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Vortrag: 1884 – 2014: Neue alte Grenzen? Afrikanisch-diasporische Literaturen & Identitäten im 21. Jahrhundert

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InfoTeilnahmebeitrag: 5€/3€. Sprachen: Deutsch und Englisch. Information: Ballhaus Naunynstraße, (030) 754 537 25.

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Afrikanisch-diasporische Autor*innen gehören zweifelsohne zu jenen, auf deren Biografien die Attribute „transnational“ und „transkulturell“ zutreffen. Die Entstehung und Entwicklung ihren jeweiligen Communities ist Teil des globalen Phänomens grenzüberschreitender Bewegungen von teils erzwungener, teils frei gewählter Migration, die seit dem 15. Jahrhundert weltweit - sich überschneidende - afrikanische Diasporas geschaffen haben.

Der europäische Kolonialismus in Afrika seit 1884 begründete  in Europa eine neue Vielfalt.  Und was in den 1940/50er Jahren das Nachkriegs-Paris so anziehend für viele afrikanisch-amerikanische Künstler*innen und Intellektuelle machte, scheint heute  Berlin gegeben zu sein: Eine Attraktivität für  kosmopolite Schwarze Kreative. Doch die Globalisierung hält nicht für alle das gleiche afropolitane Versprechen von Mobilität und Selbstverwirklichung bereit. Im Rahmen der  Abschlussveranstaltung der Literaturreihe „Literarische Topografien des Kolonialismus“ wird ein Blick auf unterschiedliche zeitgenössische afrikanische Narrative um Flucht, Migration und Transnationalität geworfen und im Gespräch das Feld der unterschiedlichen Erfahrungen, Selbstverständnisse und Selbstverortungen kartiert.

Mit:
Peggy Piesche, Kulturwissenschaftlerin, Universität Bayreuth 
Taiye Selasi, Autorin, Berlin 
Tigist Selam, Filmemacherin &  Autorin, New York
Mekonnen Mesghena, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Nadja Ofuatey-Alazard, Kuratorin/Moderatorin, Universität Bayreuth

Eine Veranstaltung von Kultursprünge im Ballhaus Naunynstraße gemeinnützige GmbH in Zusammenarbeit mit der Heinrich- Böll- Stiftung. Im Rahmen von "We are Tomorrow",  gefördert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und des Auswärtigen Amts.

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