

Ich bitte um eine Schweigeminute für zwei Journalisten, die bei unserem Bestreben, ein Erbe zu hinterlassen, uns immer beiseite gestanden sind:

Prince René Douala Manga Bell
Stéphane Tchakam

Liebe Mitbürger Afrikas und der Diaspora,
Meine lieben FreundInnen, liebe SympathisantInnen,

Folgendes schrieb ich am 1. November 1968 während meines 2. Studienjahres in Lyon in Frankreich in mein Tagebuch. Das ist lange her, nicht wahr? Aber bitte lesen Sie dies mit mir an diesem 21. August 2013, da Sie mich in Ihren Anrufen und E-Mails gefragt haben, wie die Schließung der Stiftung AfricAvenir International, die ich 1985 gegründet habe, zu verhindern sei. In meinem Studentenzimmer hatte ich also geschrieben:

„Heute ist mein Geburtstag. Ich werde heute 24 und frage mich, was ich über mein Leben denke bzw. was ich aus meinem Leben machen möchte… Wenn ich in mich gehe, kann ich meinem Leben bis zum heutigen Tag keinen anderen Sinn geben, als den, der zur totalen Befreiung des gesamten afrikanischen Volkes führt, zum Respekt vor der Würde des Schwarzen Menschen und in diesem Prozess zu einem persönlichen Beitrag zur Entwicklung der Menschheit… Da ich seit den ersten Jahren in der Grundschule, genau seit fast 13 Jahren dieser Überzeugung bin, erscheint mir dies eine gewisse Wichtigkeit in meinem Leben zu haben. Es ist jedoch ebenso wichtig, zu warten. Warten, bis ich dieses Ziel erreicht habe. Dann werde ich sagen: „Kum‘a Ndumbe III., du bist ein ernst zu nehmender Mann. Na, ich vertraue dir!“ Vorher nicht. Und ich frage mich, ob ich dieses Stadium jemals erreichen werde. Ich muss ja nicht bloß so weit kommen, ich muss dieses Stadium überschreiten, damit ich weitergehen kann. Wenn ich über die Befreiung Afrikas und des Schwarzen Menschen rede, meine ich dies in jeglicher Hinsicht, in Liebe, Kunst, Religion, usw.… Eine Sache ist also klar: mein Leben hat keinen anderen Sinn als die totale Befreiung Afrikas. Ich weiß nicht, ob ich meine Gefühle gut zum Ausdruck gebracht habe. Aber diese erste Formulierung wird sich immer weiter entwickeln, von Tag zu Tag, und wird ihre endgültige Form wohl erst nach meinem Tode finden…

Was ich von mir erwarte, ist meine Aufgabe zu erfüllen. Ich stehe zwischen Vergangenheit und Zukunft. Diese Verortung ist gegeben und unabhängig von meinem eigenen Willen. Es ist daher wichtig, meinen kleinen Beitrag in dieser Epoche zu leisten, denn morgen wird sie Geschichte sein. Da es hier konkrete Herausforderungen gibt, nämlich die der Vereinigung Afrikas (ich bin der Überzeugung, dass die totale Befreiung Afrikas ihre Vereinigung voraussetzt) sowie die von anderen „Rassen“ empfundene Verachtung gegenüber der meinigen, bietet mir diese konkrete Situation eine solide Arbeitsgrundlage. Dies ist also eine plausible Grundlage.“

Das habe ich vor 45 Jahren für mich selbst aufgeschrieben. 

Eine Frage hat mich mein ganzes Leben lang beschäftigt:

„Wie hat man es geschafft, AfrikanerInnen und Schwarze niederzuzwingen in ein Loch so dunkel und tief, dass sie selbst Anfang des 21. Jahrhunderts kaum zu verstehen vermögen, was ihnen zugestoßen ist, dass sie sich damit begnügen, in einem unaufhörlichen intellektuellen und spirituellen Genozid zu leben und sich damit abfinden, Prostituierte der anderen zu sein?“

Ich habe mein Leben der Suche nach Antworten auf die eben genannten Fragen gewidmet und habe Wege zu einem aufrechten Gang der AfrikanerInnen und Schwarzen im Prozess der „Moderne“ aufgezeigt. Dank Gottes Barmherzigkeit, der Großzügigkeit meiner Ahnen, Eltern und FreundInnen, kann ich heute ein Erbe präsentieren, das ich, weltoffener Sohn Afrikas, bis zu diesem Jahr 2013 habe erschaffen können:

I.    Der Gedanke und die Vision der Welt als Grundlage allen Erbes

1.    Bücher und Artikel


Meine Schriften von 1958 bis 1967 konnten noch nicht wiedergefunden werden, doch die Mehrheit der zwischen 1968 und 2013 verfassten Werke konnte bewahrt werden. Auch wenn ein Großteil immer noch darauf wartet, publiziert zu werden, existiert inzwischen eine Liste von 150 Publikationen, Büchern und Artikeln, die weltweit zugänglich sind. Meine wissenschaftlichen Schriften, ob sie gefallen, missfallen, bekämpft werden oder verboten sind, haben eine solide wissenschaftliche Grundlage.

