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GlobalE: Capitaine Thomas Sankara

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Burkina Faso belegt heute den fünftletzten Platz des Human Developement Index. Doch so arm war es nicht immer. 1987 versorgte das Land sich vollständig selbst mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs. Die Analphabetisierungsrate sank stetig und Seuchen wie Meningitis, Gelbfieber und Masern wurden mit Volksimpfungen bekämpft. Das Annehmen ausländischer Entwicklungshilfe war verpöhnt und ausgedehnte Aufforstungskampagnen gegen die Ausbreitung der Sahara liefen. Einen hohen Stellenwert genossen Frauenrechte - nicht nur auf dem Papier: weiblicher Genitalverstümmelungen, Zwangsehen und Polygamie waren verboten und die Verbote wurden eingehalten. Frauen waren in allen Lebenesbereichen gleichgestellt. So gab es, ganz selbstverständlich, auch Ministerinnen, Ofizierinnen und Polizistinnen. Die Feudalherrschaft lokaler Adligen war überwunden.

All diese Erfolge sind aufs Engste mit dem Namen Thomas Sankara verbunden, dem jungen Präsidenten, der nach der Revolution 1983 an die Macht kam. Auch wenn die rigorose Durchsetzung der Reformen kritisiert werden kann, sind seine Errungenschaften unbestreitbar. Sie zeigen, dass eine Entwicklung hin zu Wohlstand und wirtschaftlicher Unabhängigkeit auch für ein bis dahin unterdrücktes und ausgebeutetes Land aus eigener Kraft sehr wohl möglich ist. Sankaras gewaltsamer Tod hat sehr zu seinem Mythos beigetragen. Heute versinnbildlicht er die Hoffnung eines ganzen Kontinents und wird nicht umsonst "der Che Guevarra Schwarzafrikas" genannt. Der Film "Capitaine Thomas Sankara" nimmt einen emotionalen und subjektiven Blickwinkel auf die Person Sankaras und die Ereignisse ein, und ist gerade deshalb höchst eindringlich und sehenswert.

Pressestimmen:
"Ein Film, wie ein Faustschlag." Tribune de Genève
"Brutal und bewegend." Le Monde

Im Anschluß Diskussion mit Hamado Dipama (als Flüchtling seit 2002 in Deutschland, Vorstandsvorsitzender des Arbeitskreis Panafrikanismus München e.V. und als "Kind" Pioneer der Revolution von Thomas Sankara).

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