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Kooperation: Buchvorstellung und Diskussion „Trade is war – A view from the South“

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InfoIm Salon des Gebäudes; Eintritt frei

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«Die WTO ist wahrhaft ein Schlachtfeld, auf dem die Krieg führenden Parteien um hohe Einsätze kämpfen – weil die Ergebnisse unmittelbar auf die Lebens- und Arbeitsverhältnisse von Millionen durchschlagen.» Das schreibt Yash Tandon, etwas drastisch, aber wohl auch sehr realistisch, in seinem aktuellen Buch «Trade is war!» Seit vielen Dekaden gilt Freihandel – ob multi- oder bilateral – als ultimative Doktrin, als notwendiges Mittel für die Realisierung von «Wohlfahrtseffekten», wie die neoliberale Wirtschaftswissenschaft dies nennt. In den Verhandlungen treffen aber Kontrahenten mit unterschiedlichen Machtpositionen aufeinander und eine Vielzahl von Akteuren versucht in höchst unterschiedlicher Weise Einfluss zu nehmen. Längst geht es nicht mehr nur um Zölle, sondern um (geistige) Eigentumsrechte, um Sanktionen oder die Patentierung der Natur. Wie jedoch kann eine global faire Handelspolitik aussehen? Sind die BRICS-Staaten, wie Tandon es vorschlägt, wirklich eine Alternative?

Yash Tandon ist ugandischer Wirtschaftswissenschaftler, war Dozent an mehreren Universitäten, früherer Direktor des South Centre in Genf und Gründer von SEATINI, einer handelskritischen NRO mit Büros in Harare, Nairobi und Kampala. In diesen Rollen war und ist er langjähriger Analyst und politischer Aktivist. Er stellt sein neues Buch «Trade is war!» vor, dessen Inhalt sich aus wissenschaftlicher Analyse und persönlicher Erfahrung als Berater bei WTO-Verhandlungen speist.

Diskutant: Thomas Sablowski, Institut für Gesellschaftsanalyse | Moderation: Arndt Hopfmann, Afrikareferat

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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