Ich habe das mathematisch-naturwissenschaftliche Abitur am deutschen Kaiserin Maria Theresia- Gymnasium 1967 in München mit Auszeichnung bestanden, einen Bachelor im Juni und einen Master in Germanistik im September 1970 ebenfalls mit Auszeichnung an der Universität Lyon II erworben, sowie einen Doktortitel in Germanistik und einen Doktortitel in Geschichte am selben Tag im Januar 1975 von der Universität Lyon II mit Auszeichnung verliehen bekommen. Außerdem erlangte ich 1979 einen Universitätsabschluss in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften  an der Universität Lyon II sowie eine Habilitation in Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin 1989. Letztere „im ersten Durchgang und einer einstimmigen Entscheidung“ der Jury.

Weil ich die wissenschaftlichen Theorien, die über Hitler und Afrika existierten, widerlegte und über den Haufen warf, wurde mir 1974, auf Antrag von Professor Pierre Léon von der Sorbonne in Paris, als erster Afrikaner ein Sitz im Internationalen Komitee für die Geschichte des Zweiten Weltkrieges  angeboten, der damals unter dem Vorsitz von Henri Michel stand und neben zahlreichen ProfessorInnen von Universitäten aus der ganzen Welt auch sowjetische, amerikanische, kanadische, französische usw. Generäle zu seinen Mitglieder zählte. Damals war ich noch nicht einmal 30 Jahre alt. Ich brauche mir also keine wissenschaftlichen Belehrungen anzuhören von denjenigen, die heute, weil sie riesige Fonds verwalten, glauben, sie könnten den wissenschaftlichen Wert meiner Arbeit beurteilen und manchmal alles daran setzen, dass meine Schriften nicht in Umlauf gebracht werden. Ich hatte das Privileg, an der Universität Lyon II, der Katholischen Universität in Lyon, der Freien Universität zu Berlin und der Universität Yaoundé I zu lehren. Meine Studierenden werden eines Tages über diese Zeit Zeugnis ablegen.

Ich weiss, dass ich etwas Essentielles verstanden habe: Manch einer kann tolerieren, dass ein Afrikaner in Sport oder Musik als Meister anerkannt wird. Aber Stopp: nicht im intellektuellen Bereich. Ein afrikanischer Intellektueller wird hoch geschätzt, solange er akzeptiert, Schüler, um nicht zu sagen Sklave eines westlichen Meisters zu sein. Er wird großzügig finanziert, wenn er die von außen kommende Denkweise in seinem Kontext anwendet und wenn er vor Ort zum Polizeichef wird, damit die mentale Rekolonisierung des Afrikaners nachhaltig durch Bildung, politische Strukturen und private Spenden gewährleistet ist. Ich habe diese Rolle ganz bewusst abgelehnt. Ich bin ein Prinz, der sich nicht verkauft, der sein Volk nicht verrät und durch Denken neu gestaltet.

Wir haben genug von dieser Denkweise, die sich auf die Dominanz und die Ausbeutung anderer stützt, begleitet von beruhigenden Reden über Frieden, Demokratie und Chancengleichheit. Den anderen nehmen, was Gott ihnen gab, alles für sich anhäufen und die anderen zu bettelnden Sklaven selbst auf ihrem eigenen Grund und Boden machen, dieses Denksystem hat seit Beginn der Menschheit genügend Schaden angerichtet. Angesichts der fortschrittlichen Technologien, die uns im 21. Jahrhundert zur Verfügung stehen, diese Denkweise Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Religion leiten zu lassen, das ist, als würde man ganz bewusst eine Konfrontation eines noch nie dagewesenen Ausmaßes programmieren, welche die menschliche Existenz in unserer Galaxie zu zerstören vermag. Und doch werden heimlich Forschungsstätten finanziert, um diese apokalyptisch militärische Konfrontation vorzubereiten und in Gang zu setzten. Die, die daran arbeiten, sind davon überzeugt, dass sie die anderen ausrotten werden, dass sie die auserwählten Glücklichen sind, die überleben werden und ohne Konkurenz die Fülle des vorhandenen göttlichen Reichtums in der Milchstraße genießen werden. Ich erwidere: Hitler ist nicht der einzige, der sich irren konnte.  

