EN · FR · DE
 

Berlin-Premiere: Die Nacht der Wahrheit (La nuit de la vérité) von Fanta Régina Nacro

Im Rahmen der Filmreihe „african reflections – female directors in cinema“ lädt AfricAvenir am Sonntag, den 25. November 2007 um 17:15 Uhr zur Vorführung von Fanta Régina Nacros preisgekröntem Film „La Nuit de la Vérité – Die Nacht der Wahrheit“ in das Filmtheater Hackesche Höfe.

La Nuit de la Vérité – Die Nacht der Wahrheit (R: Fanta Régina Nacro, Burkina Faso/Frankreich 2004, 100 min, OmEnglU)
Am: Sonntag, den 25. November 2007
Beginn: 17.15 Uhr
Ort: Filmtheater Hackesche Höfe (Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin, Kartenreservierung und Filmauskunft: 030-283 46 03)
Eintritt: 6€ / 5€ (erm.)

Kurzinhalt
Wir befinden uns in einem imaginären Staat in Westafrika. Die „Nacht der Wahrheit“ steht an. Nach vielen Jahren Bürgerkrieg treffen sich die Repräsentanten der verfeindeten Parteien, um einen Friedensvertrag abzuschließen. Doch nicht jeder Bürgerin und jedem Bürger des Landes scheint die Aussicht auf friedliche Zeiten zu gefallen. Der Hass und die Erinnerung an die begangenen und erlittenen Verbrechen sitzen tief und bedingen gegenseitiges Misstrauen. Fanta Régina Nacro erzählt hier vom Trauma der Erinnerung an Kriegsverbrechen und vom schwierigen Weg zur Versöhnung und zum Frieden. Der Film stellt besonders die Komplexität weiblicher Subjektivität innerhalb der spezifischen sozialen, ökonomischen und kulturellen Umgebung heraus, innerhalb des politischen Kontextes eines Landes, das sich vom Bürgerkrieg erholt. Es spielen u.a. Georgette Paré, Naky Sy Savane, Moussa Cissé, Adama Ouédraogo und Rasmane Ouedraogo.

Regisseurin
Fanta Régina Nacro wurde 1962 in Burkina Faso geboren. Nach der Ausbildung zur Filmemacherin und dem anschließenden filmwissenschaftlichen Studium in Paris, drehte sie 1992 mit ihrer eigenen Produktionsfirma "Les Films du Dêfi" als erste Frau in Burkina Faso einen Kurzspielfilm. Seither arbeitet Sie als Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin. Nach einer Reihe von Kurzfilmen (u.a. „Un Certain Matin“, „Puk Nini“, „Le Truc de Konaté“) verarbeitet Fanta Régina Nacro mit der Tragödie „La Nuit de la Vérité“ ein Trauma ihrer Kindheit. Sie selbst erlebte die Tötung ihres Onkels, der angeklagt war, einen Staatsstreich geplant zu haben. In ihren mehrfach preisgekrönten Filmen behandelt sie humorvoll und provokativ aktuelle gesellschaftspolitische Themen wie HIV/Aids oder die Gleichberechtigung von Frauen und Männern.

Preise und Festivals
Prix Montblanc du Meilleur Scenario - Festival International de San Sebastian, “Zabaltegi” - 2004
Prix Sceau de la Paix, Florenz
Prix du Public, Festival International des Premiers Films d'Annonay - 2005
Prix du Scenario au Fespaco - 2005
Grand Prix Festival International de Films de Fribourg - 2005
Prix du Public, Festival Panafricana Rome - 2005
Prix Images de Femmes, Vues d'Afrique Montréal - 2005
Prix Behind the Scene, Opendoek Turnhout - 2005
Toronto "Planet Africa"
Namur "Panorama"
Carthago "Offizieller Wettbewerb"
Amiens "Offizieller Wettbewerb"
Cape Town "Offizieller Wettbewerb"
Rotterdam
Göteburg "Offizieller Wettbewerb"
Festival International des Premiers Film d'Annonay
Fespaco "Offizieller Wettbewerb"
Fribourg "Offizieller Wettbewerb"
Festival de Paris
Tribeca New York
Montreal Vues d'Afrique
Opendoek Turnhout, Belgien
Innsbruck

african reflections
‘african reflections’ ist eine monatlich im Filmtheater Hackesche Höfe stattfindende Filmreihe, in deren Rahmen Spiel- und Dokumentarfilme afrikanischer FilmemacherInnen präsentiert werden. KuratorInnen der Reihe sind Philippa Ebéné und Julien Enoka Ayemba.

‘african reflections’ findet statt in Kooperation mit dem Filmtheater Hackesche Höfe und mit freundlicher Unterstützung der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ) bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen. Medienpartner ist radio multikulti.

back to top