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Kooperation: Afrofuturism - African Science Fiction Shorts

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InfoEintritt: 4/3 Euro

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Die unter der Bezeichnung "Afrofuturismus" bekannt gewordene künstlerische Bewegung nutzt das Science-Fiction-Genre, um schwarze Versionen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu imaginieren. Während die Afrofuturismus-Bewegung vor allem eine literarische und kulturelle Bewegung in der Diaspora wurde, ist es unmöglich, ihre Wurzeln auf dem afrikanischen Kontinent zu ignorieren: Die Vorstellung und Utopie einer zukünftigen Welt, einer grundsätzlich unterschiedlichen Welt, jenseits von hegemonialen Kategorien und Gegensätzen, bis hin zur Infragestellung des Begriffs des (Post)Humanismus waren allesamt schon immer integraler Bestandteil der afrikanischen Erzähltradition(en).

Kuratiert und moderiert durch die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Peggy Piesche laden das GRASSI Museum und der Berliner Verein AfricAvenir zu einem afrofuturistischen Filmabend ein. Es werden insgesamt fünf Science-Fiction Kurzfilme (OF Englisch) gezeigt - das Screening wird von einer Diskussion mit Peggy Piesche begleitet.

Science-Fiction-Shorts:

Jonah (2013)
Kibwe Tavares, Zanzibar, 18 Min., engl. OF
Mbwana und sein bester Freund Juma sind zwei junge Männer mit großen Träumen. Diese Träume werden wahr, als sie einen gigantischen und aus dem Wasser springenden Fisch fotografieren und ihre Kleinstadt zu einem blühenden Tourismus-Zentrum wird. Doch für Mbwana ist diese Realität nicht, wie er sie sich erhofft hatte. Jonah ist eine "Big Fish Story" über das Alte und das Neue, und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ihnen. Ein visuelles Fest, mit Humor und viel Wärme gedreht, erzählt der Film eine alte Geschichte auf eine komplett neue Art und Weise.

Al Djazira - The Island (2007)
Amin Sidi Boumediene, Algerien, 35 Min, Arabisch mit engl. UT
Ein Mann in einem rätselhaften Raumanzug erwacht in einer Felsenbucht, im Morgengrauen. Als er das verlassene Algier erreicht, legt er die wenigen Meter zurück, die in von der Freiheit trennen.

Afronauts (2014)
Frances Bodomo, Ghana, 14 Min., engl. OF
Unmittelbar nach Sambias Unabhängigkeit im Jahr 1964 erbaut eine erfindungsreiche Gruppe von Dorfbewohner/innen eine Rakete, um ebenfalls in den "Wettlauf im All" einzutreten. Als der Starttermin näher kommt, muss ihr Astronaut - die 17-jährige Matha Mwambwa - entscheiden, ob ihre Teilnahme lediglich ihrem Wunsch entspringt, die Traumata ihrer Vergangenheit zu vertreiben oder eine glorifizierte menschliche Opfergabe zu werden. Inspiriert durch eine wahre Geschichte.

Pumzi (2009)
Wanuri Kahiu, Kenia, 2009, 21 Min., engl. OF
Ein Science-Fiction Film, 35 Jahre nach dem 3. Weltkrieg, dem "Wasserkrieg". Gefilmt in einer post-apokalyptischen Welt, in der alles Leben an der Erdoberfläche ausgestorben ist. Eine junge Wissenschaftlerin beschließt, ihr abgeschottetes Stadtviertel zu verlassen, in dem es keine Natur mehr gibt. Sie macht sich auf die Suche nach Spuren von Leben.

Robots of Brixton
R: Kibwe Tavares, GB, 2011, 6 Min.
Brixton has degenerated into a disregarded area inhabited by London's new robot workforce - robots built and designed to carry out all of the tasks which humans are no longer inclined to do. The mechanical population of Brixton has rocketed, resulting in unplanned, cheap and quick additions to the skyline.

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