Das 21. Jahrhundert braucht Vielfalt im Denken, eine kreative Öffnung, die zu einer neuen Denkweise führt, welche in der Lage ist, der Menschheit zu helfen, sich zu bewahren und ihre Umwelt, die sie in der Milchstraße umgibt, zu respektieren; wir brauchen eine Denkweise, die zulässt, dass die Errungenschaften eines jeden Volkes dort, wo es lebt, gestärkt werden, um sie frei mit anderen zu teilen und auszutauschen; eine Denkweise, die sich vor allem um die Lebensperspektiven für die 11 Milliarden Menschen sorgt, die wir bis 2100 sein werden; eine Denkweise, die sich zuerst um die Wahrung nachhaltigen Friedens für die gesammte Menschheit sorgt und nicht um temporären und prekären Frieden nur für einige.

|+| Publikationen von Prince Kum’a Ndumbe III 1971-2013

Ich habe auf Französisch, Deutsch, Duala und Englisch publiziert. Es sind Bücher oder Artikel über Geschichte, Politik, Internationale Beziehungen und Zusammenarbeit, Konflikte in Afrika, die Schwächung der afrikanischen Wirtschaften, den intellektuellen Genozid in afrikanischen Schulen und Universitäten, den spirituellen Genozid und die spirituelle Prostituierung der AfrikanerInnen und Schwarzen in Kirchen und Moscheen.

Neben wissenschaftlichen Publikationen hatte ich das Glück, mittels literarischer Schriften zu den Herzen sprechen zu können. Es existieren daher Theaterstücke, Romane, Gedichte und Erzählungen, die ich auf Duala, Französisch und Deutsch veröffentlicht habe.

Mit diesen Schriften glaube ich, zu einem Sockel der Ausgeglichenheit für die AfrikanerInnen und Schwarzen im 21. Jahrhundert  beigetragen zu haben. Ich glaube, einen bescheidenen Beitrag zu einer neuen fundamentalen Grundlage der Denkweise für das gemeinsame Schicksal der Menschheit geleistet zu haben.

2.    Audio-Dokumente und Videos

Einige Audio- und audiovisuelle Dokumente, wie Radio- und Fernsehinterviews, die meine Gedanken widerspiegeln oder von meinen Erfahrungen in Afrika, Europa oder Amerika berichten, konnten zusammengetragen werden. Momentan stehen etwa fünfzig davon online zur Verfügung. Diese Dokumente haben, mehr als meine Schriften, die Aufmerksamkeit der Jugend in Afrika und in anderen Ländern auf mein Werk gezogen.

|+| Link zu den Videos

II.    Einrichtung eines Raumes des freien Denkens und Schaffens: Die Stifung AfricAvenir International auf 2300 m² in Douala/Bonabéri 

Ich habe Europa trotz aller Vorteile eines sicheren Postens an der Universität Lyon II in Frankreich und der Perspektive einer verheißungsvollen Karriere im Jahr 1979 verlassen, um meinen bescheidenen Beitrag an der Universität Yaoundé zu leisten. Um in Kamerun zu bleiben, durfte ich vor allem weder meine Gehaltsabrechnung noch meine Arbeitsbedingungen mit denen in Frankreich vergleichen. Politischen und ethnischen Klientelismus ablehnen, dem wahnsinnigen Rennen nach verantwortungsvollen Posten mit riesigen, leicht unterschlagbaren Budgets den Rücken kehren, akzeptieren, nur das zum Überleben Notwendige zu haben und versuchen, einen Rahmen für einen fundamentalen Beitrag zu schaffen – dies war die Richtung, die ich mich einzuschlagen entschied.

1981 werde ich zum Präsidenten des Nationalen Verbandes der Kamerunischen Poeten und Schriftsteller (Association Nationale des Poètes et Ecrivains Camerounais, APEC) gewählt. Ich verstehe sehr schnell, dass man, um unabhängig von den Politikern und ihren Herren im Ausland sein zu können, für die Äußerung freier Gedanken in Afrika einen privaten Rahmen schaffen muss, der nichts mit jenen zu tun hat, die Afrika nur mehr als Sklave, Prostituierte und Selbstbedienungsladen für die wirtschaftliche, politische, kulturelle und spirituelle Ausbeutung wahrnehmen. Mit einem mageren kamerunischen Hochschullehrergehalt entscheide ich 1985, das „Zentrum des freien Schaffens und der Forschung AfricAvenir“ (Centre de créations et de recherche AfricAvenir) und den dazugehörigen Verlag „Editions AfricAvenir“ auf dem Grundstück meiner Familie in Douala/Bonabéri auf 2300 m² zu gründen. Das Gebäude wird 1989 fertiggestellt und das Ganze 1993 in eine Stiftung umgewandelt.

