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Deutschlandpremiere: "Namibian Shorts" in Anwesenheit des Kurators Hans-Christian Mahnke

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Info   Tickets: 7,50€; ermäßigt: Berlinpass, 5er & 10er Karte, Gildepass, Heavy User Card; 030 283 46 03; www.hackesche-hoefe.org

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Anlässlich der Feier des 25. Jahres namibischer Unabhängigkeit, hat Kurator Hans-Christian Mahnke einige der besten namibischen Kurzfilme der letzten Jahre für einen besonderen Filmabend zusammengestellt, produziert von jungen, aufsteigenden namibischen FilmemacherInnen.

Das junge Land Namibia liegt im Süden Afrikas und wurde im Jahr 1990 nach einem langjährigen, blutigen Befreiungskampf unabhängig. Deshalb feierte dieses weitläufige aber spärlich bevölkerte Land im Jahr 2015 das 25. Jahr seiner Unabhängigkeit. Um einen Einblick in die filmischen Arbeiten Namibias zu geben, haben wir folgende Filme ausgewählt:

Die Filme sind alle neu und wurden von jungen, aufsteigenden FilmemacherInnen sowohl in der Haupstadt Windhoek als auch außerhalb gedreht. Sie behandeln verschiedene soziale Themenfelder und zeigen zusammen einige der gegenwärtigen Trends und Schwierigkeiten des namibischen Films auf.

Herzliche Einladung zu diesem abwechslungsreichen Abend rund um den namibischen Film!

Im Anschluss an die Filmvorführung finden ein Publikumsgespräch mit Filmkurator Hans-Christian Mahnke, Leiter der Sektion Windhoek von AfricAvenir, statt, sowie ein kleiner Empfang im Kino Foyer.

Mit freundlicher Unterstützung durch Brot für die Welt/EED, Katholischer Fonds, Aktion Afrika des Auswärtigen Amts.

Medienpartner: Africiné, Zentrum Moderner Orient, Berlin Poche, Humboldt Universität, Exberliner, multicult.fm, Art Labour Archives, Planète Métis, Contemporary &, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland

My Beautiful Nightmare
“My Beautiful Nightmare” (Mein schöner Alptraum) des Regisseurs Perivi Katjavivi, produziert von Old Location Films, 12 min, 2012, erzählt von einer jungen Frau, ihren Verletzungen vom Leben in der Stadt, ihren Fluchtträumen und der Freiheit ihrer Kindheit. Die Protagonistin prostituiert sich jeden Abend auf den Straßen von Windhoek und erst als sie von einem Klienten zusammengeschlagen wird, rüttelt sie dieses Ereignis wach und zwingt sie noch einmal ihr Tun zu überdenken und wie weit sie sich vom lieben Mädchen ihrer Kindheit entfernt hat.

Der Film hat 2012 den Preis für die beste Schauspielerin bei den Namibia Film and Theatre Awards erhalten. Außerdem wurde dem Film der Radwan El-Kahef Independent Shaba Foundation Award beim 2.Luxor African Film Festivl 2013 verliehen.

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=hI3WcR5cI1s

Everything happens for a reason
Regisseur/Auor: Florian Schott, produziert von: Edna Knoepfler Awaras, Sophie Mukenge Kabongo, Florian Schott, Desert Rain Films, Magic Touch Films, 2013, English, 14 min. Eine rasante Komöde, gedreht in einer aktionsreichen Einstellung.

Unser Protagonist hatte schon einmal besser Tage gesehen. Seine Freundin verlässt ihn ein seltsamer Mann verfolgt und bedroht ihn und sein Telefon wird gestohlen. Er versucht alles richtig zu machen, aber was auch immer er tut, er gerät in immer größere Schwierigkeiten. So kommt er zur Christus Kirche, von der man ganz Windhoek Überblicken kann, und sieht sich mit allen seinen neuen Feinden konfrontiert. Die Polizei scheint ihn im letzten Moment zu retten – oder doch nicht?

Bester Kurzfilm bei AfriNolly Award 2014, ausgezeichnet als beste Regie und bester Schnitt bei den Namibia Film & Theatre Awards 2014.

