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Themenabend zu Intersektionalität mit Emilia Roig und der Intitative intersektionale Pädagogik (i-Päd) (Dt./Eng)

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Intersectionality in Europe - A depoliticized concept. On the Reception of Subversive Voices in White Feminist Discourses.
    
Presentation and talk with Emilia Roig, 5pm-6:45pm

In the past few years intersectionality has become a “buzzword” in Europe and North America. What is often neglected is that including intersectional perspectives when analyzing oppression have a long tradition in feminist thought, particularly in Black feminist thought (Angela Davis amongst others)  and in Lesbian Theory. Instead what we see in European (academic) discourse is an appropriation of intersectionality as a research perspective which is characterized by the dominance of white researchers and an exclusion of Black academics and academics of Color. This is also relevant for mainstream white feminist discourse on intersectionality.

Emilia Roig will give us a short introduction to the concept of intersectionality, outline its historical and political development and relevance within feminist movements, especially Black feminists movements, then go on to elaborate on the problem of positionality and subjectivity within white mainstream feminist discourse on intersectional approaches. Furthermore we will have the chance to discuss in what way intersectionality is misunderstood and/or misused and how intersectionality can be adapted appropriately to everyday feminist praxis.

Emilia Roig studierte Betriebswirtschaftslehre, Jura und  Public Policy in Lyon, London und Berlin. Nach Abschluss eines Masters in Business Administration in Internationalem Recht sowie eines Masters of Public Policy, arbeitete sie für die Internationale Arbeitsorganisation ILO und verschiedene auf Frauenrechte und Geschlechtergleichheit spezialisierte NGOs in Ecuador, Tansania, Kenia und Kambodscha. Sie hat vor kurzem ihre Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Sciences Po in Lyon, Frankreich, in Politikwissenschaften absolviert. Sie war Stipendiatin am Marc Bloch Zentrum in Berlin und bei der Heinrich-Böll-Stiftung. Derzeit unterrichtet sie Critical Race Theory, postkoloniale Theorie und Intersektionalität an der Humboldt Universität. In ihrer Forschung interessiert sie sich für feministische Theorie, kritische Rassismustheorie, Intersektionalität, postkoloniale Theorien sowie Epistemologien im Zusammenhang mit Rassismus und Geschlecht.

19:00-20:45 Uhr
Intersektionalität aus pädagogischer Sicht
In diesem Vortrag wird i-Päd aus einer pädagogischen Perspektive das Thema Intersektionalität beleuchten. Es wird darum gehen aufzuzeigen wie wichtig die Thematisierung der Verzahnung verschiedener Diskriminierungsformen in der pädagogischen Arbeit ist und Methoden vorgestellt dieses praktisch umzusetzen.

Das Projekt „i-Päd – intersektionale Pädagogik“ existiert seit August 2011. Es ist ein Projekt, das die Anerkennung der Komplexität von Identitäten in der Pädagogik fördern soll.

In Workshops wird gemeinsam mit den Teilnehmer*innen u.a. erarbeitet, was es für Identitätsmerkmale gibt, auf Grund derer Menschen Ausschlüsse beziehungsweise gesellschaftliche Bevorzugung erfahren können. Dazu zählen z.B. das Geschlecht eines Menschen, die (vermutete) Herkunft und/oder Religion, die sexuelle Orientierung, die Geschlechtsidentität (ob Menschen in dem Geschlecht leben wollen, das sie bei der Geburt zugewiesen bekommen haben, oder nicht), der soziale Status, das Alter, das Aussehen, körperliche und geistige Befähigungen.
Als Team von Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Politikwissenschaftler*innen und Psycholog*innen bietet i-Päd unterschiedlichste Sichtweisen auf die Thematik. In ihrer Arbeit machen sie unsichtbare Diskriminierungen sichtbar und bieten Handlungsstrategien an, diese zu beseitigen.

Gefördert durch Mittel der Kreuzberger Sammelstiftung.

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