1- Die „Bibliothek Cheikh Anta Diop“ in Douala

Als Lehrkraft an der Universität Yaoundé stelle ich fest, dass die Universitätsbibliotheken in mehreren afrikanischen Ländern eine schwere Beleidigung des Jahrtausende alten wissenschaftlichen Erbes Afrikas sind. Sie gleichen eher Müllhalden des Westens, die sich oft mit gespendeten Büchern zufrieden geben, welche die westlichen Bibliotheken nicht einmal mehr verwenden und zu Gunsten neuerer Werke aus den Regalen räumen. In keiner einzigen wissenschaftlichen Disziplin findet ein kamerunischer oder afrikanischer Student in der Universitätsbibliothek Bücher, die ihn in das wissenschaftliche Erbe seiner Ahnen einweihen. Die Lehrkräfte und die Bücher lehren ihn vielmehr, dass seine Ahnen nichts erfunden haben, was für die Entwicklung und den Fortschritt der Menschheit von Wert gewesen wäre, dass der Westen der einzige Ausweg aus der Barbarei und der Unterentwicklung ist und der einzige Zugang zur Wissenschaft.

Nun besuche ich aber während meiner Reisen zu internationalen Kongressen häufig universitäre, regionale und städtische Bibliotheken, und es drängt sich der Eindruck auf, dass in allen Ländern und auf allen Kontinenten – außer in Afrika – die Bibliotheken dazu da sind, die Entwicklung des Denkens zu bezeugen und das wissenschaftliche und literarische Erbe des Landes und seiner Umgebung nachzuvollziehen, häufig sogar bis in die Zeit vor der Entstehung des jeweiligen Staates.

In der erdrückenden Mehrzahl der afrikanischen Bibliotheken fängt alles mit den Zeiten der dauerhaften Niederlage an, mit dem Triumph Europas und des Okzidents über die afrikanischen Länder und der Institutionalisierung des intellektuellen und spirituellen Genozids der afrikanischen Völker durch Europa.
Erst als die Afrikaner nach dem Ersten Weltkrieg, aber vor allem nach 1945 akzeptierten, ihre Gedanken nicht mehr in ihren eigenen Sprachen zu artikulieren, sondern mit Stolz und im Papageienstil in den Sprachen der europäischen Besatzer ihre Gedanken ausdrückten, fanden ihre Werke Zugang zu afrikanischen Bibliotheken. AfrikanerInnen lernen also von der Grundschule bis zur Universität, dass das Wissen ihnen nicht eigen ist, dass die Wissenschaft ebenso wie das Wohl nur von außen kommen kann. Ich, der Afrikaner, der wissenschaftliche Abschlüsse des Okzidents angesammelt hat, vom deutschen Abitur über zwei französische Doktortitel bis zur deutschen Habilitation, habe diese wissenschaftliche Barbarei, die dem afrikanischen Volk aufgezwungen wurde, nie verstanden. Nicht in der Lage, an der Universität etwas zu ändern, und in meinem Land politisch machtlos, entschied ich mich, eine kleine, repräsentative Bibliothek einzurichten, die es dem Nutzer erlauben würde, die wissenschaftlichen afrikanischen Wurzeln wiederzufinden.

So wurde die „Bibliothek Cheikh Anta Diop“ im Schoße der Stiftung AfricAvenir International in Douala geboren, um diesem großen senegalesischen Gelehrten, der die historischen und wissenschaftlichen Fakten in Afrika und dem Rest der Welt auf den Kopf stellte, die Ehre zu erweisen. Heute verfügt die „Bibliothek Cheikh Anta Diop“ über zwei Abteilungen. Die „Abteilung Forschung“ beherbergt über 7.000 Bücher, spezialisiert auf die Entwicklung Afrikas und die Begehrlichkeiten anderer auf dem afrikanischen Kontinent. Diese Bücher sind in afrikanischen Sprachen verfasst, ferner in Französisch, Englisch, Deutsch usw. Die „Abteilung Jugend“ mit mehr als 1.000 Büchern verfügt über illustrierte Sammlungen, in denen sich afrikanische Kinder und Jugendliche wiederfinden können, während sie gleichzeitig auch Bücher für ihre Altersgruppe aus westlichen Bibliotheken entdecken können. Es ist ein Vergnügen zu sehen, wie die Kinder auf dem Heimweg von der Schule über die Jugendabteilung der „Bibliothek Cheikh Anta Diop“ herfallen, weil ihre Schulen und Gymnasien ihnen diese Art von Lektüre nicht bieten. Diesen Raum zum Leben erwecken, um ihn herum Veranstaltungen organisieren, ihn bewahren und fördern  –  dies ist ein essentieller Beitrag  für unser gemeinsames Erbe.

