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Voyages éducatifs

Depuis 2002, AfricAvenir organise régulièrement des voyages éducatifs dans des pays africains, en particulier au Cameroun et au Sénégal. L’objectif de ces voyages est de permettre aux participant-e-s de se familiariser aux réalités africaines par le biais de rencontres avec des groupes de la société civile, avec des artistes et des intellectuels locaux. Ces voyages tournent la plupart du temps autour d’une biennale, d’un festival ou d’un autre événement culturel important qui nous permet d’organiser des rencontres avec d’importants acteurs des mouvements sociaux, des représentants d’ONG, des universitaires ou des représentants politiques mais aussi des artistes et des curateurs. Nous planifions d’élargir dans le futur proche notre offre de voyages au Bénin et au Burkina Faso.

Par ailleurs, nous proposons en coopération avec le Tageszeitung (taz) deux voyages d’étude au Sénégal sur les thèmes de la société civile et des droits des femmes.

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Studien- und Begegnungsreise nach Dakar, Senegal anlässlich der DAK’ART – Biennale für zeitgenössische afrikanische Kunst

Aus Anlass der diesjährigen DAK’ART - Biennale für zeitgenössische afrikanische Kunst organisiert AfricAvenir alle zwei Jahre eine Bildungs- und Begegnungsreise nach Dakar, Senegal. Nicht nur die vielfältigen Ausstellungen im Rahmen der Kunstbiennale bieten Möglichkeiten der Begegnung. In Dialogforen mit senegalesischen Künstler/innen, Politiker/innen und Wissenschaftler/innen, bei Museums- und Filmbesuchen sowie bei Stadtrundgängen und Konzerten soll auf der Reise der Kontakt zur Kunst, Kultur und Geschichte Dakars und des Senegals vermittelt werden. Ebenso wichtig wie ungewöhnlich wird zudem der persönliche Kontakt zu den Dakarois, den Einwohnern von Dakar, sein. So werden z.B. Mahlzeiten nicht nur in Restaurants eingenommen, sondern auch in Privathaushalten senegalesischer Familien – Begegnungen, die Einblick geben in den Alltag vor Ort.

Die nächste Reise zur DAK'ART findet um den 8. Mai (Eröffnung der Biennale) statt. Anmeldungen nehmen auch jetzt schon entgegen: info(at)africavenir.org

Die DAK’ART - Biennale für zeitgenössische afrikanische Kunst ist die größte und wichtigste Biennale auf dem Kontinent. Die DAK'ART lädt seit 1992 Künstler/innen aus Afrika und der afrikanischen Diaspora ein, das Leben auf dem Kontinent und darüber hinaus darzustellen, zu reflektieren und die weltweite Wahrnehmung Afrikas und der Afrikaner/innen so (mit) zu gestalten. Weit davon entfernt, sich nur auf eine verengende Perspektive des Afrikanischen zu beschränken, will die Biennale in den Ausstellungen und einem reichhaltigen Programm das Internationale hervorheben: Afrikanische Kunst ist nur als internationale Kunst verständlich.

Über einen Monat lang nimmt die DAK'ART die ganze Stadt – und zunehmend auch weitere Städte und Dörfer – ein, jeden Tag sind zahlreiche kleine und große Ausstellungen und Performances zu sehen. Selbstverständlich wird viel Zeit für den gemeinsamen oder individuellen Besuch der zahlreichen Vernissagen und Ausstellungen sein. Wir besuchen das Künstlerdorf „Village des artistes“ und darüber hinaus auch ausgewählte Künstler wie z.B. den zwischen Berlin und Dakar lebenden Konzeptkünstler Mansour „Kanakassy“ Ciss in seiner Villa Gottfried an der "Petite Côte" südlich von Dakar.

