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Berlin Premiere: "Buried Secrets" (OengU) in Anwesenheit der Regisseurin Raja Amari

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Info   Tickets: 7,50€; ermäßigt: Berlinpass, 5er & 10er Karte, Gildepass, Heavy User Card; 030 283 46 03; www.hackesche-hoefe.org

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Aicha, Radia und ihre Mutter leben heimlich im Dienstbotenflügel eines verlassenen hochherrschaftlichen Hauses. Das labile Gleichgewicht ihres Alltags wird durch den Einzug eines jungen Paars erschüttert. Ein bizarres Nebeneinander setzt ein, denn die Frauen sind entschlossen, im Verborgenen zu bleiben. Mit gutem Grund, birgt doch das Haus lange verschwiegene Familiengeheimnisse... Doch Aicha, die jüngere Schwester, ist von den Neuankömmlingen dermaßen angezogen, dass sie jegliche Vorsicht vergisst… Eine meisterhafte Reflexion über die Rolle der Frau in der tunesischen Gesellschaft.

Im Anschluss an die Filmvorführung finden eine Diskussion mit der Regisseurin Raja Amari sowie ein kleiner Empfang im Kino Foyer statt.

Organisiert von AfricAvenir, mit freundlicher Unterstützung der Aktion Afrika des Auswärtigen Amts, Brot für die Welt, Katholischer Fonds.

Medienpartner: Africiné, Adefra, Terre-des-Femmes Stiftung, Zentrum Moderner Orient (ZMO), Club der Freunde von RFI, Berlin Poche, Exberliner, multicult.fm, Art Labour Archives, Planète Métis, Contemporary &, AfroHeat, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD).

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=fIfvzZwEznU#t=15

Pressestimmen:
"Raja Amari legt damit ein weibliches, doch nicht unbedingt feministisches Werk vor, ein fesselnder Befreiungsschrei." A voir à lire (Marine Bénézech)

"Beunruhigende "Geschlossene Gesellschaft", schwerwiegende Enthüllungen, der Wahnsinn ist immer gegenwärtig, der Schatten des Dramas lauert. Beunruhigend und zeitlos." Elle ( Helena Villovitch)

"Dieser weibliche Huis Clos (Geschlossene Gesellschaft) offenbart sich hier als das, was er ist: der Erfahrungsbericht einer gesellschaftlichen Gefangenschaft und einer umso gewaltvolleren Entfremdung, als dass sie von den Opfern verinnerlicht wurde. Es ist eine entschlossene und mutige Stellungnahme in einer Debatte, die wieder aktuell geworden ist." Le Monde (Jacques Mandelbaum)

"In diesem geschlossenen Raum ist das Politische allgegenwärtig, umso mehr als dass jede Bewegung (sich rasieren, sich berühren, sich zurückweisen) Teil eines Diskurses ist, über das Verhältnis der Frau zu ihrer eigenen Sexualität." Clément Graminiès & Marion Pasquier, Critikat

"Bemerkenswert. Wie sein Titel es erahnen lässt, ist Secrets voller unausgesprochener Dinge, die sich langsam enthüllen, oder eben auch nicht, und dabei ein Labyrinth von Traumata schaffen, dessen Ausgang zwangsläufig tragisch ist. Wir pendeln zwischen "Les Bonnes" von Jean Genet, und die ersten Filme von Roman Polanski, mit den Pastelfarben und den Themen, die Raja Amari wichtig sind, wie die weibliche Emanzipation. L'Express

"Ein feministitscher Thriller über das Erwachsenwerden" Liz Simmons

Preise

  • Grand prix du festival Arte Mare de Bastia
  • Grand prix « Faucon d'or » au Festival du film arabe de Rotterdam
  • Prix de la meilleure photographie à la Mostra de Valence du cinéma
  • méditerranéen
  • Meilleur film africain au Festival du cinéma d'Afrique, d'Asie et d'Amérique latine de Milan
  • Prix de la critique au Festival du film francophone de Tübingen
  • Prix du meilleur réalisateur au Festival international du film de Beyrouth

Director's Statement
Mein Film ist über drei Frauen, die so zurückgezogen von der Welt leben, dass sie von ihr nur falsche und fragmentierte Aspekte wahrnehmen. Die Ankunft eines jungen, modernen Paares bringt ihr Leben aus dem Gleichgewicht. Eine neue Welt eröffnet sich für Aicha, der Protagonistin. Der Film handelt von ihrer Entdeckung ihrer eigenen Identität und von ihrer Befreiung.

Mittels der Charaktere dieses Films habe ich versucht, das Universum jener Frauen zu erkunden, die weltabgeschieden und inNegation ihrer geheimen Sehnsüchte leben. Diese interne Repression der Lust, ob sie durch offene oder verborgene Gewalt ausgeübt wird, ist das zentrale Problem, dem sich Frauen, die in geschlossenen Gesellschaften in ihrem inneren zurückgezogen leben müssen.

Dieses Thema ist mir sehr wichtig und ich habe versucht, es auf unterschiedliche Weise in all meinen Werken auszudrücken."

Regisseurin: Raja Amari
Raja Amari wurde 1971 in Tunis geboren. Nach einem Masters in Literatur und französische Kultur an der Universität Tunis, schrieb sich Amari an der FEMIS (Fondation Européenne de Image et du Son) in Paris ein mit Schwerpunkt Drehbuch. Nach ihrem FEMIS Abschluss drehte sie zwei Kurzfilme "April" und "One Night in July" - der zahlreiche Preise erhielt - und den Dokumentarfilm "Sur les traces de l'Oubli" (In the footsteps of oblivion) über Isabelle Eberhardt. Ihr erster Langfilm, Satin Rouge (Red Satin) lief im Wettbewerb der Berlinale in 2002 und gewann zahlreiche Auszeichnungen, u.a. "Best New Director Award" beim Seattle International Film Festival und "Bester Film" beim Torino International Film Festival. "Dowaha - Secrets" lief im Wettbewerb beim Venice Film Festival 2009 und erhielt den Preis für den Best Feature Film beim Festival of Milan 2010 und den Critics Prize beim Festival of Tübingen in 2010. In 2014, drehte sie ihren dritten Spielfilm "Tunesian Spring", eine ARTE Ko-Produktion.

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