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Unaufhaltsamer Aufbruch Afrikas & seine Beziehung zur Aussenwelt

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Dialogforum und Diskussionsrunde

Der Atlantische Ozean und das Mittelmeer sind zu einem offenen Riesengrab für verzweifelte afrikanische Emigranten geworden, die jeden Tag versuchen, die hohe Verteidigungsmauer der Zivilisierten gegen die Barbaren zu erobern. Nebeneinander aufgereihte Särge besiegeln das Ende der Hoffnung. Sie fliehen vor Hunger, vor mittelalterlichen Diktaturen, vor dem zutiefst dunklen Abgrund des drohenden Todes in ihrer eigenen Heimat. "Shithole Countries", wie der gewählte US-Präsident Donald Trump diese Länder Afrikas nennt. Auch andere. Es ist offensichtlich aus seinem Gedächtnis gelöscht worden, dass sein Vorgänger, Barack Hussein Obama, der Sohn eines Afrikaners aus Kenia ist und dass kein Präsident der Gegenwart so sehr geehrt wurde wie Nelson Mandela aus Südafrika.

Das Bild des erbärmlichen Afrika, das Jahrhunderte in Europa und Amerika und anderswo in der Außenwelt programmiert wurde, füllt die Kassen der großzügigen und hilfreichen Erlöser der bedürftigen Menschen.

Nur etwas hat sich geändert: Die Afrikanische Union fordert offiziell eine Entschuldigung von US-Präsident Trump. Allein das Land Nigeria wird in 410 Jahren mit 410 Millionen Einwohnern mehr Einwohner zählen als die USA. Der Nigerianer Adebayo Ogunlesi kaufte den London City Airport 2006, den London Gatwick Airport 2009 für 1,455 Milliarden US-Dollar oder 2,39 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012 und den Flughafen Edinburgh 2012. Im Jahr 2018 ist er 64 Jahre alt.

Afrika, Wiege der Menschheit, wird im Jahr 2050, also in 32 Jahren, insgesamt 2,5 Milliarden Menschen zählen. Im Jahr 1900 stellte Afrika nur 8,17% der Weltbevölkerung mit 133 Millionen Einwohnern. Im Jahr 2100 wird jeder vierte Erdenbewohner Afrikaner sein. Der Kontinent zählt dann 4,467 Milliarden Menschen oder 40% der Weltbevölkerung. Bis zum Jahr 2050 wird jeder dritte Jugendliche zwischen 15 und 29 Jahren auf diesem Globus in Afrika leben. Die Intelligenz Afrikas strukturiert sich seit der Unabhängigkeit der sechziger Jahre und etabliert langsam eine vom Ausland unabhängige Denkweise. Der Kampf, dass die Wirtschaft in Afrika in erster Linie im Dienste Afrikas und der Afrikaner steht und nicht mehr im Dienste des Auslands steht, ist in vollem Gange. In den letzten 15 Jahren haben die meisten Länder in Afrika ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum mit Wachstumsraten von manchmal mehr als 5% pro Jahr erlebt. Der Aufstieg Afrikas ist unaufhaltbar und unverwechselbar. Wer das nostalgische Bild des elenden und bedürftigen Afrikas in seinem Land weiter verkaufen will, trägt eine historische Verantwortung zum Nachteil seines eigenen Volkes.

Über den Dozenten:

Von Prinz Kum'a Ndumbe III, emeritierter Universitätsprofessor, Gründer von AfricAvenir International

Prinz Kum'a Ndumbe III. Der Bele Bele in Kamerun promovierte 1975 an der Université de Lyon II in Geschichte und Germanistik und wurde 1989 an der FU Berlin in Politikwissenschaft habilitiert. Er lehrte an der Université de Lyon II, Université Catholique de Lyon, an der Université de Lyon Otto Suhr Institut für Politikwissenschaft der FU-Berlin, und pensioniert als Professor an der Université de Yaoundé I, wo er von 1979 bis 2011 lehrte. Als Autor veröffentlicht er seit 1973 auf Französisch, auf Deutsch (13 arbeitet), auf Englisch und in Duala, seiner Muttersprache. 1985 gründete er AfricAvenir International, heute mit Sitz in Douala / Kamerun und Sektionen in Berlin und Paris. Der Verlag Editions AfricAvenir wurde 1985 von ihm gegründet. 2016 gründete er zusammen mit der Düsseldorfer Gerda Henkel Stiftung und Professoren aus Douala, Yaoundé I, Jaunde II, Dakar, Berlin, eine pluridisziplinäre Doktoratsschule "Heritage & Innovations" in Douala. Bouake, Paris Nanterre und Paris Pantheon-Assas. www.fondationafricavenir.org

Anmeldung im buero(at)africavenir.org

Gefördert von Engagement Global mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

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