Dakar bietet kulturell noch einiges mehr: Zwar wird jede Reise individuell geplant und entsprechend unterschiedlich sein, wichtige Begegnungen der vergangenen Reisen beinhalteten jedoch z.B. den Besuch des Ateliers der international renommierten Modeschöpferin Oumou Sy, des internationalen Hip Hop Stars Didier Awadi in seinem Tonstudio „Studio Sankara“, und berühmte Filmemacher wie Moussa Sène Absa oder Moussa Touré. Wir interessieren uns außerdem für senegalesisches Kunsthandwerk, wohnen Theater-, Tanzaufführungen und Erzählabenden bei und genießen die große Vielfalt an  (allerdings sehr spät beginnenden) Konzerten, die Dakar zu bieten hat: Pape & Cheikh, Youssou Ndour, Didier Awadi, Ismael Lô, Orchestra Baobab, Hip Hop und Reggae Konzerte etc.
 
Die Stadt Dakar hat eine wechselvolle Geschichte. Ihre Bedeutung reicht von der Rolle als Umschlagplatz für den Sklavenhandel und spätere Kolonialstadt über ihre strategische Position im Zweiten Weltkrieg bis zur Dekolonisation und darüber hinaus. Diese Geschichte werden wir nicht nur auf einer umfangreichen Stadttour mit dem Lehrer und Historiker Babacar Mbaye Ndaak nachvollziehen, sondern insbesondere während eines Besuchs auf der Insel Gorée. Darüber hinaus steht die Universität Cheikh Anta Diop auf dem Programm, wo wir die Bibliothek und das Laboratorium von Cheikh Anta Diop besuchen, der in seinen Forschungen sowohl die kulturellen Ursprünge der Menschheit und der menschlichen Zivilisation auf den afrikanischen Kontinent verlegte als auch nachhaltig das Selbstverständnis afrikanischer Gesellschaften gegenüber dem Westen stärkte.

Weitere Begegnungen führen uns an gesellschaftspolitische Themen in Westafrika heran: So ist der Besuch bei dem panafrikanischen Forschungsinstitut CODESRIA, das seit 1973 die Sozialwissenschaften in Afrika vorantreibt, Teil jeder Reise. Auch eine Diskussion mit dem Leiter der Internetplattform Pambazuka.org, DER pan-afrikanischen Plattform für soziale Gerechtigkeit in Afrika, sowie ein Treffen mit Vertretern der Bewegung „M23“ und „Y en a marre“ sind quasi obligatorisch, um aus zivilgesellschaftlicher Perspektive über die erfolgreichen Proteste in 2012, den Machtwechsel und die Zukunft der sozialen Bewegung im Senegal und in der Region zu sprechen.

Neben der Innenstadt Dakars werden wir auch die Banlieu mit Stadtteilen wie Guediawaye und Hann Pecheur kennenlernen, wo wir Vertreter der NGO „Kaddu Yaraax“ treffen werden, die seit mehreren Jahren erfolgreich mit dem sog. „Theater der Unterdrückten“ nach Augusto Boal arbeitet und Aufklärungsarbeit zu unterschiedlichsten Themen wie Migration, Umweltschutz etc. betreibt.

Da sich unser Netzwerk ständig weiter entwickelt, kommen mit jeder Reise weitere oder andere Programmpunkte hinzu. Wie die unten stehenden Rückmeldungen von Mitreisenden belegen, bietet diese Form des dialogischen Reisens zahlreiche Begegnungen und Erlebnisse, die noch lange nachwirken.

Rückmeldungen zu unseren Studienreise nach Dakar, 2010 & 2012

„Ich war von der Vielfalt des Angebots überrascht: die Vielfalt an interessanten Menschen, die man via dieser Studienreise treffen konnte, und unkonventionelle Orte, die besucht wurden, war schon genial. Sicher ist, dass es wenige Reisen dieser Art gibt, bei denen man in relativ kurzer Zeit wirklich viel von Land, Kultur und Menschen mitbekommt. Wer sich für Kultur, Kunst und politische Hintergründe interessiert, ist hier an der richtigen Adresse! Usha und Judith waren sehr gute Reiseleiterinnen, die in Dakar über ein spannendes Netzwerk verfügen und auch inhaltlich auf fast alle Fragen interessante Hintergrundinformation anbieten konnten. Beider Französisch ist 'impeccable' - sie sprechen es fließend und sind dadurch auch in der Rolle der Übersetzerin/Kommentatorin unschlagbar! Empfehlung!“ D. Swarowsky (Mitreisende 2012)

