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Berlin-Premiere: „Por Aqui Tudo Bem“ (Alles ist gut, 2011, OmdtU) in Anwesenheit der Regisseurin Pocas Pascoal, Sonntag, 19. Januar 2014 um 17:30 Uhr, Hackesche Höfe Kino

In Anwesenheit der Regisseurin Pocas Pascoal lädt AfricAvenir International e.V. zur Berlin Premiere des mehrfach preisgekrönten angolanisch-portugiesische Flüchtlingsdrama „Por aqui Tudo Bem" (Alles ist gut, 2011, OdtU) am Sonntag, 19. Januar 2014 um 17:30 Uhr ins Hackesche Höfe Kino. Um dem Bürgerkrieg in Angola zu entkommen, fliehen die 16-jährige Alda und ihre 17-jährige Schwester Maria im Spätsommer 1980 in die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Mittellos und sich selbst überlassen, warten die Schwestern verzweifelt auf ihre Mutter, die ihnen nach Europa folgen will. Sie suchen Hilfe bei angolanischen Landsleuten, aber die sind eher mit dem eigenen Überleben beschäftigt. Die Schwestern müssen mühsam lernen, sich alleine in einer fremden Welt zu Recht zu finden. In ihrem viel gelobten Debüt verarbeitet Pascoal ihre persönliche Flucht- und Exilerfahrung und erzählt gleichzeitig die Geschichte einer ganzen Generation von angolanischen Flüchtlingen.

Im Anschluss an die Filmvorführung finden ein Publikumsgespräch mit Regisseurin Pocas Pascoal sowie ein kleiner Empfang im Kino-Foyer statt.

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ, Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, Rosa-Luxemburg-Stiftung und in Kooperation mit Africiné, Allacine, SEV Magazin, dem Club der Freunde von RFI, Berlin Poche, |+| rendez-vous-cine.de, Exberliner, multicult.fm, Art Labour Archives, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), Cinema Negro, Berlinda, Humboldt Universität, Zentrum Moderner Orient und Planète Métis.



Stimmen zum Film
„Die Regisseurin schafft es, ihre eigene persönliche Exilerfahrung in einem tief bewegenden Drama zu verarbeiten, dessen filmische Kraft besonders für einen Debütfilm beeindruckt.“ Jury Begründung, Los Angeles Film Festival

„(…) diese Perle des angolanischen Films hat mich an ein anderes berührendes und spätes Debüt erinnert: „Les Silences du Palais“ der Tunesierin Moufida Tlati von 1994. Zumindest aufgrund der Zartheit des Femininen und wegen der spürbaren Vertrautheit in der Arbeit der Regisseurin mit ihren Schauspielerinnen.“ Leonardo De Franceschi, 22. Festival del Cinema Africano, d’Asia e America Latina

„Der Film schafft es analytisch und präzise, die prekäre Situation darzustellen, ein Fremder ohne Sicherheitsnetz zu sein, und z.B. nie zu wissen, ob es gefährlich ist, mit Personen, die man auf der Strasse trifft, zu sprechen.“ Oscar Moralde, Slant Magazine

 „Ein subtiles, nuanciertes Drama. ‚Alles wird gut‘ spiegelt die drohende Gefahr des angolanischen Bürgerkrieges für diese Familie anhand einer Telefonzelle. Hier warten die Schwestern auf Neuigkeiten von ihrer Mutter. Das Telefon verkörpert einen unbehaglichen Unterschlupf; eine Manifestation dessen, was Portugal bedeutet und was Portugal fehlt, um für sie zum neuen Zuhause zu werden.“ Nijla Mumin, Indiewire

„Vor allem präsentiert Pascoal Alda und Maria beharrlich als Menschen und nicht als Symbole, egal wie politisch geladen ihr Milieu auch ist. Der klarsichtige Realismus des Filmes lässt uns mit den Schwestern als psychologisch ausdifferenzierte Charaktere mitfühlen(...)“ Oscar Moralde, Slant Magazine

„Eine der großen Stärken dieses Films, ist seine Fähigkeit, die Zuschauer/innen so eng in die Beziehung dieser zwei Frauen einzubinden, dass man sich teilweise wie die dritte Schwester fühlt. Die Schauspielerinnen verkörpern diese Beziehung mit einer intimer schwesterlicher Art Nähe und Verbundenheit, welche uns durch die sich langsam aufbauenden und eindringlichen Szenen der Erzählung trägt.“ Nijla Mumin, Indiewire

„Mit einem kleinen Budget produziert‚ erzählt ‚Alles ist gut‘  eine Geschichte von Unglück, Rassismus und der Kraft des Überlebens.“ Boyd van Hoeij, Cineeuropa.org

„Besonders angesichts der weltweit stattfindenden Debatten über Einwanderung, Exil und Asyl erhält dieser Film eine besondere Brisanz und Wichtigkeit (…) Als ich das Kino verließ, konnte ich nicht aufhören, an die beiden Schwestern und ihre tiefe Verbundenheit zu denken. Und letztendlich sollten alle Diskussionen über Exil und Einwanderung hierum zentriert sein; um die Menschen und ihre Schicksale.“ Nijla Mumin, Indiewire


Regisseurin Pocas Pascoal über ihren Film:
„Por aqui tudo bem“ beginnt für die Flüchtlinge, die das Kriegsland Angola verlassen mussten und nach Lissabon kamen wie ein Freiheitstraum. In Wahrheit wurden Sie jedoch ihrer Wurzeln entrissen, was eine Jugend hervorbrachte, die ihre Identität verloren hat.“ Pocas Pascoal

Über die Regisseurin
Die 1963 in Angola geborene Pocas Pascoal hat am Conservatoire Libre du Cinéma Français studiert und nahm 2002 an der internationalen Kunstausstellung „Cité Internationale des Arts“ teil. 2003 drehte sie den Dokumentarfilm „Il y a toujours quelqu’un qui t’aime” (Es gibt immer jemanden, der dich liebt), der auf zahlreichen Festivals lief und den Preis der Société Civile des Auteurs Multimedia gewann. „Por aqui tudo bem“ ist ihr erster Spielfilm, der auf ihrer eigenen Fluchterfahrung aus Angola beruht.

Preise

  • Best Narrative Feature - Los Angeles FF
  • TAP Award for Best Portuguese Fiction Feature Film - IndieLisboa
  • Best Actress - Carthage FF
  • FESPACO: European Union Award

Berlin Premiere
R: Pocas Pascoal, Portugal 2011, 94 min, Portugiesisch mit dt. UT
Mit Cheila Lima, Ciomara Morais, Vera Cruz, Willion Brandão


Sonntag, 19. Januar 2014
17:30 Uhr
Eintritt: 7,50 €
Ermäßigung: Berlinpass, Gildepass, Heavy User Card,
5er & 10er Karte zu zweit nutzbar, Filmreihe-Pass

Tickets und Informationen

030/ 283 4603

Hackesche Höfe Kino
Rosenthalerstr. 40/41
10187 Berlin
S Hackescher Markt
U Weinmeisterstraße

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BLZ 66 09 08 00
Kto 00 16 72 13 03

Weitere Informationen:
www.africavenir.org

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