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Film: „Fluch der Medea“/„Curse of Medea“

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InfoEintritt frei

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Der Film von Nu Breed Productions / Branwen Okpako, 43 Min D/Eng. U,2014) in Anwesenheit der Regisseurin. 

Am 27. Januar 2010 besuchte ich Christa Wolf in Pankow. Ich erzählte ihr von einem Film, den ich gerne machen wollte. „Fluch der Medea“ sollte der Film heißen basiert auf ihren Roman Medea. Stimmen.

Medea. Stimmen war für mich ein zentrales Buch, da es sich auf besonders kraftvolle und emotionale Art mit den mir wichtigen Themen auseinandersetzt. Medeas Erfahrungen ähneln denen einer Frau mit Migrationsgeschichte in Deutschland, deren Kultur skeptisch und desinteressiert betrachtet wird und die vom Aufnahmeland aufgefordert wird sich zu integrieren und sich an die „einheimische Kultur“ anzupassen. Genauso wie Medeas Kolcher durch die Korinther aufgefordert werden, sich der angeblichen Überlegenheit ihrer Kultur zu beugen.

Ich wollte diesen Text in einen Film übersetzen, wobei die speziellen Umstände der Entstehung des Buches für mich eine wichtige Rolle spielten. Also war die Person der Christa Wolf, die Autorin dieses Buches, sehr wesentlich für den Film.

Während wir über die Situation der Kolchischen Einwander*innen Korinth und die besondere Beziehung der ehemaligen DDR-Gesellschaft zu der Bundesrepublik kurz nach der Wende diskutierten, erschienen Medea und die anderen Stimmen der Geschichte, um unser Gespräch zu ergänzen. (Filmbeschreibung von Branwen Okpako)

Moderation: Iris Rajanayagam
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