|+| Video über SchülerInnen in der Cheikh Anta Diop Bibliothek in Bonabéri

2. Das Verlagshaus „Editions AfricAvenir/Exchange & Dialogue“

Afrikaner sein, in im Westen autorisierten Netzwerken publizieren, durch diese Netzwerke in der Welt verbreitet werden und in Afrika nicht bekannt oder gelesen werden: Dies ist das Dilemma jedes afrikanischen Schriftstellers, der seinen Beitrag zur afrikanischen Renaissance und zum Werdegang der Menschheit leisten möchte. Als in den 1970er Jahren meine Bücher in einer Auflage von 3.000 Exemplaren in Paris verlegt wurden, brachte ich immer 100 Exemplare nach Kamerun, um sie in Buchhandlungen und bei Freunden zu verteilen. Diese Frage quälte mich bei jeder Veröffentlichung: Für wen schreibe ich denn? Für die EuropäerInnen oder für die AfrikanerInnen? Und wie kann es sein, dass ich als aufrechter Afrikaner, der durch seine Schriften einen Beitrag für die totale Befreiung Afrikas leistet, an die Tür eines Europäers klopfen muss, um das Wort zu ergreifen und meine Botschaft, die ihm nicht gefallen wird, übermitteln zu dürfen? Ich verstand, dass ich selbst in der kolonialen Falle gefangen war.

Im September 1979 nach Kamerun zurückgekehrt, widme ich mich nun dem Publizieren vor Ort. Die Zensur der Bücher ist jedoch massiv. Jedes Manuskript muss zuerst dem Innenministerium vorgelegt werden. Als Präsident der Schriftsteller Kameruns widersetze ich mich dieser Maßnahme öffentlich. 1983 formuliere ich einen „Appell an die schöpferische Intelligenzija Kameruns“, und 1985 eröffne ich mit Freunden das Verlagshaus Editions AfricAvenir. Wir weigern uns, auch nur ein einziges Manuskript an die Zensur zu senden. Im gleichen Jahr veröffentliche ich so mein erstes Buch in Kamerun: „Afrika stellt sich der Herausforderung – Projekt für eine moderne gemeinschaftliche Verteilung“. Die Auflage von 5.000 Stück ist nach weniger als einem Jahr vergriffen. Wäre dieses Buch von einem französischen Verleger überhaupt akzeptiert worden? Ein starkes Signal.

Die politischen Umwälzungen der neunziger Jahre stoppen die Verlagsarbeit vorerst bis 2002. Immer wieder habe ich mir diese Frage gestellt: Wer, wenn nicht Alioune Diouf, der Senegalese, das Verlagshaus und die Buchhandlung „Présence Africaine“ in Paris gründete, hätte das Werk Cheikh Anta Diops verlegt und verbreitet? Hätten wir diesen berühmten multidisziplinären Gelehrten je kennengelernt, da die Europäer von seinen Forschungsergebnissen nichts wissen wollten?

Der Verlag „Editions AfricAvenir/Exchange and Dialogue“ hat seinen Sitz in Douala, mit Antennen in Berlin und Wien sowie einen Vertrieb in Paris und bald in den USA. Unser Anspruch ist es, all jenen  –  ob Afrikaner oder nicht  –, die verstanden haben, dass Afrika im Aufbruch ist, eine Stimme zu geben. Und die Botschaft muss auch und vor allem in afrikanischen Sprachen publiziert werden, mit schönen, illustrierten Büchern in Duala, Ewondo, Kikongo, Fulfulde, Haussa usw. für unsere Kinder.

|+| Liste von 125 veröffentlichten Autoren (pdf)
 
3- Der afrikanische Schöpfergeist, afrikanische Buchhandlung und Kunsthandwerk

Als ich 1981 zum Präsidenten des Verbandes der Kamerunischen Poeten und Schriftsteller gewählt wurde, ging ich mit einer Delegation unseres Vorstandes in die Buchhandlungen von Yaoundé, der Hauptstadt, um zu sehen, wie kamerunische und afrikanische AutorInnen dort repräsentiert waren. In der renommiertesten Buchhandlung der Hauptstadt sagte uns die Dame, die uns empfing: „Hier vertreiben wir keine afrikanischen AutorInnen.“ In anderen Buchhandlungen bedeutete man uns: „Gehen sie ganz nach hinten, im letzten Regal unten werden sie einige afrikanische AutorInnen finden.“ Heute öffnen die  Buchhandlungen in Douala, Yaoundé, Bafoussam und Garoua im August, September und Oktober, um Schulbücher zu verkaufen, die meistens aus Europa importiert sind. Später verwandeln sie sich in regelrechte Schreibwarengeschäfte oder verkaufen tatsächlich Trödel – auf westlichen Gehsteigen eingesammelten Abfall, der den informellen Sektor der afrikanischen Länder überflutet.

Als der Bau des AfricAvenir-Gebäudes 1987 beendet war, und die Aktivitäten ab 1989 laufen konnten, wurde ein großer Teil der Buchhandlung gewidmet, mit einem Bereich der internationalen Presse. Es wurde eine kurze Erfahrung, da durch die politischen Machtverhältnisse in Kamerun radikale Lager entstanden waren, die gnadenlos auf Hexenjagd gingen. Wir haben 1992 schließen müssen.

