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Dekolonisiert euch! Workshops und Performances zur Selbstreflexion und für kreatives Empowerment

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Info   Die Teilnahme am Workshop-Wochenende ist kostenlos. Die Performances sind auch für externes Publikum offen.

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Viele Menschen wünschen sich eine Gesellschaft, in der niemand benachteiligt wird. Wie könnte das aussehen? Ist das überhaupt möglich? Und was wären hierfür mögliche Voraussetzungen? An einem Wochenende werden wir uns mit Workshops und Performances auf zwei unterschiedlichen Ebenen diesen Fragen widmen, mit speziellem Fokus auf die Themen Rassismus, Postkolonialismus und Empowerment (Selbstermächtigung).

Rassismus schafft Distanzierungen und Hierarchien. Manche Menschen werden von Rassismus benachteiligt – in Deutschland ist eine politische Selbstbezeichnung für sie „Schwarze Menschen“ und auch „People of Color.“ Manche werden allerdings von Rassismus privilegiert, in diesem Kontext sind sie „weiß.“ Die besonderen Schreibweisen sollen deutlich hervorheben, dass es sich um soziale Konstruktionenhandelt und keine biologischen Eigenschaften.

Dekolonisierung bietet eine Möglichkeit, Rassismus entgegenzutreten. Die Schwarze Feministin und Literaturwissenschaftlerlin bell hooks definiert Dekolonisierung als: »[…] Kampf, uns selbst zu definieren – im Widerstand gegen Beherrschung und darüber hinaus«. Wir möchten in teils getrennten, teils gemeinsamen Räumen über Theorien und Möglichkeiten nachdenken, wie individuelle und kollektive Dekolonisierungsprozesse aussehen könnten. Diese Auseinandersetzungen werden sowohl auf geistiger/rationaler als auch emotionaler/körperlicher Ebene angeregt.

Am Sonntag liegt der Schwerpunkt auf Impulsen für Dekolonisierungsprozesse und Empowermentstrategien von und mit Schwarzen Menschen und People of Color. Eine kritische Selbstreflexion und Auseinandersetzung mit weißsein insbesondere im Kontext der kolonialen Vergangenheit Europas und Deutschlands findet für weiße Menschen am Samstag statt.

Die Tage sind folgendermaßen aufgebaut: Vormittags gibt es einen theoretischen Input in Form von Workshops und abends werden die Themen nochmal in den Performances kreativ aufgegriffen. Reflektionen über die Erkenntnisse und Erfahrungen aus den jeweiligen Workshops fließen in das gemeinsame Abschlussgespräch, das am Sonntag stattfindet.

Programm

Samstag, 12.12.2012

- 12:00 Uhr Gemeinsames Mittagessen

- 13:00  Uhr Workshop „‚Also ich kann da keinen Rassismus erkennen‘ - Kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen weißsein“ mit Julia Lemmle

- 17:00 Uhr Pause

- 18:00 Uhr Performance „blank:wer_weiß?“ von meet MIMOSA mit anschließendem Gespräch

- 20:00 Uhr Schluss

Sonntag, 13.12.2015

- 12:00 Uhr Gemeinsames Mittagessen

- 13:00 Uhr Workshop: „körper_sprache: impulse für empowerment“ mit Sharon Dodua Otoo & Pasquale Virginie Rotter

- 17:00 Uhr Pause

- 18:00 Uhr Abschlussgespräch mit allen Mitwirkenden und Kurzinputs von Pasquale Virginie Rotter, Sharon Dodua Otoo und Julia Lemmle

- 19:30 Uhr Abschlussperformance - Spoken Word und Storytelling mit und von Stefanie Lahya Aukongo, Jum?ke B?lanle Adeyanju, Sarah Mouwani und Musik von 3 Women

- 21:00 Uhr Schluss

Eine verbindliche Anmeldung unter info@raa-berlin.de zu den Workshops ist erforderlich. Es wird um formlose E-Mail mit folgenden Informationen gebeten:

- Betreff: Anmeldung - Dekolonisiert euch!
- Name, Organisation/Tätigkeit und Telefonnummer (für eventuelle Rückfragen)
- Name des gewählten Workshops
- Drei Sätze zur Motivation, an dem Wochenende teilzunehmen

Anmeldeschluss: Donnerstag, 10. Dezember 2015.

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