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Berlinpremiere des Theaterstücks "Ein Spiel namens Mut"

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Das Theaterstück Ein Spiel namens Mut setzt hochaktuelle Fragen zu den Themen Heimat und Identität in den Fokus. Nach der Uraufführung bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen 2018 findet im September die Berlin-Premiere in der ufaFabrik statt.

Nigeria. Ein junger Mann kommt in sein Heimatdorf, bringt ein Huhn als Geschenk und teilt der Familie mit, dass er sich auf den gefährlichen Weg nach Europa machen wird. Die Familie debattiert. Angst und Sorge, aber auch naive Vorstellungen vom Glück, das auf ihn wartet, halten sich die Waage. Aber wenn es einem gelingen kann, dann doch Ochuko, der schneller laufen kann als der Wind.

Es ist gerade die einfache, lapidare Art, in der die Geschichte erzählt wird, die das Stück authentisch macht. Man folgt Ochuko Station um Station auf seinem Weg, sieht dabei nicht die Bewegung, nur den Stillstand, die Ohnmacht, das Warten. In irgendeinem Hafennest, einem Lager, einem Amt, schließlich in einem Land, das letztlich so anonym bleibt wie alle diese Orte. Gerade dieser Zustand, in dem sich nichts mehr regt, öffnet den Blick für die Figuren. Zeigt Hoffnung, Verzweiflung, hilflose Phantasien, zeigt die Entwurzelung, die sie immer tiefer erfasst.

Der Schauspieler Michael Ojake debütiert als Autor und Regisseur, in Lagos geboren lebt er seit über 30 Jahren in Europa. Er sieht seinen Protagonisten als „Repräsentanten der migrantischen Gemeinschaft" und benennt sehr klar seine Intention: „Ziel ist es, das Interesse für diesen einen anderen Menschen zu wecken. Wir alle sind irgendwann Fremde, Besucher, Migranten im Lauf unseres Lebens". Ojake begeisterte als Schauspieler bereits 2011 in Frank Hoffmanns Inszenierung von Taboris "Demonstration". 

  • Buch & Regie: Michael Ojake
  • Es spielen: Genifer Marione Habbasch, Eddie Jordan, Kerstin Schweers, Darren C. Perkins, Jillian Anthony, Mattis Nolte, Sara-Hiruth Zoude, Magdalena Becker, Pharell Sedenu, Raphael Omotayo Heinze
  • Bühne und Kostüme: Christian Vittinghoff/ Musikalische Leitung: Paulo Cedra
  • Choreographie: Darren C. Perkins / Dramaturgie: Birgit W. Durand          
  • Regieassistenz: Katrin Bothe / Produktionsassistenz: Falk Strehlow    
  • Hospitanz: Magdalena Becker / Licht: Lothar Kowalke

Eine Koproduktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen und dem IKC ufaFabrik Berlin.

Fr-So, 28. bis 30. September 2018, Beginn: Fr-Sa 20:00 Uhr, So 19:00 Uhr | Theatersaal, ufa Fabrik, Victoriastraße 10-18, 12105 Berlin, U6 Ullsteinstraße, Bus 170, N6, N84

Eintritt: Normal: 15 €, Ermäßigt: 10 €, für Gruppen ab zehn Personen bieten wir Ihnen Karten zum halben Normalpreis. Darüber hinaus ist ein begrenztes Kontingent von 3 €-Tickets für Berlinpass-Besitzer*innen verfügbar. 

Tickets & Infos 75 50 30, www.ufafabrik.de, vorbestellung(at)ufafabrik.de www.facebook.com/ufafabrik.

Das IKC ufaFabrik wird von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa institutionell gefördert.

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