EN · FR · DE
 

Kostenlose Sonderführung: Von der Peters- zur Maji Maji-Allee?

.

.

Kolonialismus kritisch erinnern & Tansanias Widerstand ehren: Warum die Berliner Petersallee zur Maji-Maji-Allee werden soll

Sonderführung, Filmabend und Podiumsdiskussion zur tansanisch-deutschen Kolonial- und Widerstandsgeschichte am Welttag gegen Rassismus (21.3.2018)

2016 hat die BVV von Berlin Mitte die Umbenennung der Straßen und Plätze im sogenannten Afrikanischen Viertel beschlossen, in welchem bis heute die drei „Gründer“ der ehemals deutschen Kolonien in Afrika Namibia (Adolph Lüderitz), Kamerun und Togo (Gustav Nachtigal) sowie Tansania (Carl Peters) geehrt werden.

Am 1. März haben die Fraktionen ihre Alternativvorschläge eingebracht, die vor allem den antikolonialen Widerstand in Namibia (Anna Mungunda, Cornelius Fredericks, Jakobus Morenga), Kamerun (Rudolf Douala Manga Bell) und Tansania (Maji-Maji) würdigen sollen. Die Vorschläge wahren – nach Umkehrung der Perspektive - den direkten Bezug der bisherigen Straßennamen zu Deutschlands Kolonialherrschaft in den drei afrikanischen Staaten.

Die Umbenennung der Petersallee in Maji-Maji-Allee soll dabei an die in Deutschland komplett verdrängte, bedeutendste Erhebung gegen das deutsche Kolonialregime überhaupt erinnern. Im sogenannten Maji-Maji-Krieg 1905-07 wehrten sich mehr als 20 verschiedene Gesellschaften des heutigen Tansanias gemeinsam gegen koloniales Unrecht. Bei ihrer brutalen Bekämpfung wurden mehr Kinder, Frauen und Männer als in jedem anderen Kolonialkrieg der Deutschen getötet.

Vor dem Hintergrund der im April 2018 anstehenden BVV-Entscheidung über die neuen Straßennamen bietet das NGO-Bündnis „Decolonize Berlin“ am Internationalen Tag gegen Rassismus im Afrikanischen Viertel eine informative Sonderführung, einen Filmabend und ein Podiumsgespräch zu tansanisch-deutschen Geschichte an.

Wir freuen uns sehr, dass auch Seine Exzellenz der Botschafter der Vereinigten Republik Tansania, Dr. Abdallah S. Possi, seine Teilnahme angekündigt hat.

21. März 2018 um 17 Uhr

Kostenfreie Sonderführung mit Berlin Postkolonial

Start: U-Bhf. Afrikanische Straße (Nordausgang)

21. März 2018 um 19 Uhr

Themenabend zur tansanisch-deutschen Geschichte

Ort: EOTO e.V. in 13351 Berlin, Togostraße 76

Dokumentar-Film „ReMIX. Africa in Translation: Tansania“ (2017) und anschließende Podiumsdiskussion mit der Filmemacherin Nadja Ofuatey-Alazard, Vitale Kazimoto und Fulgens Kisalya (UWATAB - Verein der Tansanier*innen in Berlin-Brandenburg) sowie Mnyaka Sururu Mboro (Berlin Postkolonial)

Veranstalter: Bündnis "Decolonize Berlin" (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland ISD-Bund, Berlin Postkolonial, Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag BER, AfricAvenir International, Tanzania-Network, UWATAB - Verein der Tansanier*innen in Berlin-Brandenburg)

Weitere Infos:

Berliner Tagesspiegel vom 2.3.18: https://www.tagesspiegel.de/berlin/strassenumbenennungen-in-berlin-wedding-eine-maji-maji-allee-fuers-afrikanische-viertel/21024662.html

Pressemitteilung Bündnis "Decolonize Berlin" vom 2.3.18: isdonline.de/pm-strassenumbenennungen-in-berlins-afrikanischem-viertel/

Bundeszentrale für politische Bildung: "1905: Maji-Maji-Aufstand gegen die deutsche Kolonialherrschaft": www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/209829/1905-der-maji-maji-aufstand

Spiegel vom 27.2.17: "Maji-Maji-Aufstand in Tansania: Der vergessene Krieg der Deutschen": http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/tansania-der-vergessene-krieg-maji-maji-aufstand-a-1136360.html

Facebook Veranstaltung

back to top