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Deutschlandpremiere: „L’Autre en Moi/The Other in Me“ (OenglU) in Anwesenheit der Regisseurin Fatou Kandé Senghor, Sonntag, 2. Februar 2014, 17:30 Uhr, Hackesche Höfe Kino

In Anwesenheit der senegalesischen Regisseurin Fatou Kandé Senghor lädt AfricAvenir am Sonntag, den 2. Februar 2014 um 17:30 Uhr zur Deutschlandpremiere der Doku-Fiktion „L’Autre en Moi“ (The Other in Me, OengU) ins Hackesche Höfe Kino ein. Der Film zeigt die gemeinsame Reise eines amerikanisch-senegalesischen Zwillingspaars, das jahrzehntelang in unterschiedlichen Kontexten lebte, zu verschiedenen Orten der Erinnerung, auf der auch immer wieder Fragen der Familienzugehörigkeit und der eigenen Geschichte in den Vordergrund rücken. Die behutsam eingefangenen Gespräche der Zwillinge, Nachfahren des ersten senegalesischen Präsidenten Léopold Sédar Senghors, werden auf intelligente Art und Weise mit Konzepten der Négritude der 1930er Jahre in Verbindung gebracht. Fatou Kandé Senghor versucht nicht eine Antwort auf die Frage der Identität zu finden, vielmehr stößt sie die Diskussion um den Begriff selbst an.

Im Anschluss an die Filmvorführung finden ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin Fatou Kandé Senghor sowie ein kleiner Empfang im Kino-Foyer.

Mit finanzieller Unterstützung des BMZ, von Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, der Humboldt Universität und der Rosa-Luxemburg-Stiftung und in Kooperation mit Goethe-Institut Dakar, Waru Studio (Senegal), Sunugaal, Africiné, SEV Magazin, dem Club der Freunde von RFI, Berlin Poche, |+| rendez-vous-cine.de, Exberliner, multicult.fm, Art Labour Archives, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), Zentrum Moderner Orient und Planète Métis.

Synopsis
Der doku-fiktive Film „L’autre en moi/The Other in Me“ ist die Geschichte von den Zwillingsbrüdern Léopold und Etienne, die beide im Senegal geboren sind, in der Folge jedoch sehr unterschiedliche Lebenswege einschlugen. Der eine kehrte bereits mit zwanzig Jahren aus den USA in den Senegal zurück, der andere lebt bis heute in den Vereinigten Staaten. Letzterer macht sich nun auf die Reise, um mit seinem Zwillingsbruder seine senegalesische Familie sowie verschiedene Schauplätze ihrer gemeinsamen Vergangenheit und die eigene Geschichte kennen zu lernen. Ihr einflussreicher Großvater Léopold Sédar Senghor, erster Präsident des unabhängigen Senegals, Poet und Verfechter der Négritude, nimmt bei ihrer Suche nach den eigenen Wurzeln eine maßgebliche Rolle ein. Der Film lebt von den vertraulichen Einblicken in die Gespräche der Zwillinge, ihrer persönlichen Suche nach einem Zuhause, dem Platz in der Gesellschaft und der dabei immer wieder kehrenden Frage und Diskussion um Identität.

Fatou Kandé Senghor über ihren Film:
„Der Film erfüllt seinen Zweck, er hat mir ermöglicht, auf eine andere Art über Migration zu sprechen: es geht nicht um Transportmittel, sondern um die Ziellinie. Die Leute gehen fort, weil es notwendig ist. Nachdem sie einmal dort sind, mehrere Kinder haben, ist es schwierig, zu einem angebrachten Rhythmus zurück zu kehren. Es gibt viele Faktoren im Leben unserer Eltern, die man nicht verurteilen kann. L’Autre en Moi be- und verurteilt sie nicht, sondern erzählt ein Stück reales Leben, damit die Menschen verstehen, dass man sich im Leben manches nicht aussucht, wenn man jedoch aufmerksam ist, kann man unliebsamen Zufällen vorbeugen.“

Regisseurin: Fatou Kandé Senghor
Fatou Kandé Senghor, 1971 geboren, lebt in Thiès/Senegal und ist Filmemacherin, Fotografin, Autorin, Feministin und kulturelle Aktivistin. Mit ihren künstlerischen Projekten im Bereich Film und Fotografie war sie unter anderem in folgenden Kontexten eingeladen, ihre Arbeiten zu präsentieren: Fotografie-Biennale in Bamako (2003), Biennale Dak’Art in Dakar (2004, 2006, 2008, 2010, 2012), Talent Campus der Berlinale in Berlin (2007, 2008) sowie Ausstellung „Snap Judgments: a Vision of African Contemporary Photography“ (2006) in New York. 2013 war sie Jurymitglied beim FESPACO für den Prix UEMOA.

2001 gründete sie das Waru Studio in Dakar, ein Laboratorium für die unabhängige kritische Filmproduktion sowie Ort für Künstlerresidenzen und Austausch unter KünstlerInnen. Momentan unterrichtet sie unter anderem Regie im Bereich Film- und Videoproduktion. Ihre neueste Publikation „Walabok“ zur senegalesischen Hip-Hop-Szene erscheint im Januar 2014 im Senegal.

Filmographie

  • 2000 : Tara the path of the World
  • 2003 : Dona Ana Maria Cabral
  • 2007 : Diola Tigi
  • 2008 – 2012: The Return of the Elephant
  • 2012 : L’Autre en Moi
  • 2013 : Malibala

Deutschlandpremiere
L’Autre en Moi
Fatou Kandé Senghor, Dokumentarfilm, Senegal/USA, 2012, 59 Min.
Original Französisch/Wolof/Englisch mit Englischen Untertiteln
Eine Produktion des Waru Studios


Sonntag, 2. Februar 2014
17:30 Uhr
Eintritt: 7,50 €

Tickets und Informationen

030/ 283 4603

Hackesche Höfe Kino
Rosenthalerstr. 40/41
10187 Berlin
S Hackescher Markt
U Weinmeisterstraße

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BLZ 66 09 08 00
Kto 00 16 72 13 03

Weitere Informationen:
www.africavenir.org

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