2011 haben wir einen Raum wiedereröffnet: „Le Génie africain“ (Der afrikanische Schöpfergeist). Unser Anspruch war es, der Öffentlichkeit der wirtschaftlichen Hauptstadt Geistesströmungen von AutorInnen aus Afrika, der afrikanischen Diaspora und von nicht-afrikanischer Herkunft, so sie einen fundamentalen Beitrag leisten, nahezubringen. Nach dem Schulbeginn läuft die Buchhandlung weiter, und die KünstlerInnen und Kunsthandwerker präsentieren ihre Werke. Diese sehr neue Erfahrung im Schoße der Stiftung AfricAvenir International muss sich erst noch beweisen, um eines Tages Teil des Erbes zu werden.

4. Bildung und Unterhaltung durch den afrikanischen Film: ein didaktisches Erbe festigen

Als ich deutsche Studenten am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin Politikwissenschaften lehrte, fing ich an, afrikanische Filme zu zeigen, um sie dabei zu unterstützen, sich in ihren theoretischen Studien afrikanischen Realitäten anzunähern. Der Effekt war so überwältigend, dass die Studenten selbst anfingen, afrikanische Filme in der Stadt zu zeigen; sie ersuchten mich nur noch um die feierliche Eröffnung. Seit dem Jahr 2000 gehen diese Filmreihen dank der Berliner Sektion AfricAvenir International, die von meinen ehemaligen StudentInnen geleitet wird, ebenso weiter wie in Windhoek, wo sich einer meiner deutschen Ex-Studenten niedergelassen hat.

In Kamerun hat AfricAvenir International den afrikanischen Film in Schulen, Dörfer und Universitäten gebracht. Jede einzelne Filmvorführung war ein denkwürdiger Erfolg. Der Hauptsitz der Stiftung AfricAvenir International in Douala hat mittlerweile eine Sammlung von über 120 afrikanischen Filmen sowie Zugang zu weiteren gut 800 Filmen des „New York  African Film Festival“. Der afrikanische Film als pädagogisches und didaktisches Medium für die afrikanische Bevölkerung, Schulen und Universitäten sollte im Unterricht wie auch im außerschulischen Bereich fest verankert werden.

5. Die Verbreitung eines Gedankenguts und einer Vision der Welt durch die neuen Medien: die Entstehung der Webseiten www.africavenir.org und www.exchange-dialogue.com
 
Eines Tages im Jahr 2000 sprechen mich nach dem Seminar am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft in Berlin einige StudentInnen an : „Professor, Sie sagen uns Dinge, von denen wir seit dem Kindergarten noch nie in unserem Leben gehört haben, und wenn wir in die Universitätsbibliothek gehen, können wir die Bücher afrikanischer AutorInnen, die Sie uns empfehlen, nicht finden. Man findet dort nur deutsche, europäische oder amerikanische AutorInnen, die über Afrika schreiben. Denken Sie nicht, dass es besser wäre, eine Internetseite einzurichten, um Ihre Ideen zu verbreiten und um es StudentInnen anderer Universitäten zu ermöglichen, diese schwer auffindbaren Schriften zu lesen? Ich gebe also zwei Semester lang ein Seminar über „Konzeption und Erstellung einer Webseite über die Renaissance Afrikas“. Die theoretischen Grundlagen sind gelegt, die deutschen StudentInnen kaufen sich Bücher über die Erstellung einer Internetseite und schicken mir eines Tages eine E-Mail: „Die Seite AfricAvenir ist im Netz. Tippen Sie www.africavenir.org. Wenn Sie uns für all diese Arbeit bezahlen müssten, wären Sie längst ruiniert!“

Es sind diese ehemaligen deutschen StudentInnen, die mittlerweile wichtige Posten in verschiedenen Institutionen innehaben und bis zum Jahr 2013 ehrenamtlich diese Webseite betreiben sowie die Berliner Sektion von AfricAvenir International leiten. Und wenn ich mich darüber wundere, antworten Sie mir: „Ihre Arbeit gilt nicht nur dem Erwachen Afrikas, sondern dem gemeinsamen Schicksal der Menschheit. Wir sind ebenfalls tief betroffen." Aber das ehrenamtliche Engagement hat seine Grenzen, die Arbeit ist überwältigend, es bedarf einer regelrechten Datenbank, um das Vermächtnis zu sichern und zu erweitern.

Die zweite Seite www.exchange-dialogue.com sucht noch nach einer professionellen Betreuung, um die Werke der vom Verlag AfricAvenir/Exchange & Dialogue publizierten AutorInnen online zu präsentieren. Sie hat noch ein gutes Stück Weg vor sich, um ihre Werke durch die neuen Medien und die Bezahlung per Mausklick überall auf der Welt zugänglich zu machen.