„Schon die Dak'Art alleine ist mehr als eine Reise wert, durch die Studienreise mit AfricAvenir wurde sie zur nachdrücklichen Lernerfahrung.
Im vielseitigen Programm kamen sowohl politisch als auch künstlerisch Interessierte auf Ihre Kosten. Das unermessliche Kulturangebot der Dak'Art wurde begleitet durch Exkursionen und Besuche mit spannenden Inputs und Diskussionen - von Pan-Afrikanismus, über Afrikanische Renaissance, die Geschichte des Sklavenhandels bis zu Senegals Einbindung im Weltwirtschaftssystem. Dank seiner zahlreichen Kontakte schuf AfricAvenir viele inspirierende Begegnungsräume mit eindrucksvollen Persönlichkeiten aus Politik, Kulturszene und Zivilgesellschaft.  Die Orte der Begegnung - vom imposanten Staatstheater bis zum Hinterhof eines Geschichtenerzählers (Griots) - waren kontrastreich und boten diverse und tiefe Einblicke in Senegals Moderne. Die kompetente, symphatische und bestens informierte Reiseleitung sorgte für einen reibungslosen und entspannten Ablauf und lieferte wertvolle Hintergrundinformationen. Der zunächst hoch wirkende Preis scheint im Nachhinein - beim Preisniveau im Senegal und dem gebotenen Programm - mehr als gerechtfertigt.“ Timo Holthoff (Teilnehmer 2012)

„Mir hat die Reise sehr sehr gut gefallen, weil ich mich geschützt und gut aufgehoben gefühlt habe durch Eure jahrelange Zusammenarbeit mit Senegalesen, die professionelle und freundschaftliche Beziehungen wachsen lassen hat, an der wir Teilnehmenden aufs Großzügigste teilhaben konnten. Ich hätte mich nie alleine getraut, diese Reise zu unternehmen und bin äußerst dankbar für die Horizonterweiterungen und die vielen positiven Erfahrungen, die ich dort machen durfte. Das kulturelle, bildungspolitische Niveau der Studienreise war sehr hoch, die Angebote vielfältig und für mich als Künstlerin beglückend.“ I. Hildmann (Teilnehmerin 2010)

„Mit dieser Reise hat Africavenir uns Teilnehmern dank seiner guten Vernetzung und in jahrelanger Arbeit aufgebauter Kontakte Einblicke und Begegnungen ermöglicht, die ein Tourist nie haben könnte. Mir hat besonders gefallen, dass es einerseits ein durchstrukturiertes Programm gab, andererseits jeder Teilnehmer auch frei war, eigene Wege zu gehen. Beeindruckt hat mich, mit welch schier unerschöpflicher Geduld Judith und Eric mit unvorhergesehenen Situationen sowohl im Rahmen der organisatorischen Abläufe als auch innerhalb der recht inhomogenen Gruppe umgingen. Mit Charme und enormem Engagement ist es ihnen gelungen, die Reise sowohl für unerfahrene, etwas ängstliche Teilnehmer als auch für reiseerfahrene „alte Hasen“ zu einem nachhaltigen Erlebnis werden zu lassen. Für alle, die interessiert sind, die Biennale zu sehen und darüber hinaus etwas über die senegalesische Kultur, die aktuelle politische Situation, Themen in Kunst und Bildung aber auch das ganz normale Leben in Dakar erfahren wollen, die nicht nur die schöne Kulisse, sondern auch dahinter sehen wollen, ist diese Reise unbedingt zu empfehlen.“ I.Manhart (Teilnehmerin 2010)

„Ich bin sehr gern nach Dakar gefahren. Ich fand es toll, dass wir jenseits touristischer Pfade einen sehr umfassenden Einblick in Gesellschaft, Kultur und alltägliches Leben im Senegal bekommen haben. Der sehr persönliche Kontakt in Dakar hat uns an Orte gebracht, die wir so sonst nicht gesehen hätten. Bei meiner ersten Afrika-Reise habe ich mich an die Hand genommen gefühlt und konnte gleichzeitig eigenen Interessen nachgehen, das habe ich sehr geschätzt.“ J. Baese (Teilnehmerin 2010)

