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Ken Buguls Meisterwerke auf Deutsch! Start der Crowdfunding Kampagne!

Ken Bugul

Ken Bugul gilt als eine der wichtigsten und originellsten Schriftstellerinnen Westafrikas. Seit mehr als 30 Jahren komponiert sie mit ihren Romanen Bilder ihres bewegten Lebens als Frau und Intellektuelle. Dabei verbinden sich ihre Geschichten immer mit den Beziehungen zwischen ihrem Land und dem Westen, die sie messerscharf analysiert. Doch obwohl sie zahlreiche internationale literarische Preise gewonnen hat, ist sie im deutschsprachigen Raum kaum bekannt und nur ihr Debüt "Die Nacht des Baobab" liegt bislang in Übersetzung vor. Das soll sich ändern: Mit Eurer Unterstützung veröffentlicht AfricAvenir ihr Meisterwerk „Riwan“ (1999, Grand Prix Littéraire de l’Afrique Noire und Teil der „100 Best African Books of the 20th Century“) sowie ihr zweitletztes Werk (2014) „Aller et Retour“ (ausführlichere Infos unten).

Ihr könnt uns bei diesem Publikationprojekt entscheidend unterstützen! Mit euren Spenden bzw. Vorbestellungen übersetzen wir die genannten Romane ins Deutsche, bringen sie in Taschenbuchform heraus und laden Ken Bugul im November 2016 zu einer Lesereise nach Deutschland und in die Schweiz ein.

Wir haben eine Reihe schöner "Dankeschöns" zusammengestellt, vom handsignierten Buch bis hin zu einer persönlichen Begegnung mit Ken Bugul bzw. (für Organisationen) eine Lesung von Ken Bugul im November 2016 (limitiert)!

Hier geht es zur Startnext Plattform: https://www.startnext.com/kenbugul

Ihr könnt uns auch direkt mit einer Spende unterstützen, entweder über unser Spendenformular: http://www.africavenir.org/de/spende.html oder einfach per Überweisung (bitte uns aber auch über den Zweck der Überweisung per Mail kurz informieren!): AfricAvenir International e.V., IBAN: DE91660908000016721303; BIC: GENODE61BBB

Ausführliche Informationen zum Projekt weiter unten oder auf der Startnext Projektseite.

Bitte gern an Freunde, Bekannte und über Mailinglisten weiter verbreiten!

Ausführliche Informationen
Warum Ken Bugul? Weil sie aus unserer Sicht eine der wichtigsten Stimmen der frankophonen afrikanischen Literatur ist – eine durch und durch weibliche, zweifelnde und zugleich starke und radikale Stimme, mit einem unbändigen Mut zur Freiheit und zur eigenen Position. Ken Buguls Analysen ihrer eigenen Gesellschaft wie auch des Westens sind ebenso ehrlich wie sie authentisch sind, weil sie sich nicht auf Ideologie und Theorien verlassen, sondern im authentisch und intim Erlebten gründen. Ihr radikales Schreiben, so Marie-Hélène Gutberlet, „setzt auf den Mut zur Äußerung und Freilegung der menschlichen Erfahrung“, eben jenseits dogmatischer Positionen und klischeebehafteter Zuschreibungen.

In ihrem Meisterwerk „Riwan oder der Weg aus Sand“, das von einer afrikanischen Kommission zu einem der 100 wichtigsten afrikanischen Bücher des 20. Jahrhunderts gewählt und mit dem wichtigsten afrikanischen Literaturpreis ausgezeichnet (Grand Prix Littéraire de l’Afrique Noire) ausgezeichnet wurde, erzählt Ken Bugul, in einem erschütternden - aus der Quelle eines authentischen Erlebens geschöpften und poetischen Berichts - von der verzweifelten Suche der autofiktionalen Hauptfigur nach einer wiederhergestellten, geschlichteten und mit sich selbst versöhnten Identität. Sie reflektiert dabei in ungewöhnlich offener und hellsichtiger Weise über den Feminismus. Viele Vorurteile und aus Europa übernommene Ansichten über die Lebensbedingungen afrikanischer Frauen werden umgestürzt und gnadenlos auseinandergenommen oder seziert. In Riwan findet ein mutiges Nachdenken über afrikanische Traditionen, Polygamie, Monogamie, Entfremdung, Verführung, Leben und Tod statt.

„Aller et Retour“, Ken Buguls neunter Roman, ist eine kritische Reflektion über die Gründe des Scheiterns der Unabhängigkeiten und gleichzeitig eine Geschichte des populären Widerstands, der Widerspenstigkeit und der Hoffnung im Angesicht einer geldgierigen und orientierungslosen Elite und einer korrumpierenden Weltwirtschaft. Die junge und naive Ngoné, die vom Landesinneren zum ersten Mal nach Dakar kommt, folgt der durch ein aufreibendes Leben geschädigten Bigué, die nach der Konfrontation mit einem gewissen ausländischen General (DeGaulle) auf der Suche nach ihrem Kopf (bzw. Verstand) ist und dem Sinn einer verfälschten oder fehlgeleiteten Unabhängigkeit ihres Landes. Ihre Wanderschaft durch ein verheißungsvolles und doch schon heruntergekommenes Dakar der 1980er Jahre führt uns zu Tagträumern, Künstlerkolonien und allzu selten gewordenen großherzigen Dichtern. Am Vorabend der Ankunft eines neuen Henkers leisten sie den einsetzenden Strukturanpassungsprogrammen, welche die Gesellschaft erschüttern und der Kultur zusetzen werden, verzweifelten Widerstand. Ken Bugul taucht die Leser*innen in ein Universum, in dem Beschreibung einer expandierenden Großstadt, sozio-politische Analyse sowie mystischer Epos ineinander fließen zu einem Werk von ungeheurer poetischer Kraft.

Großen Dank für die Erstellung des Pitch-Videos an: Sarah Pöhlmann, Sara Hiruth Zewde und Caroline Narr sowie an die Filmemacherin Silvia Voser für die Nutzung ihres Dokumentarfilms „Ken Bugul – Niemand will sie“.

Hinter dem Projekt steht AfricAvenir: Die deutsche Sektion von AfricAvenir International e.V. ist 2000 aus einer studentischen Initiative an der FU Berlin hervorgegangen und wurde 2004 in Berlin als gemeinnütziger Verein gegründet. Seither bieten wir eine Plattform für afrikanische und diasporische Positionen und Perspektiven, die wir kontinuierlich und systematisch ins Zentrum unserer Veranstaltungen, Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit stellen.

Weitere Infos: www.africavenir.org

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