Studien- und Begegnungsreise nach Dakar, Senegal vom 7.-17. Mai 2012 anlässlich der DAK’ART – Biennale für zeitgenössische afrikanische Kunst

dak'art 2012

Aus Anlass der diesjährigen DAK’ART - Biennale für zeitgenössische afrikanische Kunst organisiert AfricAvenir vom 7. bis 17. Mai 2012 eine Studien- und Begegnungsreise nach Dakar, Senegal. Nicht nur die vielfältigen Ausstellungen im Rahmen der Kunstbiennale bieten Möglichkeiten des Dialogs. In Begegnungen mit senegalesischen Künstler/innen, Politiker/innen und Wissenschaftler/innen, bei Museums- und Filmbesuchen sowie bei Stadtrundgängen und Konzerten soll auf der Reise der Kontakt zur Kunst, Kultur und Geschichte Dakars und des Senegals vermittelt werden. Ebenso wichtig wie ungewöhnlich wird zudem der persönliche Kontakt zu den Dakarois, den Einwohnern von Dakar, sein. So werden z.B. Mahlzeiten nicht nur in Restaurants eingenommen, sondern auch in Privathaushalten senegalesischer Familien – Begegnungen, die Einblick geben in den Alltag vor Ort.

"(...) Ich fand es toll, dass wir jenseits touristischer Pfade einen sehr umfassenden Einblick in Gesellschaft, Kultur und alltägliches Leben im Senegal bekommen haben. Der sehr persönliche Kontakt in Dakar hat uns an Orte gebracht, die wir so sonst nicht gesehen hätten. Bei meiner ersten Afrika-Reise habe ich mich an die Hand genommen gefühlt und konnte gleichzeitig eigenen Interessen nachgehen, das habe ich sehr geschätzt.“ J. Baese (Teilnehmerin 2010)

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ANMELDEFRIST: 31. März 2012

Am Montag, 27. Februar 2012 lädt AfricAvenir ab 19 Uhr in unser Büro,
Kameruner Str. 1, 13351 Berlin-Wedding (U6 Seestr.) zu einem Infoabend
zu unserer geplanten Studien- und Begegnungsreise in den Senegal.

An diesem Abend werden wir das geplante Programm vorstellen, Eindrücke
der ersten Reise vermitteln, die 2010 stattfand, sowie über die
aktuellen Ereignisse rund um die Wahlen im Senegal berichten. Natürlich
geht es auch um Eure und Ihre Fragen, die wir an diesem Abend gerne
beantworten.

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DAK'ART
Am 11. Mai 2012 wird die diesjährige Biennale für zeitgenössische afrikanische Kunst, die DAK’ART, eröffnet. Die Biennale lädt seit 1992 Künstler/innen aus Afrika und der afrikanischen Diaspora ein, das Leben auf dem Kontinent und darüber hinaus darzustellen, zu reflektieren und die weltweite Wahrnehmung Afrikas und der Afrikaner/innen so (mit) zu gestalten. Weit davon entfernt, sich nur auf eine verengende Perspektive des Afrikanischen zu beschränken, will die Biennale in den Ausstellungen und einem reichhaltigen Programm das Internationale hervorheben: Afrikanische Kunst ist nur als internationale Kunst verständlich.

KUNST & KULTUR
Die DAK'ART lädt zu einer dialogischen Auseinandersetzung ein. In der ganzen Stadt – und zunehmend auch in weiteren Städten und auf dem Land – sind kleine und große Ausstellungen und Performances zu sehen. Als offizielle Gäste der Biennale werden wir nicht nur bei den Eröffnungszeremonien dabei sein, sondern bereits im Vorfeld das Organisatoren-Team der DAK’ART treffen, um über “Kunst und Politik” in Westafrika zu diskutieren. Selbstverständlich wird viel Zeit für den gemeinsamen oder individuellen Besuch der zahlreichen Vernissagen und Ausstellungen sein. Wir besuchen das Künstlerdorf „Village des artistes“ und darüber hinaus auch ausgewählte Künstler wie z.B. den zwischen Berlin und Dakar lebenden Konzeptkünstler Mansour „Kanakassy“ Ciss in seiner Villa Gottfried.

Dakar bietet kulturell noch einiges mehr: So besuchen wir die international renommierte Modeschöpferin Oumou Sy in ihrem Atelier bzw. der von ihr gegründeten Modeschule. Der internationale Hip Hop Star Didier Awadi empfängt uns in seinem Tonstudio „Studio Sankara“. Wir treffen berühmte Filmemacher wie Moussa Sène Absa oder Moussa Touré, um über das senegalesische Kino zu diskutieren. Wir interessieren uns außerdem für senegalesisches Kunsthandwerk, wohnen Theater-, Tanzaufführungen und Erzählabenden bei und genießen die große Vielfalt an  Konzerten, die Dakar zu bieten hat: Pape & Cheikh, Youssou Ndour, Didier Awadi, Ismael Lô, Orchestra Baobab, Hip Hop und Reggae Konzerte etc.
 
GESCHICHTE
Dakar hat eine wechselvolle Geschichte. Seine Bedeutung reicht von der Rolle als Umschlagplatz für den Sklavenhandel und spätere Kolonialstadt über eine strategische Position im Zweiten Weltkrieg bis zur Dekolonisation und darüber hinaus. Diese Geschichte werden wir nicht nur auf einer umfangreichen Stadtbegehung mit dem Lehrer und Historiker Babacar Mbaye Ndaak nachvollziehen, sondern insbesondere während einer Tagestour auf der Insel Gorée mit Besuch im Haus des Sklaven, in den Festungen und im Historischen Museum. Darüber hinaus steht der Besuch der Universität Cheikh Anta Diop auf dem Programm, wo wir die Bibliothek und das Laboratorium von Cheikh Anta Diop besuchen, der in seinen Forschungen sowohl die kulturellen Ursprünge der Menschheit auf den afrikanischen Kontinent verlegt als auch nachhaltig das Selbstverständnis afrikanischer Gesellschaften gegenüber dem Westen gestärkt hat.