6. Ein Ort der Begegnung und des Dialogs

Seit 1993 bietet ein Saal mit 150 Plätzen Platz für Begegnungen, Konferenzen, Seminare, Ausstellungen, Filmvorführungen, Konzerte, Theaterstücke und öffentliche AutorInnenlesungen. Es ist der bekannteste und am besten besuchte Ort der Stiftung AfricAvenir International in Douala/Bonabéri. Er beherbergt seit vier Jahren den Jugendbereich der Bibliothek Cheikh Anta Diop. Jugendliche haben auf diese Weise die Möglichkeit, mit Persönlichkeiten aus der Zivilgesellschaft und den königlichen Herrschaftsstrukturen in Kontakt zu kommen, die sie sonst nur aus dem Radio oder dem Fernsehen kennen. Prince René Douala Manga Bell unterhielt sich zu seinen Lebzeiten gerne mit den jungen Leuten, die zum Lesen in den Saal kamen oder sich Wettbewerben in ihren jeweiligen Nationalsprachen stellten.

II.    Erweiterung und Verbreitung der Grundphilosophie von AfricAvenir durch die internationalen Sektionen

Bevor ich Berlin im Jahr 2003 verlassen habe, hatten meine ehemaligen StudentInnen sowie SympathisantInnen beschlossen, in der Stadt eine Sektion der Stiftung AfricAvenir International zu gründen, um die Arbeit fortzuführen, die wir bisher nur an der Freien Universität Berlin betrieben hatten.

Filmvorführungen, Konferenzen, KünstlerInnenperformances und Ausstellungen afrikanischer Kunstwerke werden regelmäßig von dieser dynamischen Sektion in Berlin organisiert.

In Windhuk, Namibia, wo sich einer meiner ehemaligen Studenten der Freien Universität Berlin niedergelassen hat, wurde ebenfalls eine Sektion der Stiftung AfricAvenir International auf die Beine gestellt. Hier wurde große Arbeit geleistet, um eine Datenbank des namibischen Films zu erstellen. Des Weiteren erntete die Sektion weltweit viel Respekt für ihre Filmvorführungen und die Mitorganisation und Bekanntmachung von afrikanischen Filmfestivals wie zum Beispiel in Ägypten.

Die Arbeit über afrikanische Denkperspektiven in den Wiener Schulen in Österreich hat es weit gebracht. Schulpartnerschaften zwischen Österreich und Kamerun wurden von der österreichischen Sektion AfricAvenir International gefördert. Die Inszenierung eines meiner deutschen Theaterstücke, « Das Fest der Liebe », hat die Mauern des Gymnasiums Marchettigasse in Wien gesprengt und wurde dank der Unterstützung des Österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur und der Österreichischen UNESCO Kommission in einem Theater der österreichischen Hauptstadt und in der Touristenstadt Bad Ischl aufgeführt. Dasselbe Bundesministerium hat sogar ein Seminar organisiert, das LehrerInnen und ProfessorInnen dazu einlud, die elf Werke zu entdecken, die ich, ein Afrikaner, geschrieben habe. Auch der Verlag AfricAvenir/Exchange & Dialogue wird hauptsächlich von Wien aus koordiniert.

Die Arbeit unserer internationalen Sektionen ist auf der Webseite der Stiftung gut dokumentiert.

III.    Die internationale Anerkennung unseres Vermächtnisses

Unsere Arbeit hat auf internationaler Ebene  die Aufmerksamkeit einiger Institutionen und Personen auf sich gezogen.

  • Im Mai 2007 hat AfricAvenir International die Auszeichnung als „Beste kamerunische Webseite“ in der Kategorie Zivilgesellschaft von der Stiftung Ngallé verliehen bekommen.
  • Im Dezember 2008 wurde in Cotonou, Benin, die „Afrikanische Trophäe der Staatsbürgerschaft – Kategorie Kunst und Kultur“ an Prince Kum'a Ndumbe III. verliehen.
  • Im Jahr 2008 hat die UNESCO AfricAvenir International in Berlin mit der Toussaint Louverture-Medaille für ihre Arbeit an der Ausstellung « 200 Years Later... », die den afrikanischen und Schwarzen Widerstand gegen Sklaverei und Sklavenhandel thematisiert, ausgezeichnet.
  • Das Parlament der frankophonen Gemeinde Belgiens hat der Berliner Sektion von AfricAvenir im September 2009 den „Condorcet-Aron Preis für Demokratie – Kategorie der besten nicht-belgischen Realisierung“ verliehen.
  • Im April 2013 wurde Prince Kum'a Ndumbe III. in den Tempel der Berühmtheiten in Atlanta, USA, aufgenommen und hat außerdem den Preis „Gelehrter 2013 im Bereich Kulturerbe“ erhalten, der von der A. D. King-Stiftung und den African Diaspora World Tourism Awards vergeben wird.

