Ausstellung „Für eine bessere Welt!“ – eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Weltsozialforum 2011 in Dakar

Vom 23. Juni bis 14. Juli 2011 zeigt AfricAvenir International e.V. die Ausstellung „Für eine bessere Welt!“ in der Galerie Listros in Berlin. Zentraler Gegenstand ist dabei die Auseinandersetzung junger Afrikanischer Künstler mit Themen und Situationen des diesjährigen Weltsozialforums (WSF) in Dakar.

Das Weltsozialforum fand in der senegalesischen Hauptstadt Dakar 2011 nach Nairobi/ Kenia (2007) zum zweiten Mal auf afrikanischem Boden statt. Vom 6.-11. Februar 2011 kamen Vertreter/innen sozialer Bewegungen und zivilgesellschaftlicher Initiativen zusammen, um unter dem Motto „Eine andere Welt ist möglich“ vor allem über alternative Entwicklungswege und Süd-Süd-Kooperationen zu diskutieren als auch gesellschaftliche Transformationsprozesse zu kommentieren.

Die Ausstellung „Für eine bessere Welt!“ verschafft dem Publikum einen besonderen und vielschichtigen Einblick in die Themen und Debatten des diesjährigen Weltsozialforums (WSF). Vier junge Nachwuchskünstler/innen aus verschiedenen Kunsthochschulen in Dakar haben sich unter der Leitung von Dr. Youma Fall, Kuratorin der Dak’Art – Biennale für zeitgenössische afrikanische Kunst, zusammengefunden um sich mit ihren künstlerischen Mitteln mit dem Weltsozialforum (WSF) auseinander zu setzen. Sie erzählen mit Pinsel, Videokamera, Mikrophon und Fotoapparat Geschichten über und rund um das WSF, die ihre Perspektiven, Aspirationen und Hoffnungen widerspiegeln. In fünf Videoarbeiten, einem Comic und über dreißig Fotographien werden diskutierte Themen wie beispielsweise Migration und Auswanderung, das Zusammenspiel von Wissenschaft und Kunst als auch das Zusammentreffen unterschiedlichster Menschen, Meinungen und Erwartungen aufgegriffen und damit auch die Stimmung und Aktionen vor Ort eingefangen, verarbeitet und kommentiert.

Im Begleitprogramm der Ausstellung finden Vorträge, Workshops und Filmveranstaltungen statt.

Ausstellung „Für eine bessere Welt!“
24. Juni- 14.Juli 2011


Galerie Listros, Kurfüstenstraße 33, 10785 Berlin
U1, M48, M85 Kurfürstenstraße

Vernissage: Donnerstag, 23. Juni, 2011, 19.00 Uhr
In Anwesenheit von Dr. Youma Fall

Mohamed Mansaré, genannt Kamal

Mohamed Mansaré, genannt Kamal (Arabisch für konkret), wurde 1986 in Dakar geboren. Über seine Ausbildung als Apotheker hinaus hat Mohamed eine Leidenschaft für den Film entwickelt. Diese Leidenschaft führte den jungen Kamal dazu, sich an der Privathochschule für visuelle Künste TAGGAT einzuschreiben, wo er an einer Ausbildung im audiovisuellen Bereich mit Schwerpunkt Videoschnitt in 2009 – 2010 teilnahm.

Kamal ist Autor zahlreicher Dokumentationen und Reportagen. Besonders
erwähnenswert ist »Die Batikkunst«. Darüber hinaus hat er an der Produktion
mehrerer TV-Serien mitgewirkt. »Der Marsch« dokumentiert die  Auftaktkundgebung des Weltsozialforums in Dakar. In seiner zweiten Arbeit, ein
Dokumentarfilm mit dem Titel »Das Forum von Dakar: ein großer Moment künstlerischer und wissenschaftlicher Gemeinschaft«, trägt er die Highlights
des Forums zusammen.

Mohamed Mansaré wurde bei seiner Arbeit von Koumaré Sabaly und Diadji Seck unterstützt.

Adiouma Ndiaye

Adiouma Ndiaye wurde 1978 in Dakar geboren. Der autodidaktische Künstler hat an mehreren Fortbildungen teilgenommen, die seine Fähigkeiten im Bereich der audiovisuellen Kunst erweiterten. Adiouma verfügt über großes Talent als  Videokünstler. Seine vorwiegend selbst erlernten praktischen Fähigkeiten paaren sich mit einer ausgeprägten Liebe zur Kunst und machen aus den Dokumentarfilmen und Reportagen von Adiouma Werke, die niemanden
gleichgültig lassen.

Er ist der Autor mehrerer Produktionen rund um sein Lieblingsthema: sein Heimatdorf Yaraakh. Hier spielen unter anderem »Die Katzen vom Strand«, »Desillusionierung: Yaraakh bu Tass«.

Adiouma Ndiaye wurde bei seinen Arbeiten unterstützt von Mor Talla Ndione und Dame Faye vom Label H2M (Hann Multi Médias).

Mame Abdou Thiouf

Mame Abdou Thiouf, geboren 1977 in Joal Fadiouth im Senegal, genannt »Thiouf«, hat im Jahr 2004 die senegalesische Kunsthochschule abgeschlossen. Thiouf besitzt neben seinem Abschluss zum Graphiker, bildenden Künstler und Karikaturist ebenfalls ein Diplom für das Schreiben von Drehbüchern. Über seine Tätigkeit als Karikaturist der nationalen Tageszeitung »Le Soleil« hinaus hat Thiouf mehrere Werke illustriert, so unter anderem die Kinderzeitung »Leebon« (Märchen) und die UNESCO-Kollektion »Unmögliche Großväter – Des Papis pas possibles«.

In dieser Ausstellung präsentiert Thiouf seinen Comic »Ein anderer Job ist möglich«. Das Werk erzählt in sechs Bildern das Abenteuer von Boy You, einem jungen Senegalesen, der am Forum teilnimmt und auf der Suche nach Arbeit ist.

Fary Sakho

Fary Sakho ist als Malerin, Zeichnerin, Fotografin, Video- und Filmregisseurin zweifellos eine interdisziplinäre Künstlerin. Geboren 1986 in Dakar, studierte Fary an der Hochschule für visuelle Künste (TAGAAT) in Dakar und nahm zudem an verschiedenen Ausbildungen im audiovisuellen Bereich teil. Fary Sakho ist Autorin von zahlreichen Dokumentarfilmen. Besonders nennenswert sind »Der Heiler«, »Mutter Porridge« und »Die Kunst in der Stadt«.

Sie stellt die beiden Videos »Die Hochzeit der Menschheit« und »Der zerbrochene Traum« vor. Das erste Video bezieht sich auf den Ursprung der Menschheit, der von Schauspieler / innen im Rahmen des Dakar-Forums in Szene gesetzt wurde. Das zweite Video dokumentiert eine Performance von malischen Künstler/innen, die am Forum in Dakar teilgenommen haben. Dieses Werk nimmt Bezug auf illegale Migration und ihre Auswirkungen auf Afrikas Völker.

Fary wurde bei ihrer Arbeit von Ousmane Baldé unterstützt.

Mit freundlicher Unterstützung von:

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