GESELLSCHAFT&WISSENSCHAFT
Weitere Begegnungen führen uns an gesellschaftspolitische Themen in Westafrika heran: So planen wir einen Besuch bei dem panafrikanischen Forschungsinstitut CODESRIA, das seit 1973 die Sozialwissenschaften in Afrika vorantreibt. Auch das von Samir Amin geleitete Third World Forum, ein globalisierungskritisches Forschungs- und Beratungsinstitut, das über 1000 Intellektuelle in Afrika, Asien und Lateinamerika vernetzt und alternative Entwicklungswege fördert, steht auf dem Programm genauso wie eine Diskussion mit dem  Leiter der französischen Internetplattform Pambazuka.org, DER pan-afrikanischen Plattform für soziale Gerechtigkeit in Afrika. Wir planen zudem ein Treffen mit Vertretern der Bewegung des 23. Juni, um aus zivilgesellschaftlicher Perspektive über den Ausgang der Wahlen und die Zukunft dieser sozialen Bewegung zu sprechen.

TOURISTISCHES & FREIE ZEIT
Quasi "obligatorisch" in Dakar sind der Besuch einer "Soirée de Danse Sénégalaise" und einer "Lutte Sénégalaise" (senegalesischer Ringkampf). Wir werden uns jedoch nicht auf touristischen Pfaden durch die Stadt bewegen, sondern vor allem Wege einschlagen, die den Alltag der Stadt und das  gewöhnliche Leben vor Ort präsentieren. Zeit für Erholung und individuelle Tagesgestaltung, ein Besuch auf dem Markt oder am Strand sind ebenso vorgesehen.

Das AfricAvenir-Begleitteam
Babacar Mbaye Ndaak ist Lehrer für Geschichte und Geographie in Dakar. Er war Schüler des senegalesischen Gelehrten Cheikh Anta Diop und ist Vorsitzender des Verbands senegalesischer Märchenerzähler sowie Mitglied der Stiftung Youssou N'Dour. Vor Ort unterstützt er bei der Organisation und Durchführung der Reise. Von Berlin aus werden Judith Strohm und Usha Adjamah die Reisegruppe in den Senegal begleiten, sie stehen im Vorfeld sowie während der Reise für Fragen zur Verfügung und werden auch als Dolmetscherinnen für die Reisegruppe fungieren.

Rückmeldungen zu unserer ersten Studienreise nach Dakar im Jahr 2010
„Mir hat die Reise sehr sehr gut gefallen, weil ich mich geschützt und gut aufgehoben gefühlt habe durch Eure jahrelange Zusammenarbeit mit Senegalesen, die professionelle und freundschaftliche Beziehungen wachsen lassen hat, an der wir Teilnehmenden aufs Großzügigste teilhaben konnten. Ich hätte mich nie alleine getraut, diese Reise zu unternehmen und bin äußerst dankbar für die Horizonterweiterungen und die vielen positiven Erfahrungen, die ich dort machen durfte. Das kulturelle, bildungspolitische Niveau der Studienreise war sehr hoch, die Angebote vielfältig und für mich als Künstlerin beglückend.“ I. Hildmann (Teilnehmerin 2010)

„Mit dieser Reise hat Africavenir uns Teilnehmern dank seiner guten Vernetzung und in jahrelanger Arbeit aufgebauter Kontakte Einblicke und Begegnungen ermöglicht, die ein Tourist nie haben könnte. Mir hat besonders gefallen, dass es einerseits ein durchstrukturiertes Programm gab, andererseits jeder Teilnehmer auch frei war, eigene Wege zu gehen. Beeindruckt hat mich, mit welch schier unerschöpflicher Geduld Judith und Eric mit unvorhergesehenen Situationen sowohl im Rahmen der organisatorischen Abläufe als auch innerhalb der recht inhomogenen Gruppe umgingen. Mit Charme und enormem Engagement ist es ihnen gelungen, die Reise sowohl für unerfahrene, etwas ängstliche Teilnehmer als auch für reiseerfahrene „alte Hasen“ zu einem nachhaltigen Erlebnis werden zu lassen.

Für alle, die interessiert sind, die Biennale zu sehen und darüber hinaus etwas über die senegalesische Kultur, die aktuelle politische Situation, Themen in Kunst und Bildung aber auch das ganz normale Leben in Dakar erfahren wollen, die nicht nur die schöne Kulisse, sondern auch dahinter sehen wollen, ist diese Reise unbedingt zu empfehlen.“
I.Manhart (Teilnehmerin 2010)

„Ich bin sehr gern nach Dakar gefahren. Ich fand es toll, dass wir jenseits touristischer Pfade einen sehr umfassenden Einblick in Gesellschaft, Kultur und alltägliches Leben im Senegal bekommen haben. Der sehr persönliche Kontakt in Dakar hat uns an Orte gebracht, die wir so sonst nicht gesehen hätten. Bei meiner ersten Afrika-Reise habe ich mich an die Hand genommen gefühlt und konnte gleichzeitig eigenen Interessen nachgehen, das habe ich sehr geschätzt.“ J. Baese (Teilnehmerin 2010)

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