Workshop/Vortrag: Rassismus in Kinderbüchern

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Info   Raum 7

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2012 löste der Brief eines Schwarzen Vaters an Ottfried Preußler und den Thienemann Verlag, in welchem er darum bat, das N-Wort zu ersetzen und letztlich auch davon überzeugte, eine öffentliche Debatte um Rassismus in Kinderbüchern aus. In den folgenden Monaten wurde in den Mainstreammedien über die Streichung des N-Wortes verhandelt, dabei wurde Rassismus immer wieder relativiert und reproduziert. Die Stimmen der Betroffenen wurden kaum gehört oder akzeptiert. Aus der Debatte um Kinderbücher entstand eine Grundsatzdiskussion um Definitionsmacht und Rassismusverständnis, in welcher entscheidende Punkte ausgeblendet wurde:

Wie prägen rassistische Begrifflichkeiten die Sozialisation und Wissensbildung von Schwarzen und weißen Kindern? Welche Inhalte und gesellschaftlichen Machtverhältnisse werden Schwarzen und weißen Kindern hierbei vermittelt?

In diesem Vortrag mit anschließender Diskussion werden Auszüge aus Kinder- und Lehrbüchern rassismuskritisch analysiert und die dabei vermittelten Konstruktionen aufgezeigt."

Referieren wird Julius B. Franklin, Vorstandsmitglied der ISD - Initiative Schwarze Menschen in Deutschland.

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