Das AfricAvenir Begleitteam

Ibou Coulibaly Diop

Geboren und aufgewachsen in Sagatta (Senegal), studierte Ibou Coulibaly Diop Französische Philologie und Deutsch als Fremdsprache an der Technischen Universität Berlin. Seit 2011 ist er Vorsitzender des Vereins Sunugaal e.V., der wichtigsten Vereinigung der in Deutschland lebeneden Senegales/innen sowie Gründungsmitglied von Offene Tür e.V. Mit seiner offenen und kommunikativen Art engagiert er sich seit seiner Schulzeit für den kulturelle Austausch und war in zahlreichen Vereinen im Senegal und in Deutschland aktiv. Als Vorsitzender von Sunugaal war er bereits seit mehreren Jahren mit AfricAvenir im Rahmen gemeinsamer Veranstaltungen (Filmvorführungen, Konzert Didier Awadi etc.) in engem Kontakt bevor er 2014 Mitglied und auf Anhieb in den Vorstand gewählt wurde.

Usha Ziegelmayer

Usha Ziegelmayer studierte Afrikanistik und Deutsch als Fremdsprache an der Universität Leipzig, mit Auslandsaufenthalten in Senegal und Tanzania. Seit 2008 ist sie bei AfricAvenir in Berlin aktiv und war seitdem an unterschiedlichsten Projekten beteiligt, u.a. als Koordinatorin des Theaterprojekts "Traumata - Traumatismes" (2010) mit Ousmane Aledji (Benin), als Redaktionsassistentin der Publikation "50 Jahre afrikanische Un-Abhängigkeiten - eine selbstkritische Bilanz" und als Koordinatorin des Projekts "Paradoxien der Nachhaltigkeit" (2012-2013). Von 2010-2014 war Usha Vorstandsmitglied von AfricAvenir. Neben ihrem Engagement bei AfricAvenir war sie für CIM - Centrum für Internationale Migration und Entwicklung in der Beratung von Migrantenselbstorganisationen tätig. Usha war bereits mehrmals für Studien- und Arbeitsaufenthalte im Senegal und leitete 2012 und 2014 die AfricAvenir Studien- und Begegnungsreise zur DAK`ART. Mit dem senegalesischen Griot und Märchenerzähler Babacar Mbaye Ndaak hat Usha eine CD mit senegalesischen Erzählungen aufgenommen. Aktuell promoviert Usha an der FU Berlin zu Migration und Umweltwandel in Ghana und Indonesien.

Judith Strohm

Judith Strohm studierte Politikwissenschaft in Berlin, Paris und Québec (Kanada). Seit 2006 gehört sie dem Vorstand von AfricAvenir in wechselnden Positionen an, 2010-2011 baute sie als Geschäftsführerin die Grundstrukturen des Vereinsbüros auf und ist seit 2012 Kassenwartin. Sie sagt: "Das Engagement bei AfricAvenir ermöglicht mir, aktuelle politische Themen aus anderen Perspektiven kennenzulernen. Das passiert nicht theoretisch, sondern ganz praktisch im direkten Austausch mit unseren Gästen aus Wissenschaft, Kunst und NGOs. Diese Begegnungen sind extrem bereichernd, lehrreich und inspirierend." Hauptamtlich ist Judith Strohm bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) tätig.

Eric Van Grasdorff (Chair Person)

Geboren und aufgewachsen in Dakar, Senegal, hat Eric Van Grasdorff Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin studiert, wo er 2000 Prof. Kum'a Ndumbe III. traf, den Gründer von AfricAvenir. Von der Vision und Mission der NGO überzeugt, ist er einer der Gründungsmitglieder der deutschen Sektion von AfricAvenir und seit der Vereinsgründung ihr (ehrenamtlicher) Vorsitzender. Hauptamtlich hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung und Oxfam gearbeitet und ist heute als Event Manager bei der Botschaft der republik Südafrika in Berlin tätig. Eric hat seine Diplomarbeit "African Renaissance and Discourse Ownership in the Information Age" veröffentlicht, sowie mehrere AfricAvenir Publikationen herausgegeben, u.a. "200 Years Later..." (2008), "50 Jahre afrikanische Un-Abhängigkeiten" (2010), "Widerstand, Revolutionen, Renaissance" (2013). Er hat bereits mehrere Studienreisen nach Senegal begleitet.

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