
1. BERLINER GLANZWERKE
Die 1. BERLINER GLANZWERKE von LISTROS finden vom 26.10.2010 bis zum 20.10.2011 in Berlin statt und bieten ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Die 1. BERLINER GLANZWERKE sollen zu einem mehrfachen Perspektivwechsel beitragen: das Klischee vom hoffnungslosen Krisenkontinent Afrika, für den Äthiopien stellvertretend steht, soll am Beispiel der Listros, die eigenverantwortlich und kreativ mit den Herausforderungen ihres Lebensalltags umgehen, aufgebrochen werden. Sie zeigen, wie Afrika aus seiner Opferrolle herausfindet.
Feierliche Eröffnung im Atrium von Daimler Financial Services am Potsdamer Platz
Bundespräsident Christian Wulff wird am 26. Oktober 2010 die Ausstellung „PERSPEKTIVWECHSEL“ besuchen und mit einer Rede eröffnen. Die Ausstellung in den Potsdamer Platz Arkaden informiert über das Leben äthiopischer Jungendlicher, die ihre Bildung mit dem Schuhputzen finanzieren. Der Berliner Verein LISTROS e.V., der zusammen mit Partnern in diesem Jahr die ersten „BERLINER GLANZWERKE“ organisiert, lädt die Besucher/innen der Ausstellung ein, diese Gelegenheit zu nutzen, um ihre Sicht auf Afrika zu hinterfragen. Neben dem LISTROS-Unterstützer und Marathonweltrekordhalter Haile Gebreselassie, werden über 30 afrikanische Botschafter/innen und zahlreiche geladene Gäste erwartet, die sich auf eine Begegnung mit dem neuen Bundespräsidenten freuen.
Einlass ins Atrium nur für Gäste mit persönlicher Einladung.
Perspektivwechsel - Die Kunstausstellung in den Arkaden am Potsdamer Platz
Schwerpunkt der Ausstellung ist eine Installation aus original-äthiopischen Schuhputzboxen. Sie demonstriert den Perspektivwechsel, auf den die BERLINER GLANZWERKE zielen.
In den Straßen Addis Abebas hat LISTROS Schuhputzer in Workshops versammelt, um ihre alten Boxen mit ihren schriftlich verfassten Träumen, Ideen und Botschaften an die Welt zu füllen.
Diese 3.500 Boxen haben wir gegen neue, stabilere und funktionstüchtigere getauscht und nach Berlin transportiert. Aus Addis Abeba in den Konsumtempel Potsdamer Platz Arkaden versetzt, verwandeln sie sich hier in Kunstwerke - symbolisch für einen Perspektivwechsel. Die Boxen, gefüllt mit den schriftlichen Botschaften der Listros, sollen die Ausstellungsbesucher an die schwierigen und mühevollen Arbeits- und Lebensbedingungen der Listros in Äthiopien wie überall in Afrika erinnern. Ohne ihre Schuhputzfunktion sind die original-äthiopischen Boxen meist altes, zusammengehämmertes Abfallholz. Aber mit Hilfe dieses Abfalls bringen die Listros ihr Leben zum Glänzen - sie vollbringen Glanzwerke. In diesem Sinn konsequent hat der Bildhauer Robert Weber einige Boxen vergoldet. Afrika ist nicht nur arm, sondern reich - reich an Leben.
Weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist eine Retrospektive ausgewählter Werke der über 120 renommierten Künstlerinnen und Künstler, die sich gemeinsam mit dem Verein für die Listros in Äthiopien engagieren. Seit 2003 haben u.a. McLovla, Lupe Godoy, Hans-Hendrik Grimmling, Peter Herrmann, Wolfgang Petrick, Hans Scheib, Reinhard Stangl und Robert Weber in bewegenden Arbeiten ihre Impressionen zur äthiopischen Lebenskultur und ihren ganz persönlichen Blick auf den Lebensalltag der Listros festgehalten.





