Kooperation: Afrikanische Erinnerungsperspektiven - Mon voisin, mon tueur (Mein Nachbar, mein Mörder), DI, 05.02.2013, 19.00 Uhr

mon voisin mon tueur

Am Dienstag, 5 Februar 2013 um 19 Uhr lädt der Verein Memos e.V. im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe The struggle of memory against forgetting - Afrikanische Erinnerungsperspektiven zur Vorführung des Dokumentarfilms "Mon voisin, mon tueur" (Mein Nachbar, mein Mörder, OmU) von Anne Aghion ins Wostel, Hobrechtstr. 66, 12047 Berlin-Neukölln ein. 

In diesem Dokumentarfilm, der ausschließlich mit einem ruandischen Team gedreht wurde, verfolgt die Regisseurin während eines ganzen Jahrzehnts die Entwicklungen der Gacaca Gerichte in Ruanda mit. In diesen lokalen Gerichten versammelten sich zwischen den Jahren 2001 und 2011 einmal pro Woche Täter, Opfer, Zeugen und Laienrichter. Im Gespräch zwischen Opfer und Täter sollte dabei die Bestrafung mit der Versöhnung einhergehen. Während die ruandische Regierung das Experiment Gacaca für alternativlose Opferpolitik hält, haben vor allem Betroffene viel dagegen einzuwenden, etwa dass die Überlebenden während der Verhandlungen ihren Peinigern schutzlos, ohne Anwalt gegenüber- stehen. Versöhnung erweist sich als ein äußerst schwieriges Unterfangen – zumal Täter und Opfer gezwungen sind, heute wieder als Nachbarn Tür an Tür zusammen zu leben.

Anne Aghion hat das Iriba Zentrum für Multimedia Heritage in Kigali mitbegründet, durch den Ruander_innen Zugang zur audiovisuellen Geschichte ihres Landes haben werden.

Mon voisin, mon tueur (Mein Nachbar, mein Mörder)
Dokumentarfilm von 2009, OmU 80 Min der Regisseurin Anne Aghion 
Moderation: Esther Denzinger / Leona Goldstein

Veranstaltungsort: Im Wostel, Hobrechtstr. 66, 12047 Berlin-Neukölln (U-Bahnstation: Schönleinstrasse oder Hermannplatz)

Eintritt auf Spendenbasis

The struggle of memory against forgetting
Afrikanische Erinnerungsperspektiven – eine Veranstaltungsreihe von Memos e.V.

Memos e.V. versteht sich als ein lebendiges Archiv, das im ständigen Dialog mit seinen Partner_innen wächst, und das in Prozessen der Erinnerung und Aufarbeitung von Vergangenheit Vielstimmigkeit zulässt (www.memos-online.org). In diesem Sinn hat Memos e.V. eine Film- und Veranstaltungsreihe zusammen mit Esther Denzinger und Leona Goldstein konzipiert, die sich mit Erinnerungsprozessen in drei afrikanischen Ländern auseinandersetzt.

AfricAvenir und Berlin Postkolonial sind Medienpartner.

Die Veranstaltung wird gefördert von Stiftung Umverteilen und Brot für die Welt.

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