EN · FR · DE
 

Kick-Off: Decolonising Arts and Visual Culture with Rajkamal Kahlon and Sandrine Micossé-Aikins

.

.


In jüngeren Jahren wurden deutsche kulturelle Institutionen, vor allem Theater, stark für ihre Verwendung von rassistischen künstlerischer Mittel kritisiert. Meist wurden diese kritische Interventionen als übermäßig „aggressiv“, „gewaltvoll“ und nicht selten sogar als „Zensur“ abgestempelt. Die Gewalt die in rassistischer Symbolik und rassistischen Erzählungen inhärent ist wird selten als solche erkannt. Die Rolle diese als Trigger oder zumindest Legitimation für tatsächliche physische Gewalt gegen rassifizierter Körper wird zum großen Teil übersehen. Anhand von Rajkamal Kahlons Ausstellung „Blowback“, wird Sandrine Micossé Aikins über Potenzial, Möglichkeiten, Herausforderungen und Grenzen von kultureller Arbeit als Instrument (dekolonialen) Widerstandes sprechen. 

*Die Veranstaltung findet in Englisch statt.*

----

Zur Reihe:Was genau heißt Dekolonisierung in Kunst? Wie kann Kunst als Medium wahrgenommen werden, durch das Dekolonisierungsprozesse initiiert werden? Dies ist sowohl für Produzen_tinnen als auch Rezipien_tinnen von Kunst wichtig, die so zu neuen Perspektiven angeregt werden könnten. Welche Rolle spielen eigene künstlerische und kulturelle Interventionen für Schwarze Kunstschaffende und Kunstschaffende of Colour in der Analyse von Erinnerungskulturen in Deutschland und Europa – vor allem in der Bewältigung und Überwindung der damit verbundenen Traumata? Welche Bedeutungen haben künstlerische Interventionen heute für gesellschaftliche Selbstverständnisse und politischen Aktivismus? Das Bestehen kolonialer Kontinuitäten ist heute wieder einmal sehr deutlich und erinnert (uns) daran, wie wichtig jegliche Formen des antikolonialen und rassismuskritischen Widerstandes sind.Diesen Fragen möchten wir in dieser Reihe nachgehen. Anhand von unterschiedlichen Veranstaltungen nähern wir uns diesen Fragen sowohl theoretisch als auch performativ an. 

----

Rajkamal Kahlon: Künstlerin und Pädagogin. Kahlons Zeichnungen, Bilder und performative Installationen verwenden überlappende Strategien kritischer Ästhetik und absurden Humors, um die pädagogische Funktion von Texten und Bildern zu unterbrechen, die in historischen und zeitgenössischen kolonialen Archiven zu finden sind. Kahlons Arbeit wurden in Berlin u.a. im Haus der Kulturen der Welt, Wilhelm Hack Museum und dem NGBK ausgestellt. www.rajkamalkahlon.com/ 

Sandrine Micossé-Aikins: Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin. Sie arbeitet inhaltlich schwerpunktmäßig zu Rassismus und Empowerment in der Kunst, der Wirkmacht kolonialer Bilder, Körperpolitik sowie Repräsentation und Teilhabe im deutschsprachigen Kunst- und Kulturbetrieb. Seit Mai 2016 Geschäftsleitung Berliner Projektfonds kulturelle Bildung. www.hiringknowledge.com/sandrine-micosse-aikins

Weitere Informationen und Facebook Veranstaltung

back to top