Soll nun der Sitz der Stiftung AfricAvenir International in Douala wirklich schließen?

In diesem August 2013 habe ich versucht, den Weg zu skizzieren, auf dem ich ein wissenschaftliches und literarisches Vermächtnis geschaffen und in Kamerun mit meinen eigenen bescheidenen Mitteln eine Stiftung gegründet habe. Dies war möglich, jedoch häufig mit dem Risiko verbunden, sein Leben zu verlieren, und zum Nachteil meiner Kinder, die sich oft damit abfinden mussten, in Not zu leben. Aber das Ergebnis ist da, greifbar, nutzbar.

  • 150 wissenschaftliche und literarische Publikationen in vier Sprachen
  • Eine Forschungsbibliothek mit einer Jugend-, einer Archiv- und einer Filmsektion
  • Eine Buchhandlung inkl. Verkauf von traditionellem Kunsthandwerk
  • Ein Verlag
  • Ein Präsentationsraum für Kunst, Film und Theater
  • Eine internationale Stiftung

Dies ist das durch meinen Willen und meine bescheidenen und von Gott zur Verfügung gestellten Mittel erschaffene Erbe.

Ich habe einen Erweiterungsplan für die nächsten sieben Jahre erstellt, 2013-2020, mit dem Ziel, ein fünfstöckiges Gebäude zu bauen, das der Vision eines wiedererwachenden Afrikas gewidmet sein soll. Aber es gilt zunächst, die Errungenschaften zu sichern und den BenutzerInnen auf professionelle Weise zugänglich zu machen. Was soll man all den Kindern sagen, die zum Lesen in die Bibliothek kommen und einfach nur etwas trinken möchten, wenn manchmal das Wasser, der Strom oder das Internet abgeschnitten werden, weil die Rechnungen nicht bezahlt werden konnten? Und was soll man den Angestellten sagen, die auf ihre mageren Gehälter warten, die nur mit großer Mühe und Verspätung ausgezahlt werden können? Sagt mir nicht mehr, dass ich die Stiftung AfricAvenir International in Douala/Bonabéri nicht schließen soll, wenn ihr mich mit der ganzen Last und Verantwortung alleine lasst.

Ich kann nicht mehr die monatlichen 1500 Euro stiften, ich habe die Mittel nicht mehr, und meine zahlreichen Gänge zu den Behörden im Laufe der Jahre haben zu nichts geführt. Ich habe wie in einer Wüste geschrien, mehr als 28 Jahre lang. Doch einer Sache bin ich mir sicher: Afrika wird die Herausforderungen meistern, mit seinen 2,4 Milliarden Menschen, die hier schon in 37 Jahren, 2050, laut den Vorhersagen der Vereinten Nationen im Juni 2013, leben werden. Afrika wird die Herausforderungen zu meistern wissen, dank seiner großzügigen Ressourcen, mit denen der Schöpfer den Kontinent ausgestattet hat und die die AfrikanerInnen heldenhaft zu verteidigen wissen werden. Im Jahr 2100 werden die AfrikanerInnen 4,2 Millionen sein, auf einem Planeten von dann insgesamt 10,9 Milliarden BewohnerInnen. Und auch die neuen Bomben, die jedes Menschenleben vernichten, aber die Hochhäuser und Infrastruktur intakt lassen, werden diese Bevölkerung nicht in die Knie zwingen können. Zum Nachdenken. Für jeden.

Ich kann vor meinem Volk und der Welt sagen, dass ich es versucht habe. Auf dass BürgerInnen guten Willens sich des Vermächtnisses annehmen, wenn sie es für wichtig erachten, und damit die, die über finanzielle Mittel verfügen und entscheiden, nicht eines Tages sagen können, sie hätten von nichts gewusst. Sie sind in der Lage zu handeln, und die Geschichte wird ihre Taten bewerten.

Ich habe das Meine getan, und ich bin Gott dankbar. Möge dieser Appell gehört werden, Herzen berühren und zu konstruktivem Handeln führen.

Ich habe gesprochen!

Der Prinz der Bele Bele

Prince Kum’a Ndumbe III.
Universitätsprofessor, Emeritus
Douala-Bonabéri, den 21. August 2013

|+| Handlungsempfehlungen für ein würdiges und aufrechtes Afrika: Schritte zur Sicherung, Festigung und Förderung der Errungenschaften des Hauptsitzes der Fondation AfricAvenir International in Douala/Kamerun

Aus dem Französischen von: Clara Schumann, Usha Ziegelmayer, Mona Niemeyer und Dorothea Kulla. Lektorat: Eric Van Grasdorff & Inge Mautner.

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