AfricAvenir präsentiert: 20 Jahre Demokratie in Südafrika - Konzerte, Filme, Gespräche, 28.-31.8.2014, Haus der Kulturen der Welt

In diesem Jahr begeht die Republik Südafrika den 20. Jahrestag der ersten demokratischen Wahlen. Das Ende der Apartheid bot Millionen von vormals Entrechteten einen neuen Lebenshorizont. Mit einer kritischen und vielstimmigen Bestandsaufnahme der Entwicklungen seit 1994 feiern das Haus der Kulturen der Welt und die Botschaft der Republik Südafrika dieses Jubiläum. Eröffnet wird das viertägige Programm am Donnerstag, dem 28.8. nach einer Begrüßungsrede des Bundesministers des Auswärtigen Dr. Frank-Walter Steinmeier mit einer Keynote des Publizisten und Kulturwissenschaftlers Njabulo S Ndebele, gefolgt vom musikalischen Highlight des Abends: einem Konzert der Jazzlegende Hugh Masekela, dessen Song "Bring Him Back Home" 1987 zur Hymne der Befreiung Nelson Mandelas wurde. Konzerttickets und mehr

In einem Symposium zu den Zumutungen und Versprechen der Demokratie am Freitag, dem 29.8. treffen Protagonisten der Anti-Apartheid-Bewegung wie der Jurist Dumisa Buhle Ntsebeza und die Lyrikerin Antjie Krog auf Vertreter der neuen Generation Südafrikas wie den Filmemacher Khalo Matabane und die Fotografin und Aktivistin für LGBT-Rechte Zanele Muholi. In Diskussionsrunden mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Recht, Bildung und Kultur ergründen die Teilnehmer Erfolge im Übergang zur Demokratie sowie die Herausforderungen, denen sich das Land heute stellen muss: Wunden der Vergangenheit, anhaltende Ungleichheit und gesellschaftliche Intoleranz. Als "Testfall Demokratie" bietet die Auseinandersetzung mit Südafrika auch Einblicke in die Versprechen und Zumutungen, die demokratische Gesellschaften weltweit zu meistern haben. Anmeldung zum Symposium

Ein Programm von Dokumentar- und Spielfilmen greift an allen vier Tagen hochaktuelle Themen der südafrikanischen Gesellschaft auf: So hinterfragt Khalo Matabanes Nelson Mandela: The Myth & Me (SA/D, 2013) den Mythos um Mandela und seine Versöhnungspolitik. Jihan El-Tahri verfolgt in Behind the Rainbow (SA/F/EG, 2008) den Wandel des ANC von einer Befreiungsorganisation zur Regierungspartei. Pia Marais' Thriller Layla Fourie (SA/D/F/NL, 2013) reflektiert den herrschenden Sicherheitswahn der aktuellen Gesellschaft Südafrikas und Rehad Desai untersucht in Miners Shot Down (SA, 2014), wie es zum "Massaker von Marikana" im August 2012 kommen konnte - einem Tiefpunkt der jungen südafrikanischen Demokratie. Das HKW zeigt die Filme von Matabane, El-Tahri, Marais und Desai jeweils in Anwesenheit der Regisseurinnen und Filmemacher. Thabo Thindis Videoausstellung Exile Faces, in der in der ehem. BRD und v.a. in der DDR exilierte Anti-Apartheid Kämpfer/innen, die bis heute in Deutschland leben ihre Sicht auf das neue Südafrika geben, eine Auswahl weiterer Filme und eine Vorführung für Schulklassen mit Stefanie Schlüter und Thabo Thindi ergänzen das Programm. Zum kompletten Filmprogramm

Shangaan Electro, die Electro-Dance-Kreation des extravaganten Produzenten Nozinja, und der dazugehörige Highspeed-Tanz mit Pantsula-Einflüssen erobern das Internet, Clubs und Musikkanäle weltweit. Am Samstag, dem 30.8. bringt er sie ins HKW. Konzerttickets und mehr

Eintritt: Keynote, Lesung, Symposium und Videoausstellung Eintritt frei; Hugh Masekela inkl. Film 18€/15€; Nozinja (Shangaan Electro) 8€/5€; Filme jeweils 6€/4€

Mit: Carole Bloch, Rehad Desai, Jihan El-Tahri, Pumla Gqola, Antjie Krog, Ben Khumalo-Seegelken, Pia Marais, Xolela Mangcu, Hugh Masekela, Khalo Matabane, Birgit Morgenrath, Zanele Muholi, Njabulo S Ndebele, Nozinja (Shangaan Electro), Dumisa Buhle Ntsebeza, Bernd Pickert, Mzukisi Qobo, Jule Reimer, Storm Janse van Rensburg, Stefanie Schlüter, Thabo Thindi, Barbara Wahlster u.a.

In Kooperation mit der Botschaft der Republik Südafrika.
Mit besonderer Unterstützung des Auswärtigen Amtes.

Unterstützt von der Südliches Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft - SAFRI, South African Airways, Brand South Africa und Babylonstoren.

Präsentiert von AfricAvenir und Funkhaus Europa.

Credit: Foto © News Ltd/Newsix; Design: NODE Berlin Oslo

© Copyright AfricAvenir 2014