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Film: Victims of our wealth (OengU) in Anwesenheit des Regisseurs Kal Touré

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Info   Tickets: 6,00€; U6-Rehberge; Reservierungen: event@centre-francais.de Tel: 030-45979353

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Afrika ist der reichste Kontinent der Welt und doch sind viele seiner Bewohner arm. Warum das so ist und wie die Ausbeutung der Ressourcen durch ausländische Konzerne mit Flucht und Migration zusammenhängt, beleuchtet dieser kraftvolle Dokumentarfilm von Kal Touré. Kluge Analysen zur sozio-ökonomischen Situation, insbesondere in Mali, kommen hier von Betroffenen: Bauern auf dem Feld, Wanderarbeiter und Migranten, die in Marokko auf eine Weiterreise nach Europa hoffen. Aufnahmen der Redebeiträge beim Weltsozialforum (2006) und beim Afrikanischen Sozialforum (2002) in Bamako führen parallel dazu vor Augen, dass Wissenschaftler und Aktivisten bereits vor zehn Jahren die massenhafte Migration Richtung Europa vorhersagten, wenn der Reichtum in Afrika nicht anders verteilt würde. Mit dieser Mischung lässt der Film die Kraft „von unten“ spüren, die zu Demokratiebewegungen in Ländern wie Senegal und Burkina Faso geführt hat.

Nach der Filmvorführung findet ein Publikumsgespräch mit dem anwesenden Regisseur Kal Touré statt.

Kal Touré, der sein Studium an der Universität CFT Gobelins und der Filmschule Lumière in Paris abschloss, bereichert seit jeher mit seinen kritischen Kurzfilmen und Dokumentationen die Filmwelt. Darüber hinaus sucht der in Guinea und Mali aufgewachsene Künstler immer wieder neue Plattformen um seinen sozialkritischen Themen Raum zu schaffen. Photoausstellungen, Video- und Tanzperformances interdisziplinärer Art und Gemeinschaftsprojekte, wie das Photographie- und Filmfestival „Afrika 50“ (2009), sind nur ein Ausschnitt aus seiner vielfältigen Arbeit. Mit dem Film „Victims of our wealth“ gewann er in Cannes 2007 den Dikalo Award für die die beste Dokumentation.

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