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Fatou Diome: “Migration nach Europa ist auch Emanzipation und Freiheit"

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Info   Eintritt frei

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„Bei der Migration geht es nicht nur um die Ausbeutung armer Menschen. Es geht auch um Menschen, die weggehen, um sich zu emanzipieren, die im Namen ihrer Freiheit weggehen. Die aus einer Menge anderer Gründe weggehen.“

Die berühmte senegalesische Schriftstellerin Fatou Diome wird das Thema Flucht und Migration aus ihrer eigenen, literarischen und wortgewandten Perspektive betrachten. Sie wird aus ihren Werken lesen und gleichzeitig Raum für politische Forderungen und Diskussionen bieten. In Anbetracht der aktuellen Ereignisse und der katastrophalen Umgangsweise mit den vielen Toten im Mittelmeer spricht sie darüber, wie wir Migration auch als Freiheit und Emanzipation verstehen können, was dies für die Diskussion um Fluchtursachen hier bedeutet, und wie wir uns dafür einsetzen können, dass eine freiheitliche und emanzipative Mobilität für alle möglich ist.    

Fatou Diome ist Schriftstellerin, Aktivistin und Wissenschaftlerin. Sie wurde 1968 auf Niodior, einer Insel vor der senegalesischen Küste, geboren und wuchs in der Folge bei ihrer Großmutter auf. Bis zu ihrem Studienbeginn in Dakar lebte sie in drei Pflegefamilien in verschiedenen Städten. 1990 lernte sie einen in Senegal tätigen Franzosen kennen, dem sie nach ihrer Heirat vier Jahre später in dessen Heimat folgte, wo sie den allgegenwärtigen Rassismus am eigenen Leib erlebte. Nach der Scheidung begann sie in Straßburg ein Studium der Literaturwissenschaften, das sie sich mit Putzjobs finanzierte.

Nach einer Kurzgeschichtensammlung und einer Novelle veröffentlichte sie 2003 mit »Le Ventre de l’Atlantique« (dt. »Der Bauch des Ozeans«, 2004) ihren ersten Roman, der sie international bekannt machte. Er wurde mit dem LiBeraturpreis, dem Prix des Hémisphères Chantal Lapicque und dem Jugendbuchpreis der Jury der jungen Leser ausgezeichnet.Seither hat sie acht Bücher veröffentlicht, lehrte an der Universität Straßburg und der Hochschule Karlsruhe, und moderierte bei France 3 die Literatursendung “Nuit blanche”. In ihrem Werk setzt sie sich intensiv mit den Themen Migration, Flucht, Rassismus, aber auch dem Verhältnis zwischen dem Senegal und Frankreich auseinander.

Die Lesung findet auf Französisch und Deutsch statt, die Diskussion wird konsekutiv auf deutsch übersetzt (Englische Übersetzung selbstorganisiert möglich).

Die deutschen Passagen werden gelesen von der Schauspielerin Sara Hiruth Zewde.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Warum wir hier sind!?“- Afrikanische Perspektiven auf Flucht und Migration” statt, das AfricAvenir 2015/16 durchführt.

In Kooperation mit der African Refugees Unions (ARU) und der Oplatz Media Group.

Mit freundlicher Unterstützung der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ) und Engagement Global aus Mitteln des BMZ.

Bei Regen wird die Veranstaltung im betahaus Berlin, direkt am Moritzplatz, Prinzessinnenstrasse 19-20, 10969 Berlin stattfinden!

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