Kooperation: "Capitaine Thomas Sankara" eröffnet Festival in Hamburg

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Info   Eintritt Filme 8€/ erm. 6,50€

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Der von AfricAvenir in Deutschland vertriebene Dokumentarfilm über Thomas Sankara ist Eröffnungsfilm bei diesjährigen "Augen-Blicke-Afrika" Filmfestival in Hamburg. Das ausschließlich aus Archivmaterial zusammengestellte Porträt von Thomas Sankara, Präsident Burkina Fasos vom 4. August 1983 bis zu seiner Ermordung am 15. Oktober 1987, ist eine Hommage an den außergewöhnlichen Staatsmann, der durch seine weitsichtigen und mutigen Reformen und seine resolut anti-imperialistische Politik die Geschichte seines Landes und des afrikanischen Kontinents nachhaltig beeinflusst hat. Mit diesem Dokumentarfilm, der mit der Energie eines zwischen Idealismus und Ironie schwankenden Punk-Manifests daherkommt, gibt uns Filmemacher Christophe Cupelin einen ganzheitlichen Überblick über das intellektuelle und politische Erbes dieses untypischen Staatschefs, der sowohl mit seinen Worten als auch mit seinen Taten Anstoß erregte.

„Sankara hatte die richtigen Worte, den Mut, die Einfachheit, die Integrität und die Persönlichkeit, um seinen Ideen Gewicht zu verleihen. Er kämpfte für die Autonomie seines Landes angesichts untragbarer externer Abhängigkeiten und für eine endogene Entwicklung. Eine echte Faszination geht daher von dieser großen Persönlichkeit aus, die an das glaubte, was sie tat und wusste, was sie damit riskierte. Cupelin macht daraus ein faszinierendes Porträt (...)“ Africultures, Olivier Barlet

In den nur vier Jahren seiner Amtszeit versuchte der charismatische junge Präsident, so viele Reformen wie möglich durchzuführen und anzustoßen. Um das Selbstbewusstsein der Bewohner Obervoltas nachhaltig zu verändern, nannte er z. B. das Land in Burkina Faso um, was bedeutet: das Land der Aufrechten. Um seine ehrgeizigen Ziele zu erreichen, setzte sich Sankara vor allem für die Abschaffung der Privilegien der Oberschicht ein, kämpfte gegen Korruption und für die Emanzipation der Frauen. In seinen nationalen und internationalen Reden stellte er die Macht- und Herrschaftsverhältnisse in dieser Welt klar und deutlich in Frage und versuchte, den Einfluss der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich zu beenden.

Christophe Cupelin, geb. 1966 in der Schweiz, studierte an der Filmhochschule in Genf. Inspiriert zu dem Film wurde Cupelin, als er 1985 als Freiwilliger in einer Schweizer NGO im heutigen Burkina Faso arbeitete, wo er als junger Erwachsener ein Land im revolutionären Umbruch erlebte. Tief beeindruckt durch diese Erfahrung beschloss er, sich voll und ganz dem Filmemachen zu widmen. Seit 1993 arbeitet er als unabhängiger Filmemacher.

AfricAvenir verleiht den Film an Kinos, Filmreihe, Gruppen und Schulen. Weitere Informationen auf unserer Verleihseite.

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