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Berlin Premiere: "Vom Mythos des Gottes Geld - Du Mythe du Dieu Argent", Tanztheater des Ensembles Dialogues Inévitables, 14. und 15. November 2012, 20:00 Uhr, Haus der Berliner Festspiele

der mythos des gotes geld

Am Mittwoch, 14. und Donnerstag, 15. November 2012, jeweils um 20 Uhr lädt AfricAvenir zu BERLINPREMIERE des Tanztheaterstücks „Du Mythe du Dieu Argent – Vom Mythos des Gottes Geld", eine beninisch-italienische Koproduktion des Ensembles „Dialogues Inévitables“

Der Gott namens Geld ist ein Schelm – das wissen wir nicht erst seit der Finanzkrise. Auf die Erde geschickt, um Tauschgeschäfte zu ermöglichen, macht er sich einen närrischen Spaß daraus mit den Schwächen der Menschen zu spielen und wird dabei immer mächtiger. Ironisch und vieldeutig nimmt uns "Vom Mythos des Gottes Geld" mit, in ein fiktives und doch vertrautes Universum. Es zeigt uns Menschen als ebenso genial und feinfühlig wie kleingeistig und vulgär. Auf drei Erzählebenen führen Tänzer, Musik und der Gan Gan (die „sprechende“ Trommel der Yoruba) durch die Geschichte des Gottes Geld und seiner Anhänger. Die Choreographie lotet dabei immer wieder die Beschaffenheit des menschlichen Körpers aus. 

„Eine fesselnde Performance, in der verschiedene artistische Sprachen in eine Botschaft übersetzt werden, die uns dazu anregt, über die moderne Gesellschaft nachzudenken.“ Serena Massolo in Gazzetino  Sampierdarenese 02/2012

„Eine Ekstase aus Körpern die rollen, einander schubsen und sich jagen, als könne die Kälte des Mediums niemals die Unordnung und ungezügelte Bewegung des Strebens nach Geld, der einzigen uns gemeinsamen Sprache, abmildern.“ Marina Giardina in Retecontempoligure 02/2012

Publikumsgespräch am 14. November im Anschluss an die Vorstellung

Du Mythe du Dieu Argent [The Myth of the God Money] from Davide Francesca on Vimeo.

Das Tanztheaterstück „Vom Mythos des Gottes Geld“ resultiert aus der langjährigen Zusammenarbeit zwischen der italienischen Tänzerin und Choreographin Francesca Pedulla, dem beninischen Musiker Eric Acakpo sowie weiteren Künstlern aus Deutschland, Belgien, Benin, Senegal, Kanada und Italien. Entstanden ist eine Kombination traditioneller und zeitgenössischer Tanzstile aus Afrika und Europa zu einer neuen Sprache, einem neuen gemeinsamen Dialekt. Vielfalt und individuelle Besonderheiten werden dabei nicht versteckt, sondern wertgeschätzt und in den Dienst einer aktuellen Botschaft gestellt. 

Dramaturgisch ist das Stück auf drei Ebenen angelegt: Zunächst handelt es sich um die Erzählung vom Mythos‘ des Gottes Geld durch die Gesten der Tänzer und die Stimme der Gan Gan, eines traditionellen Yoruba Percussion Instrumentes. In einem zweiten Teil werden die Priester und Gefolgsleute dieses Gottes vorgestellt. Dies geschieht durch lebendige Bilder, die getragen werden von symbolischen und bisweilen grotesken Figuren, die unserer kollektiven Imagination entspringen. Schließlich ermöglicht die Choreographie eine Abstraktion von den konkreten Bildern und eine ausdrucksstarke Reflexion über das menschliche Dasein und die Kraft des Tanzes. 

Der Zuschauer kann der Erzählung im Rhythmus der einzelnen Szenen folgen oder er konzentriert sich auf die Details der Mikro-Geschichten in jedem einzelnen Bild. Dem Publikum wird dabei ein Spiegel vorgehalten: Denn das Stück zeigt die Menschen ebenso genial wie feinfühlig, aber auch ebenso kleingeistig wie vulgär. 

 

Künstlerische Leitung: ERIC ACAKPO und FRANCESCA PEDULLÀ

Inszenierung: Davide Francesca und Francesca Pedullà

Musikalische Leitung: ERIC ACAKPO

Choreographie: Francesca Pedullà gemeinsam mit den Künstler/innen

Besetzung: ERIC ACAKPO (Benin), RICHARD ADOSSOU (Benin), MAUREL ACAKPO (Benin), ANICET GILDAS AIMONDE (Benin), PAPIS NDOYE (Senegal), KELLY KEENAN (Kanada), ROBERTA MESSA (Italien), SARA PARISI (Italien), FRANCESCA PEDULLÀ (Italien), ANTOINE RENOUARD (Frankreich), MEDARD SOSSA (Benin), SARA TASSARA (Italien)

Musik: ERIC ACAKPO et LORENZO GASPERONI

Licht und Technik: LUCIANO NOVELLI

Video: ANTOINE RENOUARD

Kostüme: DAVIDE FRANCESCA 

Masken / Skulpturen : DAVIDE DALL’OSSO 

Organisation, Programmierung und Verwaltung: ASSOCIATION CQB (Italien) und ASSOCIATION SONAGNON (Benin) 

Ort: 
Haus der Berliner Festspiele, Seitenbühne
Schaperstraße 24, 10719 Berlin (U-Spichernstraße)
Kartenreservierung: www.berlinerfestspiele.de oder bei 
AfricAvenir (Kameruner Str. 1, 13551 Berlin, U-Seestraße)

Eintritt 15€, erm. 8€

Eine Produktion von 
CQB, Soganon, Créations entrelacées.

Die Entwicklung des Stückes wurde unterstützt von:
Axis Syllabus, der Stadt Genua, dem Goethe Institut Genua, Palazzo Ducale Fondazione per la Cultura, Teatro dell'Archivolto, Banca Carige di Genova.

Die Berliner Aufführungen werden gefördert von: 
„Aktion Afrika“ des Auswärtigen Amtes und der Frankophonie.

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