Koop: Konzert des Rappers & Aktivisten Smockey

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InfoPreiskategorie E: 8,- €, erm. 5,- €

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Nicht nur für die Jugend von Burkina Faso ist der Rapper Smockey inzwischen eine lebende Legende. Als Musiker hat er die jungen Burkinabé über Jahre politisiert und mobilisiert, als einer der Gründer und Aktivisten der zivilgesellschaftlichen Bewegung „Balai Citoyen“ („Bürgerbesen“) spielte er eine ausschlaggebende Rolle beim Sturz des Diktators Blaise Compaoré. Durch seine Musik werden die Euphorie, der Mut und das Engagement, die ein ganzes Land ergriffen, spürbar.

Smockey, eigentlich Serge Martin Bambara, wurde 1971 als Sohn eines burkinischen Vaters und einer französischen Mutter in Ouagadougou geboren. Nach einem Studienaufenthalt in Frankreich, wo er sich der Musik zuwendet, kehrt er 2001 nach Burkina Faso zurück und gründet das auf Rap und Hip-Hop spezialisierte „Studio Abazon“, in dem vor allem Underground-Künstler produziert werden. Zeitgleich erscheint sein erstes Album „Epitaphe“, das mit den Nachfolgern „Zamana“ und „Code Noir“ bereits den politischen Aktivisten erkennen lässt. Vielfache Auszeichnungen sowie Kooperationen u.a. mit der senegalesischen Hip-Hop-Größe Didier Awadi festigen seinen Platz an der Spitze des afrikanischen Hip-Hop.

2013 gründet er zusammen mit seinem Musikerkollegen Sams’K Le Jah den „Balai Citoyen“ (Bürgerbesen), eine der mitgliederstärksten Jugendbewegungen aller Zeiten, die sich besonders mit dem einstigen Präsidenten und Volkshelden Thomas Sankara identifiziert. Hunderttausende Menschen demonstrieren friedlich gegen Machtmissbrauch, Korruption und Perspektivlosigkeit der jungen Generation. Der Protest gipfelt im Volksaufstand, der Blaise Compaoré schließlich Ende Oktober 2014 aus dem Amt „fegt“.

Mit: Smockey Bambara (Vocals), Ousmane Ouedraogo (drums), L. Hamidou Bantagnon (piano), Elisé Soudré (bass), Élie Soudré (acoustic guitar), Salifou Diarra (balafon, N'koni)

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Schlaflose Nächte (Sleepless Nights)   
Burkina Faso zwischen Kultur und Revolution
(Burkina Faso between Culture and Revolution)

15.-19. November 2016, HAU Hebbel am Ufer

„Schlaflose Nächte. Burkina Faso zwischen Kultur und Revolution“ zeigt zeitgenössische Kreationen aus einem Land, das die Kultur zu seinen wichtigsten Ressourcen zählt. Es versteht sich als eine Plattform für die Auseinandersetzung mit den Künstlern und ihren kreativen Prozessen, mit der Verbindung zwischen Kunst und sozialem Engagement.

Der burkinische Volksaufstand im Oktober 2014, der zum Rücktritt des langjährigen Präsidenten Blaise Compaoré führte, spielt hier eine zentrale Rolle. Er war nicht allein eine Folge des Drucks zivilgesellschaftlicher und oppositioneller Gruppen, bereits lange im Vorfeld hatten einige der eingeladenen Tänzer und Theaterschaffenden in ihren Stücken die Alarmglocken hinsichtlich des Zustands des Landes schrillen lassen. Die Künstler sind auch Aktivisten, die aus der Kunst eine eigene Form der politischen und bürgerlichen Willensbildung machen.

Die Stücke, fast ausnahmslos Deutschlandpremieren, behandeln Fragen der Meinungsfreiheit, der Menschenrechte und der kulturellen Vielfalt. Das einwöchige Festival wird von einer Filmvorführung, einem Konzert mit dem Rapper Smockey, einem der Anführer der Protestbewegung „Le balai citoyen“ und Künstlergesprächen eingerahmt. Kuratiert wird es von Alex Moussa Sawadogo.

Künstlerische Leitung
Alex Moussa Sawadogo (Burkina Faso/ Deutschland)
Alex Moussa Sawadogo hat Kunstgeschichte in Ouagadougou und Kultur- und Medienmanagement in Hamburg studiert und sich dabei auf Tanz und Film spezialisiert. Mitarbeit in zahlreichen Kultureinrichtungen in Burkina Faso, u.a. beim panafrikanischen Filmfestival FESPACO. Nach seinem Umzug nach Berlin war er 2005 als Presse- und Kulturbeauftragter der Botschaft von Burkina Faso in Berlin tätig. Er konzipierte und kuratierte die Tanzfestivals „Border Border Express“ (2011) und „Moussokouma“ (2013) im HAU Hebbel am Ufer in Berlin. Zudem war er als Co-Kurator für afrikanische Filme bei den Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur tätig. Seit 2012 ist Sawadogo  als künstlerischer Berater für das Programm  „Open Doors “ beim Festival del Film Locarno tätig. Für das Festival Theater der Welt in Mannheim 2014 konzipiert er mit dem ITI Deutschland das Symposium „Africa Archive - Africa Future“. Seit 2007 ist Sawadogo  künstlerischer Leiter des Filmfestivals Afrikamera in Berlin.

„Schlaflose Nächte. Burkina Faso zwischen Kultur und Revolution“ ist eine Veranstaltung von KULTURBRAUEREI e.V. in Zusammenarbeit mit dem HAU Hebbel am Ufer, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, mit freundlicher Unterstützung des Institut Français und des französischen Ministeriums für Kultur und Kommunikation/ DGCA, des Goethe Institut (Burkina Faso) und des burkinischen Ministeriums für Kultur und Tourismus.

Weitere Informationen (coming soon):
www.nuitsblanches.com, www.hebbel-am-ufer.de

Adressen:
HAU1 – Stresemannstr. 29, 10963 Berlin
HAU2 – Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin
HAU3 – Tempelhofer Ufer 10, 10963 Berlin

Karten:
Preiskategorien:
B: 20,- € / 15,- € (je nach Reihe), erm. 10,- €
C: 15,- € / 12,- € (je nach Reihe), erm. 10,- €
D: 13,- €, erm. 8,- €
E: 8,- €, erm. 5,- €
Film: 5,- €
Kombi-Ticket: 3 Vorstellungen für 30,- €, erm. 20,- € (frei wählbar)        

Tel. 030 – 259 004 -27 / Tageskasse HAU2 Mo–Sa 15–19 Uhr,
Abendkassen öffnen eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

Pressekontakte:
Christiane Dramé
fabrikpublik
Kreatives PR- & Projektmanagement
Kanzowstr. 16
10439 Berlin
Tel. +49. (0)30. 447 17 249
Mob. +49. (0)173. 874 19 39
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HAU Hebbel am Ufer:
Annika Frahm
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49. 30. 259 004-38
Fax +49. 30. 259 004-49
a.frahm(at)hebbel-am-ufer.de
www.hebbel-am-ufer.de

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