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=mGg6AJZygdI

Try
24 Min, 2012, Regisseur Joel Haikali.
8 Stunden, 8 Menschen, eine Stadt: Eine Folge von Ereignissen und widrigen Umständen verbindet die acht Leben aus unterschiedlichen Schichten, an verschiedenen Ecken Stadt, bis sich schließlich alle ProtagonistInnen im staatlichen Krankenhaus treffen, wo der Reiche wie alle anderen anstehen muss und der Gangster auf Jesus trifft. „Try“ (Versuch) ist ein schnelllebiges Drama bestehend aus  verschiedenen Erzählsträngen, das von Liebe, Freundschaft, Familie, Loyalität, Rache und den zufälligen Entdeckungen des Lebens im Herzen Windhoeks handelt.

Bei den Namibia Film and Theatre Awards wurde der Film als beste Regie, bestes Szenenbild, bestes Drehbuch und bester Film ausgezeichnet.

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=lEIuxSGxRVk

TjiTji
22 min, 2014, Regie: Oshosheni Hiveluah. Tjandjeua, oder Tjitji, eine junge, erfolgreiche und ehrgeizige Studentin träumt insgeheim davon die nächste berühmte Gastgeberin einer Talk Show zu werden. Jedes Wochenende fährt Tjitji nach Hause in ihr Dorf, wo Tjitjis Eltern pflichtbewusst nach der altehrwürdigen Tradition der Himba leben. Immer stärker ahnt Tjitji jedoch eine Gefahr in den Himba-Bräuche und Praktiken für junge Mädchen ihres Alters für ihre persönlichen Träume. Bald darauf erfährt sie, dass ihr Vater ganz nach Brauch ihre Heirat mit einem jungen Himba namens Muasahepi vorbereitet. Tjitji ist erschüttert, dass sie dem Willen ihrer Eltern Folge leisten soll und muss eine Entscheidung treffen … Was soll sie tun – sich ihrer Kultur widersetzen um ihren Zukunftsträumen nachzugehen?

Der Film wurde als Best Narrative Film und Best Cinematography bei den Namibia Film and Theatre Awards 2014 augezeichnet.

Hans-Christian Mahnke
Als Gründer und Leiter der namibischen Sektion von AfricAvenir zeigt Hans-Christian Mahnke seit 2004 regelmäßig und systematisch herausragende afrikanische Filme primär in Namibia, aber auch in anderen afrikanischen Ländern und in Deutschland. Er stellt sich in seiner Arbeit der Herausforderung  afrikanisches Kino einem afrikanischen Publikum zu präsentieren, bekannt und zugänglich zu machen, so assistierte er unter anderem bei der Gründung mehrerer Kinoinitiativen in Afrika. Unter seiner Leitung wurde AfricAvenir Partner des 15. Ismailia Film Festivals und des ersten Luxor African Film Festival, wobei AfricAvenir die einzige nicht-ägyptische Partnerorganisation war.

Mahnke wirkte auf verschiedenen Filmfestivals in Windhoek (Vorsitzender), Cape Winelands, Harare (Vorsitzender), Cairo, Ismailia (Vorsitzender), AFRIFF Calabar  (Vorsitz Dokumentation), DISCOP Pitching forum und viele andere. Zudem arbeitet er als Kurator bei Filmfestspielen, zuletzt im Juli 2014 beim brasilianischen Festival Sercine in Sergipe.

Neben der Organisation monatlicher Filmvorführungen in Windhoek hat er in Basel, Schweiz, eine namibische Filmserie namens “Namibia in Motion” (Namibia in Bewegung) mitorganisiert.

Mahnke hat außerdem die Namibian Movie Collection mitbegründet, welche namibische Filmprodukte innerhalb wie außerhalb Namibias archivieren, ausstellen, bewerben und verbreiten soll. Er ist zudem Gründer der einzigen namibischen Filmproduktionsfirma Independence Avenue Films.

Er ist Mitglied der African Film Federation of Film Critics (Verband afrikanischer Filmkritiker) und namibischer Repräsentant des Kurzfilmfonds ETISAL. Von 2010-2011 war er Vizepräsident der Filmmakers Association of Namibia (Vereinigung namibischer Filmemacher), kurz FAN und organisierte 2010 die ersten namibischen Theater und Filmpreis. Zurzeit ist er Mitglied des FAN-Vorstands.

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