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Film: Tage des Ruhms (Indigènes) von Rachid Bouchareb im Babylon

Tage des Ruhms - Indigènes

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg präsentieren AfricAvenir und das Babylon am Montag, den 28. September 2009 um 20 Uhr den Spielfilm Tage des Ruhms (Indigènes) von Rachid Bouchareb. Der Film läuft im Babylon in der Reihe LaFrenchConnection.

Berlin Premiere - Tage des Ruhmes (Indigènes)
R: Rachid Bouchareb, DZ/MA/F/B 2006, 119 Min, OmU

Montag, 28. September 2009, 20.00
Ort: Babylon, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178  BERLIN
U-Bahn: Rosa-Luxemburg-Platz
S-Bahn: Alexanderplatz
Bus: 100, 200, 340, 348  Stop: Alexanderplatz
BerlinKino Karten/Kasse/Informationen: Fon: +49 - (0)30 - 24 25 969

Eintritt: 6,50€, Ermäßigung s. http://www.babylonberlin.de/lafrenchconnection.htm

"Außergewöhnlich" (Chicago Tribune); "Herausragend" (The Times); "Der beste Kriegsfilm seit Der Soldat James Ryan" (BBC Radio 3).

Um Frankreich von den deutschen Besatzern zu befreien, stellt De Gaulle 1943 ein Heer aus 233.000 Kolonialsoldaten auf, vorwiegend aus Afrika. Angeführt von Sergent Martinez marschieren die Algerier Said, Yassir, Abdelkader und Messaoud nach Italien, wo sie in der verlustreichen Schlacht von Monte Cassino ihre Feuerprobe bestehen müssen. Im Rahmen der Operation Dragoon landen sie anschließend in Südfrankreich, wo sie zur Befreiung Marseilles beitragen. Die französischen Ideale von Gleichheit und Brüderlichkeit gelten allerdings für die Nordafrikaner nicht – immer wieder erfahren sie Diskriminierung und Rassismus aus den eigenen Reihen. Als Speerspitze im Kampf um das Reich erleben sie im Elsass das finale Gefecht mit der Wehrmacht.

Herausragender Spielfilm, der in Frankreich eine nationale Debatte über den Beitrag der Kolonialsoldaten auslöste. Die Hauptdarsteller erhielten 2007 in Cannes kollektiv den Preis für die beste Hauptrolle.

 

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Rachid Bouchareb hat langwierige Recherchen in französischen Staatsarchiven und Bibliotheken durchgeführt. Die wichtigsten Hintergrundinformationen lieferten ihm jedoch afrikanische Veteranen und ihre Nachfahren:

"Wir haben Leute gesucht, die diese Epoche noch miterlebt haben, und reisten nach Bordeaux, Marseilles und Nantes, aber auch in den Senegal, nach Marokko und Algerien. Auf den Erfahrungen und Gefühlen dieser Zeitzeugen beruht unser Film. Bei den Gesprächen mit ihnen wurde mir klar, dass ich nicht die Geschichte eines einzelnen Soldaten erzählen wollte, sondern eine Geschichte, die für den gesamten afrikanischen Kontinent steht," so Bouchareb über seinen Film.

Kritiken:
Rachid Bouchareb, selbst algerischer Herkunft, gelang mit "Tage des Ruhms" ein außergewöhnlicher Kriegsfilm, der 2007 auch für den Auslands-Oscar nominiert war. Die überragenden, in Cannes mit dem Darstellerpreis geehrten Hauptdarsteller lassen den Zuschauer förmlich ihre Angst vor dem Tod, das Fremdsein im eigenen Land und die Verzweiflung über den täglichen Rassismus spüren. Dabei formuliert Bouchareb keine platte Anklage, sondern bleibt immer nüchtern und lässt die großartig-subtilen Bilder und Szenen für sich selbst sprechen. (cineastentreff.de)

Neben bekannten Darstellern wie Jamel Debbouze aus Die fabelhafte Welt der Amélie, sind es vor allem die prächtigen Schlachtenpanoramen, die überzeugen. Immer übersichtlich angeordnet und toll gefilmt, geht es hier zur Sache. Die Geschichte der zusammen gewürfelten Truppe wird immer wieder von Schlachtengetümmel und dramatischen Momenten unterbrochen. (kino-zeit.de)

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