Kooperation: Afrikanische Erinnerungsperspektiven - Erinnerungsprozesse in Ruanda, SA, 02.02.2013 um 20.00 Uhr

rwanda

Am Samstag, 2. Februar 2013 um 20 Uhr lädt der Verein Memos e.V. im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe "The struggle of memory against forgetting - Afrikanische Erinnerungsperspektiven" zu einer Abendveranstaltung zum Thema "Erinnerungsprozesse in Ruanda" mit Godeliève Mukasarasi (SEVOTA), Leona Goldstein (Filmemacherin) und Esther Denzinger (Ethnologin) ins Wostel, Hobrechtstr. 66, 12047 Berlin-Neukölln.

Die Veranstaltung findet mit Konsekutivübersetzung (Französisch-Deutsch) statt.

Godeliève Mukasarasi hat nach dem Völkermord im Jahr 1994 in ihrem Dorf Rukoma die Organisation „Sevota“ gegründet. Als Zeitzeugin und Menschenrechtsaktivistin berichtet Godeliève aus erster Hand von den verheerenden Folgen der Gewalt und von den Aufgaben, mit denen sich die Frauen von Sevota konfrontiert sehen. Es sind Frauen, die ihr Leben wieder neu zu gestalten beginnen und die – mit ihren sich immer wieder bahnbrechenden Erinnerungen an Schuld und Leid – aktiv für einen Neuanfang und für Solidarität in einer gespaltenen Gesellschaft kämpfen.

Vor allem setzt sich Sevota dafür ein, das, was Frauen im Krieg erlitten haben, ans Licht zu bringen. Die Frauen von Sevota stehen auf, reden über ihre Vergewaltigungen in der Öffentlichkeit und brechen damit soziale Tabus. Indem sie ihr Recht zu sprechen behaupten, sind sie nicht länger nur Opfer der erlittenen Gewalt, sondern auch selbst bestimmte Akteurinnen, die ihre Anliegen auf die allgemeine politische Agenda setzen.

Als Teil der Abendveranstaltung wird das Video »Fear doesn ́t sleep« der Filmemacherin Leona Goldstein vorgeführt (die im Team mit Esther Denzinger seit 2008 die Arbeit von Sevota begleitet und unterstützt). Die 10-minütige Dokumentation bettet die Organisation in den größeren Kontext der politischen Partizipation von Frauen im heutigen Ruanda ein.

The struggle of memory against forgetting
Afrikanische Erinnerungsperspektiven – eine Veranstaltungsreihe von Memos e.V.

Memos e.V. versteht sich als ein lebendiges Archiv, das im ständigen Dialog mit seinen Partner_innen wächst, und das in Prozessen der Erinnerung und Aufarbeitung von Vergangenheit Vielstimmigkeit zulässt (www.memos-online.org). In diesem Sinn hat Memos e.V. eine Film- und Veranstaltungsreihe zusammen mit Esther Denzinger und Leona Goldstein konzipiert, die sich mit Erinnerungsprozessen in drei afrikanischen Ländern auseinandersetzt.

Veranstaltungsort: Im Wostel, Hobrechtstr. 66, 12047 Berlin-Neukölln
(U-Bahnstation: Schönleinstrasse oder Hermannplatz)

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