Theaterstück zu Thomas Sankara - "Von einem der Auszog die Revolution zu lernen" mit Luzius Heydrich und Hypolitte Kanga, 31. Januar, 1. und 2. Februar im Theater am Bauturm, Köln

sankara

Am 31. Januar 2013 um 20 Uhr lädt Theater am Bauturm in Köln zur NRW-Premiere des Stücks "Von einem der Auszog die Revolution zu lernen" von Luzius Heydrich und Hypolitte Kanga ein, das sich mit dem vor 25 Jahren ermordeten revolutionären Präsidenten Burkina Fasos, Thomas Sankara, seinem politischen Programm und seinem heutigen Erbe auseinandersetzt. Weitere Vorstellungen finden am 1. und 2. Februar 2013 statt. Das Stück wird in deutscher und französischer Sprache (mit deutscher Übertitelung) präsentiert.

Karten können Sie gerne unter 0221 52 42 42 reservieren! Oder |+| weiter zur Website des Theater am Bauturm

Das Stück wird vorher in Berlin im Theaterdiscounter aufgeführt, am 4./5./11./12. und 13. Januar 2013 in Berlin. |+| weiter lesen und Karten bestellen

Auf der Suche nach visionären politischen Impulsen stößt der junge Basler Theatermacher Luzius Heydrich auf Texte von Thomas Sankara, den hierzulande wenig bekannten ehemaligen Präsidenten des westafrikanischen Landes Burkina Faso. Sein revolutionäres Programm war eines der kühnsten in der kurzen Geschichte der Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten. Heydrich ist so fasziniert von dessen Willen zu politischer Gestaltung, dass er nach Burkina Faso reist, um nach den Spuren der Geschichte und Wirkung Sankaras zu suchen. Er lernt den dort lebenden Schauspieler Hypolitte Kanga kennen, der sich ebenfalls seit Jahren mit Sankara beschäftigt.

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Eine gemeinsame Erzählung, zwei Erzähler zweier Kontinente: Europa und Afrika. Ein theatraler Disput um die gleiche Frage aus zwei Sichtweisen: Was lässt sich lernen aus den Programmen und Visionen des afrikanischen Revolutionärs Thomas Sankara?

Aus persönlicher Auseinandersetzung um die Geschichte und den Mythos Sankara entspringen die großen Fragen um Veränderbarkeit der Welt und die Utopie einer geeinten Menschheit.

Die Künstler arbeiten mit dokumentarischem und historischem Material (Reden, Filmaufnahmen, Berichte), aber auch sehr subjektiven Momentaufnahmen (Erzählungen von Erlebnissen, Video), die sie kreativ zusammen auf der Bühne auswerten um zu neuen Fragen zu kommen.

Sinnliches, performatives Dokumentartheater, das über historische Zusammenhänge aufklärt und durch den persönlichen Zugang emotional zu berühren vermag.

Thomas Sankara war Revolutionär. Nach einem Putsch wurde er 1983 Staatschef von Obervolta. Er benannte das Land in Burkina Faso - übersetzt - "Land der aufrechten Menschen" um und setzte ehrgeizige Bildungs-, Agrar- und Gesundheitsreformen durch. Korruption und Vetternwirtschaft wurden bekämpft, die Rechte der Frauen gestärkt. International wehrte er sich gegen jeglichen Imperialismus, ob von Ost oder West - wobei sein Kampf besonders der Befreiung von der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich galt. Er selber lebte bescheiden und tauschte die Staatslimousinen mit dem billigen Renault 5 ein. 1987 wurde er von seinem besten Freund und zweiten Mann im Staate Blaise Comparoé ermordet. Dieser hat bis heute den Platz an der Spitze Burkinas inne. Er verdiente sich mit schmutzigen Kriegsgeschäften eine goldene Nase und leistet sich vor einem seiner Anwesen einen Privatzoo.

„Von einem, der auszog, die Revolution zu lernen“ wird zum africologneFESTIVAL im Juni 2013 wiederaufgenommen.

africologne präsentiert afrikanisches Theater in Köln, koproduziert mit internationalen Partnern, u.a. dem Festival Récréâtrales in Burkina Faso, und bildet eine Plattform für Netzwerke und interkulturellen Austausch. Die Künstlerische Leitung liegt bei Gerhardt Haag, dem Leiter des Theater im Bauturm – Freies Schauspiel Köln.

Das zweite africologneFESTIVAL findet vom 12.-19. Juni 2013 statt.

In diesem Rahmen wird auch die Koproduktion des Theaters im Bauturm mit der Theatergruppe Falinga und dem Festival „Récréâtrales“/Burkina Faso (Künstlerische Leitung: Etienne Minoungou) in einem deutsch-österreichisch-burkinisch-haitianischen Künstler-Team erstmals in Europa präsentiert: Ombres d’espoir – Schatten der Hoffnung von Wilfried N’Sondé in der Inszenierung von Dani Kouyaté. Die Koproduktion wurde vom 15. September bis 2. November 2012 in Burkina Faso produziert und am 3. November während des Récréâtrales-Festivals uraufgeführt!

„Von einem, der auszog, die Revolution zu lernen“
Idee / Recherche  / Konzept / Performer Luzius Heydrich Recherche / Performer Hypolitte Kanga Konzept / Regie Inda Buschmann Dramaturgie Heike Pelchen Video / Bühne / Kostüme Moritz Jüdes Assistenz / Übersetzung Johanna Herschel Oeil exterieur Kerstin Ortmeier

Eine Produktion von Luzius Heydrich in Kooperation mit den Düsseldorfer “Eine Welt Tage” / Theater im Bauturm Köln / Theaterdiscounter Berlin und dem Neuen Theater am Bahnhof Dornach. Gefördert durch Kultur Stadt Basel / Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige, Basel / kulturelles.bl -- Kanton Basel

Theater am Bautrum
Aachener  Str. 24-26
50674 Köln

Kartentelefon: 0221 52 42 42

www.theater-im-bauturm.de 
www.facebook.com/theaterbauturm 
www.twitter.com/theaterbauturm 

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