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Film

Mahamat-Saleh Haroun: Der weinende Mann (Un homme qui crie)

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Preis: 19.95 EUR

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Adam, 55jähriger ehemaliger Schwimm-Meister des Tschads, arbeitet am Pool eines Luxushotels in D’Djamena, der Hauptstadt der zentralafrikanischen Republik. Ihm zur Seite steht sein Sohn Abdel. Als das Hotel die Besitzer wechselt, wird Adam quasi über Nacht seiner Position beraubt und muss fortan an der Schranke des Hotels arbeiten. Besonders schmerzhaft ist für Adam, dass nun sein Sohn seine Position innehat, ihm aber der Lebenstraum genommen wurde. Während dieser familiäre Konflikt sich langsam entwickelt, flechtet Regisseur Mahamat-Saleh Haroun nebenbei, oft im Hintergrund, zunächst kaum wahrnehmbare Hinweise auf den sich ausbreitenden Bürgerkrieg im Land ein. Mal sind es Militärposten, die Adam auf dem Weg zur Arbeit stoppen, mal eine Nachricht, die im Hintergrund im Radio zu hören ist. Bald aber wird der Bürgerkrieg unmittelbar das Schicksal der Protagonisten bestimmen. Auch Adam wird nur scheinbar freundlich darum gebeten, einen Beitrag zur Kriegskasse zu leisten. Geld hat er nicht und so trifft er die folgenschwere Entscheidung, die sein Schicksal fortan bestimmen wird: Er empfiehlt seinen Sohn zum Dienst an der Waffe, wohl wissend, dass dies wahrscheinlich dessen Tod bedeutet. Seine Position als Poolwärter hat Adam nun zwar wieder, nach und nach dämmert ihm aber, was er getan hat. Er macht sich auf den langen, mühsamen Weg an die Front, im verzweifelten Versuch, seinen Sohn zurückzubekommen, auch wenn es dafür zu spät erscheint.

Preise
Prix du Jury - Jurypreis Cannes 2010

Presse
"Drama der leisen Töne: "Un homme qui crie - Ein Mann, der schreit" ist beeindruckendes Kino aus dem von jahrzehntelangen Bürgerkriegen geschüttelten Tschad mitten im Herzen Afrikas - eine Innensicht auf einen Mann und sein Land." Ilse Henckel, Spiegel Online

"Die Qualitäten, die Mahamat-Saleh Haroun vorzuweisen hat, würden auch westlichen Regisseuren gut zu Gesicht stehen. Vor allem die Präzision, mit der er die Gefühlswelten Adams zeichnet, beeindruckt, nicht zuletzt dank des exzellenten Hauptdarstellers Youssouf Djaoro. In jedem Fall also ein sehenswerter Film (...)" Michael Meyns

"Sous le style calme et serein de ce film mijotent une douleur, une colère, une rage que l’on sent palpiter au fond des plans. Après les très beaux Abouna et Daratt, Un homme qui crie confirme que l’Afrique est dans le mouvement de l’histoire (contrairement à ce que suggérait un certain discours d’un certain bouffon de notre politique nationale), que les bons taux de croissance sont réels, mais ne profitent pas à l’ensemble des populations et qu’Haroun est un cinéaste important, par son talent d’abord, mais aussi en ce qu’il permet aux Africains (ici, les Tchadiens) de s’approprier leur histoire et leur image." Serge Kaganski, Les Inrocks

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