Berlin Premiere: Skulls of My People in Anwesenheit des Regisseurs Vincent Moloi

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Info   Südafrika, Namibia 2016 / OF m. dt. UT / 67 min. Tickets: 8,50 €

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Nach einer Besprechung der südafrikanischen Zeitung „Mail & Guardian“ von SKULLS OF MY PEOPLE war es “eine harmlose Frage”, die den südafrikanischen Filmemacher Vincent Moloi auf einen Kampf um Landrechte und Reparationszahlungen im Nachbarland Namibia aufmerksam machte. Er sah ein Foto von einem traditionellen Herero-Kleid und fragte sich, wieso dieses an europäische Moden erinnerte. So stieß er auf die Geschichte des Genozids, bei dem Anfang des 20. Jahrhundert vier von fünf Herero und die Hälfte der Nama unter deutscher Kolonialherrschaft ermordet wurden. Schockiert über die geringe Aufmerksamkeit für dieses Thema stand für ihn fest, dass „diese Geschichte erzählt werden muss”. Acht Jahre lang dokumentierte er die Bemühungen der Herero und Nama, sowohl die deutsche Regierung zur Anerkennung der historischen Verbrechen und zu Entschädigungszahlungen zu bewegen als auch die namibische Regierung zur Rückgabe des damals gestohlenen Landes zu zwingen, das bis heute mehrheitlich im Besitz weißer Siedler ist.

In Anwesenheit des Regisseurs Vincent Moloi sowie Vertreterinnen der OvaHerero und Nama, Esther Muinjangue und Ida Hoffmann.

"Moloi’s document of a grassroots organisation taking on the intransigence of their government, and the Germans, tells a broader tale of post-imperialism and identity politics that pervades modern Namibia, resonates across the continent, and speaks urgently to the global sectarian wars that dominate the airwaves."

- Encounters International Documentary Film Festival, Südafrika

Über den Regisseur
Vincent Moloi gehört zu den innovativsten und produktivsten Filmemacher*innen Südafrikas. Er ist Produzent und Regisseur von mehr als fünfzig thematisch vielfältigen Dokumentarfilmen und mehr als zehn TV-Serien, darunter THE LAB, SOCIETY 1, SOUL CITY und A PLACE CALLED HOME. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehört der African Trailblazer Award, der ihm beim internationalen Fernsehfestival MIPCOM in Cannes verliehen wurde.

Die Filmaufführung ist eine Kooperation zwischen der FilmInitiative Köln, Berlin-Postkolonial, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und AfricAvenir.

Mit finanzieller Unterstützung von Brot für die Welt.

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