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AfricAvenir Dialogue Forum

In unseren Dialogforen laden wir regelmäßig afrikanische, diasporische und progressive weiße Akademiker/innen, Künstler/innen und Aktivist/innen ein, ihre Perspektiven vorzustellen und mit dem anwesenden Publikum zu diskutieren. Uns geht es hier v.a. darum, dem in Deutschland weiterhin dominanten weißen Expertentum über Afrika einen afrikanischen Diskurs entgegen zu stellen. 

Schwerpunkte vergangener Dialogforen in Berlin

2013/2014: Decoloniale Einwände gegen das Humboldt Forum

Das sog. "Humboldt-Forum", das Kernstück des rekonstruierten Berliner Schlosses, wird zukünftig die ethnologischen Sammlungen aus Afrika, Asien und den Amerikas beherbergen. Doch welche Symbolik wird erzeugt, wenn diese Sammlungen, die zu einem nicht unwesentlichen Teil während der (deutschen) Kolonialzeit geraubt wurden, hinter einer preußischen Fassade gezeigt werden? Um diese Frage aufzuwerfen und eine öffentliche Debatte anzuregen, veranstaltete AfricAvenir eine Reihe an Dialogforen, die aus einem dezidiert dekolonialen Blick, das Projekt "Berliner Schloss - Humboldt Forum" in Form und Inhalt hinterfragten.

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2012-2013: Paradoxien der Nachhaltigkeit - Wie sozialgerecht sind grüne Technologien wirklich?

Alarmiert durch die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima beschloss die aktuelle, konservativ-liberale Bundesregierung im März 2011 den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022. Ausgehend von dem sogenannten Atomkonsens und der damit eingeleiteten Energiewende in Deutschland, fragte AfricAvenir: „Wie sozialgerecht sind grüne Technologien wirklich?“ Befördern regenerative Energien die Entwicklung Afrikas? Welches sind die sozialen, ökologischen und ökonomischen Konsequenzen entlang der Produktions- und Wertschöpfungskette, insbesondere unter Berücksichtigung der Förderung und des Handels von Rohstoffen, die zur Erzeugung regenerativer Energien notwendig sind? Zudem stellen wir die Frage, ob, wo und wie diese alternativen Formen der Energieerzeugung überhaupt in Afrika zugänglich sind – oder handelt es sich bei der „Energiewende“ um ein exklusives europäisches Projekt, das als der mutmaßlich ökologische Wiedergänger der industriellen Revolution einmal mehr auf Kosten Afrikas und seiner Entwicklung realisiert wird? Entfaltet die Energiewende auch für Afrika ein positives Entwicklungspotenzial oder wird der Kontinent auch im Hinblick auf die neuen, zukunftsweisenden „grünen“ Technologien einen neuen „Ressourcenfluch“ erleben, der Armut im Ressourcenreichtum und Mangel im Überfluss aufrechterhalten und vielleicht sogar noch vergrößern wird? In zahlreichen Dialogforen und Podiumsdiskussionen mit afrikanischen Expert/innen wurden diese Fragen erörtert und auf Grundlage ihrer Expertisen Handlungsempfehlungen verfasst.

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2010: Dialogforum zum Thema: „50 Jahre afrikanische Un-Abhängigkeiten- eine (selbst)kritische Bilanz“

Im Rahmen des diesjährigen Jahresthemas „50 Jahre afrikanische Un-Abhängigkeiten - eine (selbst)kritische Bilanz“ organisierte AfricAvenir in Kooperation mit dem August-Bebel-Institut ein Reihe von sechs Dialogforen und begleitenden Workshops. Im Hinblick auf eine Bilanz nach fünf Jahrzehnten Un- Abhängigkeiten wurden Beiträge Afrikanischer Wissenschaftler/innen, Politiker/innen und Aktivist/innen in den Mittelpunkt der Diskussionen gestellt, um so einen Austausch über die afrikanische Perspektive auf Kolonialismus und antikoloniale Unabhängigkeitsbewegungen zu ermöglichen.

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