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Buch

Ken Bugul: Die Nacht des Baobab

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Preis: 12.95 EUR

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Aus einem senegalesischen Dorf kommt Ken Bugul nach Europa. Sie beginnt an der Universität, und sie endet in den Bars. Sensibel und schonungslos schildert sie, was es bedeutet, unter Weißen schwarz und schön zu sein.

Seit Urzeiten lag ihr Dorf im schützenden Schatten des Baobab, des Affenbrotbaumes. Auf der Suche nach einer Zukunft, nach Wissen und Bildung zieht Ken in die Stadt und erhält ein Stipendium für ein Studium in Europa. Dort ist sie den Blicken auf der Straße, dem ständigen Wechselbad von Ablehnung und Anmache ausgesetzt.

Bald wird sie zum Maskottchen einer Künstlerschickeria. Verzweifelt und verloren sucht sie dennoch die Anerkennung, wo sie am leichtesten zu finden ist: in den Nachtclubs und in den Bars. Hier wird sie schließlich zur Philosophin schwarzer und weiblicher Kultur. Sie rechnet mit sich und der Verlogenheit ihrer Umgebung ab.

Mariètou Mbaye Biléoma alias „Ken Bugul“ (die Unerwünschte) ist eine der herausragenden westafrikanischen Schriftstellerinnen der letzten Jahrzehnte. 1947 in die Kolonie Senegal hineingeboren, geht sie als erstes Mädchen ihrer Familie zur Schule, dann nach Europa zur Universität. Dort entdeckt sie neue Ideologien und Freiheitsideen, die moderne Kunst, Drogen, Alkohol, erlebt Einsamkeit und Verachtung und lernt Prostitution aus Mangel an Zuneigung kennen. 30-jährig kehrt sie als zerstörte Frau in den Senegal zurück. Von Familie und Gesellschaft als Verrückte zurückgewiesen, fängt sie an, ihren ersten Roman „Die Nacht des Baobab“ zu schreiben und trifft auf den Serigne (spiritueller Führer), der ihr zuhört und Mut macht. Sie wird seine 28. Ehefrau, was es ihr erlaubt, wieder von der traditionellen Gesellschaft respektiert zu werden. 1981 erscheint ihr erster Roman „Die Nacht des Baobab“ und wird ein weltweiter Erfolg. Seit mehr als 30 Jahren komponiert Ken Bugul mit ihren Romanen ein Bild ihres Lebens als Frau. Dabei verbinden sich ihre Liebesgeschichten immer mit den sozialen und politischen Beziehungen zwischen ihrem Kontinent und dem Westen, die sie messerscharf analysiert.

"Ohne Zweifel gehört ›Die Nacht des Baobab‹ zu den wichtigsten Dokumenten der frankophonen Literatur Westafrikas der achtziger Jahre, gehört Ken Bugul zu jenen senegalesischen Frauen, die in dieser Zeit auf den westafrikanischen Bestsellerlisten standen und mit ihrer Literatur wesentlich dazu beigetragen haben, Einblicke in die nachkoloniale westafrikanische Gesellschaft, das Familienleben, die Suche von Frauen nach Identität zu geben." Hans Groffebert, EPD Entwicklungspolitik, Frankfurt, 01.09.2003

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