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Die Anti-Humboldt-Box – Preview einer Ausstellung aus dem Koffer

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InfoEintritt frei; S/U-Bahn Wedding

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Vom 16. bis 18. November lädt AfricAvenir in Kooperation mit dem August-Bebel-Institut zur Preview der Ausstellung Die Anti-Humboldt-Box ein. Vorgestellt wird ein Projekt von Artefakte//anti-humboldt (Brigitta Kuster, Regina Sarreiter, Dierk Schmidt) und AFROTAK TV cyberNomads (Michael Küppers-Adebisi) in Kooperation mit Andreas Siekmann und Ute Klissenbauer.

Die Ausstellung greift in die Debatte um die gegenwärtige Rekonstruktion der historischen Mitte von Berlin durch das Berliner Schloss/Humboldt-Forum ein. Die Anti-Humboldt-Box macht die Kritik am Humboldt-Forum in Berlin transportabel und bringt sie an verschiedene Orte. Die Ausstellung im Koffer – angelehnt an Marcel Duchamps boîte-en-valise – wird zugleich als Kunst- und Informations-Ausstellung begriffen. Das Material der Kofferausstellung – künstlerische Miniaturarbeiten, Videomaterial, Flyer, Plakate – ist im Rahmen der Kampagne No Humboldt 21! entstanden.

Artefakte//anti-humboldt ist eine in Berlin arbeitende Gruppe von Künstler/innen und Wissen-schaftler/innen, die sich 2008 als Teil der Veranstaltung Der Anti-Humboldt – Eine Veranstaltung zum selektiven Rückbau des Humboldt-Forums (www.humboldtforum.info) gegründet hat. Artefakte//anti-humboldt untersucht und befragt die Existenz ethnologischer Sammlungen: 2008 mit einem Workshop zum Thema Restitution, 2009 mit einer Abendveranstaltung mit Françoise Vergès zum Museum of the present, 2010 mit dem Open-Air Film-Vortrag Mumienfilme auf dem Schlossplatz auf der Baustelle des Schlossplatzes des Humboldt-Forums, 2011 mit einem Film-Vortrag am Musée du Quai Branly, eingeladen von bétonsalon in Paris und 2012 mit der Installation rise, for you shall not perish (on mummymania) in der Ausstellung „Animismus“ im Haus der Kulturen der Welt (HKW). Am 22. November 2013 wird die durch Artefakte//anti-humboldt herausgegebene Ausgabe des britischen online journal darkmatter mit dem Titel Afterlifes: German and European Postcoloniality. Artefacts. Museums. Art. im HKW präsentiert.

AFROTAK TV cyberNomads. Schwarze Deutsche Kultur Medien Bildung –Afrika Deutschland Archiv. Geleitet von Adetoun Küppers-Adebisi. Bereits 2001 entstand Das bildungspolitische Integrations-Pilotprojekt aus Perspektive der Schwarzen Deutschen Minderheit. Mit dem Online-Dossier „Afrikanische Diaspora Deutschland“ setzte es durch Schwarzer Inhalte aus Geschichte, Kultur, Aktivismus, Medien und Kunst den Anfang der Black Berlin Rennaissance im deutschen Mainstream (Hersg.: Bundeszentrale für politische Bildung). In Kooperation mit Goethe Institut (02), Heinrich Böll Stiftung (03) und Haus der Kulturen der Welt (04) entstand ein internationales Mediennetzwerk, das jährlich beim Black Media Kongress in Berlin zusammenfand. 2004 ehrte die UNESCO das Projekt „May Ayim Award“, den 1. Schwarzen Deutschen Internationalen Literaturpreis als „Deutsches Projekt zur Erinnerung an den Sklavenhandel und seine Abschaffung“. 2010 wurde eine Berliner Strasse in May Ayim Ufer umbenannt. Online erscheint seit 2007 das Fersehmagazin „WAAKA ABOUT“ mit Produktionen, medialen Interventionen und Event-Dokumentationen aus Dekolonialer Perspektive. Für ihre innovativen Ansätze an den Schnittstellen von Bildung, Medien, Kultur und Kunst wurden die Social Media Aktivisten wiederholt auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene ausgezeichnet.

Samstag, den 16. bis Montag, den 18. November 2013

August-Bebel-Institut
Müllerstr. 163
13353 Berlin
(S/U-Bahn Wedding)

Öffnungszeiten:
Am 16. November wird die Ausstellung gegen 18 Uhr eröffnet, um 19 Uhr findet ein Dialogforum mit Belinda Kazeem mit dem Titel „Die Zukunft der Besitzenden“ statt.

Am 17. und 18. ist die Ausstellung von 12 bis 18.00 Uhr zu sehen.

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